Rückblick 2011

29. Januar 2011: Fackeln für die Elbe!

Mit Fackeln und Lichtern für den Schutz der Elbe

Protestaktion der Umweltorganisationen entlang des Flusses

Damit den für die Elbvertiefung verantwortlichen Politikern ein Licht aufgeht, haben der NABU Hamburg, der BUND Hamburg und der Naturschutzverband GÖP (Gesellschaft für Ökologische Planung e.V.) am Samstag, den 29. Januar 2011, die Aktion „Fackeln für die Elbe“ durchgeführt.

In zahlreichen Städten entlang der Elbe und der Donau wurden für diesen Tag bundesweit zahlreiche Aktionen zum Schutz der Flüsse gestartet. In Hamburg wollen die Verbände mit der Aktion in der heißen Phase des Bürgerschaftswahlkampfs ein starkes Signal an die Parteien senden – gegen eine kurzsichtige Standortpolitik jenseits ökologischer und gesamtwirtschaftlicher Überlegungen und für eine gesunde, lebendige Elbe.
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30. Januar 2011: Was wird aus der Lohe?

Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz trifft sich mit Nutzern und Fachleuten

Zu einem ersten Informationsaustausch über Gestaltungsfragen in der Wentorfer/Wohltorfer Lohe traf sich der Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Dr. Walter Hemmerling in der letzten Woche mit Nutzern sowie Forst- und Naturschutzfachleuten. Vor der offiziellen Vertragsunterzeichnung zur Übergabe von Bundes- in Landesbesitz handelte es sich bei dem Besuch allerding lediglich um eine Besichtigung des Geländes. Hemmerling ließ sich dabei mögliche Handlungsbedarfe und zu erwartende Konfliktfelder zeigen. Dazu zählen das Nebeneinander von Schafen und Hunden ebenso wie die Entwicklung der Gewässer und der Nadelbaumareale.

Dem Treffen wohnten auch Vertreter des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bei. Sie erörterten nicht nur naturschutzfachliche Aspekte wie Artenschutz und Gestaltung von Blumenwiesen, sondern auch die Möglichkeit Schulklassen und Kindergärten, Menschen mit Behinderungen am Naturerlebnis teilhaben zu lassen. Herwig Kuhlmann vom BUND Wohltorf sagt dazu: „Wir würden gern helfen, die Ausgewogenheit zwischen Refugien für die Natur und Erlebnismöglichkeiten für die Bürger zu gestalten. Hier in der Lohe sind wegen der Größe des Areals und der Vielfalt der Teilräume alle Voraussetzungen für ein verträgliches nebeneinander von Tier und Mensch gegeben. Dies sollten wir auch nutzen.“

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Nachruf auf Naturfreund Helmut Maack

Kankelau. Am Freitag der letzten Woche, 18. Februar 2011, ist unser guter Freund und überaus geschätzter Kollege Helmut Maack in Ausübung einer seiner ehrenamtlichen Aufgaben plötzlich und völlig unerwartet im Alter von 67 Jahren gestorben. Der Natur- und Umweltschutz in Schleswig-Holstein, besonders im Kreis Herzogtum Lauenburg, hat einen Freund der Erde, darüber hinaus einen engagierten, liebenswerten Streiter für Demokratie und eine gerechtere Welt, verloren. Sein Engagement für die Natur brachte er seit Mitte der 90er Jahre im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein. 15 Jahre lang war er aktiv für den Amphibienschutz tätig und leitete zahlreiche Amphibiengruppen an. Über 10 Jahre hat Helmut Maack die Kreisgeschäftsstelle des BUND umsichtig und mit Freude geleitet, er war die Vertrauensperson und das Herzstück unseres Kreisvorstands.

Unvergessen bleiben seine erfolgreich gestalteten Jahresplanungen mit Festschmaus und Flipchart. Seine praktischen Naturschutzthemen im Kreis waren insbesondere „Das Grüne Band“, Naturführungen, Informationsveranstaltungen, das BUND-Sommerfest und aktuell die Mitgestaltung am Naturparkzentrum Mölln. Auch im BUND-Landesverband hatte Helmut sich für das Ehrenamt stark gemacht, war landesweit Sprecher des AK Amphibien, maßgeblich im Verbandsrat aktiv mit tätig und hatte die Aktiventagungen des BUND auf Burg Lenzen mit initiiert, gestaltet und geleitet. In Dankbarkeit blicken wir auf sein Wirken für Natur und Umwelt zurück. Wir werden Helmut immer ein ehrendes Andenken bewahren. Dafür möchte der BUND als  Gedenkbaum für Helmut eine Stieleiche an einem besonderen Ort pflanzen. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie, die er so sehr geliebt hat.

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6. März 2011: Besichtigung der Fischaufstiegsanlage

Geesthacht. Der BUND hatte am Sonntag zur Wanderung auf der Fischaufstiegsanlage am Elbewehr in Geesthacht eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein kamen 450 Besucher. In fünf Gruppen wurde die größte Fischtreppe Europas erwandert und von Vattenfall-Mitarbeitern und BUND-Aktiven vorgestellt. Dabei wurde auch die Kontrollreuse für die Erfassung der tatsächlich aufsteigenden Fische vorgeführt. Neben vielen Wollhandkrabben wurden 10 Fische festgestellt: eine Quappe, zwei Güster und sieben Flussneunaugen. Die geringe Zahl der Fische wurde begründet in der niedrigen Wassertemperatur der Elbe von 2,5°C und in der langjährigen Trennwirkung des Elbewehrs auf die gesamte Fischfauna im Einzugsgebiet der mittleren und oberen Elbe mit all Ihren Nebenflüssen. Der BUND befürwortet die längst überfällige Fischaufstiegsanlage wegen des vorhandenen Elbewehrs. Diese kann aber den erforderlichen Fischaufstieg trotz ihrer Größe nicht voll erbringen. Der BUND regt darum an, die weitgehend vorhandene Wasserverbindung in der gegenüber liegenden Elbeniederung in Niedersachsen für den Fischaufstieg zusätzlich zu nutzen. Diese muss aber aus Steuermitteln bezahlt werden und darf keinesfalls als Ausgleichsmaßnahme für z.B. ein Kohlekraftwerk entstehen.
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25. März 2011: JHV verabschiedet Resolution zur Atomenergie

Im Blickpunkt der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe stand der Vortrag von Dr. Heinz Klöser über Biodiversität. Dabei brillierte unser Vorstandsmitglied mit Fachkompetenz und einem vorzüglichen Bildmaterial. Das Resümee des Vortrags: Über die Jahrhunderte bzw. auch im langen Zeitraum der Einwirkungen der Eiszeiten waren die Arten permanent räumlichen Veränderungen unterworfen. Im Zeitalter der Industriealisierung haben allerdinds negative Einflüsse auf Grund der Einwirkung von Kunstdünger und Pestiziden, aber auch wegen des Flächenverbrauchs, dramatisch Wirkung gezeigt. Zur Beurteilung der Akzeptanz der Verschiebung von Arten seien pauschale Urteile nicht zielführend, vielmehr müsse jeder Einzelfall geprüft werden.
Zur Zusammenfassung des Vortrags in Thesen und Fragen

Im formalen Teil standen die Berichte der Vorstandsmitglieder im Mittelpunkt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Birgit Binger aus Kankelau. Zum Schluss der Veranstaltung verabschiedeten die Mitglieder eine Resolution gegen die Atomenergie.
Zum Wortlaut
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25. März 2011: Resolution gegen Atomkraft

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg am 25.3.2011 hat die Mitgliederversammlung folgende Resolution einstimmig beschlossen:

R E S O L U T I O N

Die katastrophalen Ereignisse in Japan im Zusammenhang mit dem GAU der fünf Atommeiler in Fukuschima haben einmal mehr unumstößlich gezeigt, dass die sogenannte „friedliche Nutzung der Atomenergie“ zur Energiegewinnung nicht sicher sein kann. Die Gefahren der Atomenergienutzung sind nicht zutreffend kalkulierbar, ein SuperGAU ist nicht auszuschließen, er ist unbeherrschbar. Menschen und Natur erkranken und sterben daran. Weite Regionen und Landesteile werden auf Dauer verstrahlt und unbewohnbar. Auch global werden erhebliche Umweltschäden ausgelöst.

Der BUND Herzogtum Lauenburg stellt fest:
Alle Atomkraftwerke (AKW´s) sind grundsätzlich unsicher!

Schon der planmäßige Betrieb von AKW´s, hier im Kreis Herzogtum Lauenburg das AKW Krümmel, hat vielen Menschen Krankheiten und Tod gebracht. Wir gedenken der Menschen, insbesondere der Kinder, die in Geesthacht und Umgebung an Krebs und Leukämie erkrankten und gestorben sind.

Der BUND Herzogtum Lauenburg fordert eine eindeutige, dauerhafte politische Entscheidung des Landtages zur sofortigen Stilllegung der AKW´s Krümmel, Brokdorf und Brunsbüttel.

Der BUND Herzogtum Lauenburg fordert die Landesregierung und insbesondere Ministerpräsident Carstensen auf, eine neue Ära der Energiegewinnung in Schleswig-Holstein, insbesondere auch an den bisherigen AKW-Standorten, für eine nachhaltige Nutzung solarer und erneuerbarer Energien zu beschließen und zügig umzusetzen.
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Biodiversität

Vortrag von Dr. Heinz Klöser, Bliestorf, 25.03.2011

Definition

Biodiversität bedeutet:
- Vielfalt an unterschiedlichen Naturräumen,
- Vielfalt an Lebensgemeinschaften in diesen Räumen,
- Vielfalt an Arten in diesen Lebensgemeinschaften,
- Vielfalt an genetischer Variabilität dieser Arten,
- Vielfalt von ökologischen Wechselwirkungen.

Thesen und Fragen

Abschnitt 1

Thesen:
- Wir betrachten die Natur in der Regel als eine mehr oder weniger statische Grundlage; der jungfräuliche Urwald als Ausgangsbasis für alles, was danach kam. Die Dynamik des stetigen Wandels stellen wir dabei kaum in Rechnung.
- Wir neigen dazu, die „ursprüngliche“ Natur romantisch zu verklären, und sehnen uns nach der paradiesisch anmutenden „Freien Wildbahn“.
- Wir denken jedoch überwiegend, daß Wildnis in vollen Umfang in unserer Zeit nicht mehr wieder hergestellt werden kann.

Fragen:
- Können (und wollen) wir Wildniszonen wieder herstellen?
- Wenn ja, erlauben wir dann den Ablauf der natürlichen Dynamik, auch wenn es zu unerwarteten Erscheinungen kommt? Oder greifen wir doch ein?
- Würden wir wirklich alle großen Tiere, die bei uns Heimatrecht haben, wieder hier haben wollen? Oder akzeptieren wir Abstriche, weil „das heute nicht mehr geht“ (z.B. Bruno)?
- Haben wir zukunftsweisende, tragfähige Konzepte für die Koexistenz von großen Tieren und modernen Menschen?

Abschnitt 2

Thesen:
- Die Landwirtschaft hat die waldreiche Naturlandschaft zerstört. Sie bot auch den Anlaß für die Ausrottung von Auerochse, Wisent und Waldwildpferd.
- Gleichwohl hat die Landwirtschaft die Biodiversität unseres Raumes erheblich gesteigert, indem neue Lebensräume geschaffen wurden, in die vor allem Trockenheit liebende Arten aus dem Mittelmeerraum und aus den eurasischen Steppen einwanderten. Außerdem bildeten und bilden sich Arten auch vor Ort neu.
- Die Erhöhung der Biodiversität durch die Landwirtschaft ging dabei jedoch keineswegs auf einem schonenden Umgang mit der Natur zurück, sondern war ein Nebeneffekt einer intensivst möglichen, ausgefeilten Wirtschaftsweise.
- Daraus folgt: Extensive Bewirtschaftung gab es auch in der tradionellen Landwirtschaft nicht!
- Dessen ungeachtet entsprechen traditionelle, von Ackerbau und Viehzucht geprägte Landschaften in hohem Maße unserer Vorstellung des „Ländlichen Idylls“. Deshalb prägen sie weitgehend unsere heutigen Zielvorstellungen für den Naturschutz.

Fragen:
- Macht es Sinn, kulturbedingte Lebensräume wie Heiden, Magerrasen oder Feuchtwiesen zu schützen, wenn wir nicht auch die dem zu Grunde liegende Nutzungsweise aufrecht erhalten?
- Was ist eigentlich mit Nutzungsformen, die ganz aufgegeben wurden, wie zum Beispiel Schweinemast in Hudewäldern?
- Sollten wir nicht einen „musealen“ Ackerbau fördern, um die wilde Begleitflora und -fauna zu erhalten?
- Müssen wir wirklich alte und lokale(!) Haustierrassen in Spezialzoos verbannen, um sie zu erhalten? Oder gibt es für sie zwischen Charolais und Galloway doch noch eine echte Daseinsberechtigung?

Abschnitt 3

Thesen:
- Die moderne Landwirtschaft hat sich durch den Einsatz von Kunstdünger, Pestiziden und Maschinen aus traditionellen Mangelsituationen gelöst. Die darauf beruhende Sicherung der Ernährung kann und darf nicht in Frage gestellt werden.
- Jedoch ist die Landwirtschaft durch diese Entwicklung seit spätestens den 70ger Jahren in eine Phase der Überdüngung und Überproduktion eingetreten, die zu einer scharfen Konkurrenz unter den Landwirten und ökologisch zu einer Stickstoffverseuchung der Landschaft geführt hat. Diese wiederum gehört zu den größten Bedrohungen der einheimischen Biodiversität.
- Die scharfe Konkurrenz unter den Landwirten zwingt zu immer größeren, monotoneren Flurstücken, auf denen mit immer größeren Maschinen möglichst kostensparend gearbeitet werden kann. Ein horrender Strukturverlust in der Landschaft ist die Folge.
- Damit hat die Landwirtschaft einen Rollenwechsel vollzogen: Statt Biodiversität zu begünstigen wird jetzt Homogenität erzwungen. Ihre Funktion zur Gesunderhaltung der Ökosysteme hat sie damit verloren. Dem entsprechend sind alle Privilegien der Landwirtschaft gegenüber dem Naturschutz (Stichwort „Landwirtsschaftsklausel“) nicht mehr zeitgemäß und müssen zurück genommen werden.
- Die völlig andersartigen Produktionsweisen der modernen Landwirtschaft ziehen eine neuartige Begleitflora und -fauna nach sich, an der in hohem Maße Neophyten und Neozooen beteiligt sind. Da sie die Biodiversität der modernen Agrarökosysteme erhöhen, sollte ihre Rolle neu bewertet werden.
- Flächenfraß durch Bebauung, Versiegelung und Verkehr nehmen weiterhin in erschreckendem Maße zu. Gerade die Städte und Industrieanlagen bieten jedoch auf den dort verbliebenen Freiflächen Zufluchtsräume für Tiere und Pflanzen, die in der offenen Landschaft unter Druck stehen.

Fragen:
- Haben wir uns eigentlich schon einmal Gedanken über den Wert städtisch/industrieller Lebensräume für den Naturschutz gemacht?
- Ist es nicht an der Zeit, die bei uns inzwischen fest etablierte Ablehnung fremder Organismen in Frage zu stellen und die Neuzugänge in unserer Fauna und Flora objektiver zu beurteilen? Die meisten von ihnen sind nicht die Ursachen von Problemen, sondern eher Symptome dafür.
- Welche Argumente und Möglichkeiten haben wir, Landwirte dazu zu bewegen, kleinräumige Strukturen zu erhalten oder sogar neu zu schaffen?
- Wie können wir politischen Druck aufbauen beziehungsweise verstärken, um die stetige Vergiftung der Landschaft mit Düngemitteln, Fäkalien und Giften zu unterbinden.

Abschnitt 4

Thesen:
- Die jüngsten Tendenzen in der Landwirtschaft kombinieren Viehzucht unter Dach mit Futtermittelimporten aus Übersee. Die frei werdenden Kapazitäten in der Fläche werden zur Erzeugung von Bioenergie-Pflanzen, bei uns in erster Linie Mais, Raps und Grünroggen, genutzt. Im Rahmen dieses globalisierten Landbaus werden oft - wenn nicht überwiegend
1. Tiere unter qualvollen Bedingungen gehalten,
2. gewaltige Dungmengen produziert, deren weitere Verwendung nichts mehr mit Düngung, sondern mit Abfallentsorgung zu tun hat,
3. ausgedehnte Landstriche als Lebensraum für Pflanzen und Tiere völlig entwertet, im Falle der Grünroggenkultur sogar in regelrechte Wiesenvogelfallen umgewandelt,
4. in den Erzeugerländern der Futtermittel Wälder vernichtet, deren Biodiversität Höchstwerte erreicht, und damit deren Arteninventar ausgerottet,
5. durch Konkurrenz mit Anbauflächen für Lebensmittel deren Preise hochgetrieben, so daß in den Erzeugerländern Hungerprobleme verschärft werden,
6. bei uns nachwachsende Rohstoffe produziert werden, die keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da der hohe Aufwand für die Erzeugung nur eine geringe Marge für eine positive Energiebilanz erlaubt, die unter Berücksichtigung der Energiekosten für die Futtermittelbereitstellung aus Übersee völlig in den negativen Bereich gerät.
- Biodiversitätsverluste in den Erzeugerländern gehen aufgrund weiterer Importe ebenfalls zu unseren Lasten; dazu gehören unter anderem Edelhölzer, Palmöl, Alkohol (als Alternativtreibstoff!).

Fragen:
- Die Forderung, lokal / regional produzierte Lebensmittel vorzuziehen, ist ja schon alt. Ist es nicht an der Zeit diese Forderung allgemein auf alle Produkte auszudehen und dabei sehr viel konsequenter vorzugehen?
- Wie können wir darauf hin wirken, daß unser Bedarf an Tropenholz endlich zurück geht. Ist es in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll, einen Baum wie Robinie als Forstbaum zu akzeptieren, die ein gleichwertiges Hartholz zu liefern vermag, auch wenn sie ein Exot ist? Kann man es wirklich vertreten, als Alternative Einfuhren aus den nordischen Wäldern zu steigern?
- Sind Importe aus den Tropen oder von sonstwo dann akzeptabel, wenn sie ein Zertifikat aufweisen (Stichwort: „FSC“)?
- Wie kann man Politik und Landwirtschaft endlich dazu bringen, daß Nutztiere nicht einfach nur Vieh sind, sondern Anspruch auf gute Lebensbedingungen haben. Wie können wir Druck erzeugen, eine Bindung der Viehhaltung an regionale Futtermittelerzeugung zu erreichen?
- Wie kann eine Agrarindustrie eingedämmt werden, die unter dem Deckmantel des Klimaschutzes in kontraproduktiver Weise Biomasse herstellt, bei deren Erzeugung sowohl unser Land als auch Länder der Dritten Welt ökologisch geschädigt werden?
- Ist es nicht an der Zeit, deutlich daran zu erinnern, daß wir alle mit unserem Geld die Landwrtschaft unterhalten? Ist es nicht an der Zeit, deutlich daran zu erinnern, daß man erwarten kann, daß die Interessen derjenigen, deren Geld man nimmt, von denen, die es nehmen, auch ernst genommen werden?

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4. April 2011: Wanderung offenbart Mängel

Bei der Exkursion am zurückliegenden Sonntag  in den NSG Seebruch und Steinort am Ostufer des Ratzeburger Sees haben wir Eingriffe in die Fließgewässer festgestellt. Im NSG Seebruch ist der von Ost nach West fließende Bach östlich der asphaltierten Straße mit ca 3 m langen Holzstämmen dicht an dicht so verfüllt worden, dass mit Forstfahrzeugen darüber hinweg gefahren werden konnte. Im NSG Steinort ist der nördliche Bach im Bereich des Wanderweges erneut und zusätzlich so verrohrt worden, dass eine Wanderung von Bachlebewesen in das Quellgebiet unmöglich ist. Auf dem Foto sieht man die alte und die neue Verrohrung im Wanderweg. Wir haben uns an die Behörden gewendet mit der Bitte, sich der Missstände in der Weise anzunehmen, dass in den benannten Bereichen demnächst wieder annähernd natürliche Zustände hergestellt werden.
Antwort der Naturschutzbehörde

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15. April 2011: Blumenteppiche im Dalbekwald

Die Ortsgruppe Börnsen des BUND betreut das Naturschutz- und FFH-Gebiet Dalbekschlucht zwischen Escheburg und Börnsen. Einen Teil der Flächen ist seit der Neuregelung der Flächenzugehörigkeiten in den Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übergegangen. In der Reihe "Wilde Wald-Touren" besuchten Vertreter der Stifung den Dalbekwald. Unter der Führung von Heike Hennig (Stiftung), Martina Kairies (Landesamt) und Klaus Tormählen (Gebietsbetreuer) nahmen viele einheimische Bürger die Gelegenheit wahr, "ihre" Dalbek bei herrlichem Frühlingswetter mit den großen leuchtenden Blumenteppichen auch einmal in den entfernten Winkeln kennenzulernen.

Das Bild zeigt Martina Kairies (rechts) mit einem Teil der ca. 40 Teilnehmer großen Gruppe

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11. Mai 2011: Brücken zum Atomausstieg

Bürger fragen, unsere Bundestagsabgeordneten antworten
Diskussion über Atomausstieg und den Weg zur Energiewende

Zu einer Podiumsdiskussion mit anschließender öffentlicher Diskussionsveranstaltung hatte das Aktionsbündnis gegen Atomkraft im Herzogtum Lauenburg und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan (FDP), Norbert Brackmann (CDU) und Dr. Konstantin von Notz (Grüne) eingeladen. Fachlich unterstützt wurde die Diskussion von dem Greenpeace-Energie-Experten Andree Böhling, um die Kernfragen des Atomausstieges zu erörtern.

Stellungnahme Hans-Heinrich Stamer, Mitglied des Vorstandes, zur Veranstaltung: Wir möchten allen Beteiligten an der Veranstaltung herzlich danken für die wohlwollend faire Diskussion miteinander, nicht gegeneinander, so wie wir es bislang häufig erleben mussten. Unter der souveränen Leitung des Moderators Martin Stein, dem wir nochmals besonders danken, setzte der Energieexperte Andreas Böhling (Greenpeace) Eckdaten zum Ausstiegsdatum und zur zukünftigen Struktur der Energieversorgung: weg von der zentralen Struktur, hin zur dezentralen Energieerzeugung und -verteilung. Auch die Abgeordneten beantworteten unsere vorbereiteten Fragen und die auf dem Podium dazu vorgetragenen Positionen konkret. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die weit überwiegende Ablehnung der Atomkraft in der Gesellschaft sich erfreulicherweise auch bei unseren Bundestagsabgeordneten so abbildet, dass sie den möglichst schnellen Atomausstieg gemeinsam gehen wollen. Die angekündigte Beteiligung an diesem Weg wird der BUND gerne annehmen, um im Kreis Herzogtum Lauenburg und darüber hinaus die vielfältigen Energieressourcen aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse in dezentralen Strukturen, insbesondere auf kommunaler Ebene, zu etablieren. Unter Berücksichtigung der Energieeinsparmöghlichkeiten in Höhe von weit über 50 % kann auch unser Kreis energieautark werden, wie es schon seit Jahren die Gemeinde Jühnde in Niedersachsen vormacht. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist der Einstieg in eine solare, dezentrale Energiezukunft, maßvoll und ethisch verantwortbar gegenüber kommenden Generationen. Dazu gibt es keine vernünftige Alternative.

Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten "Dialogwoche", zu dem das Kampagnen-Netzwerk Campact aufgerufen hat. Organisiert wurde sie vor Ort von Bürger/innen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, die bislang mit einem der unsichersten Atommeiler in der Bundesrepublik, dem AKW Krümmel, leben müssen. "Die Atomlobby setzt alles daran, ihre hochprofitablen aber gefährlichen Reaktoren noch möglichst lange weiter betreiben zu können. Wir aber werden unseren Bundestagsabgeordneten deutlich machen, dass die große Mehrheit einen schnellen Atomausstieg ohne Hintertür will", sagt Ole Eggers vom Aktionsbündnis und Hans-H. Stamer vom BUND ergänzt: "Als Bürgerlobby setzen wir ein Gegengewicht für die Energiewende, für die endgültige, schnelle Abkehr von der AKW-Nutzung hin zu weit überwiegend dezentralen Strukturen einer zukünftigen Energiewirtschaft."
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14. August 2011: Uhlenkolk-Eröffnung verschoben

Dafür gab es einen Naturerlebnistag im Regen ...

Die für heute anberaumte Einweihung des neuen Naturparkzentrums im Möllner Wildpark fand auf Grund der teilweise noch nicht fertig gestellten Einrichtungen nicht statt. Dafür hatten die Stadt Mölln und die Mitarbeiter der Forst als Ersatz einen Erlebnistag mit Ständen der Verbände und einigen Verwaltungseinrichtungen arrangiert. Pech mit dem Wetter: Nach einigen anfänglichen Sonnenstrahlen regnete es in Strömen.

Die Kreisgruppe des BUND war mit einem Stand vertreten. Darin hatten wir Informationen über uns und ein Quiz zum Mitmachen über zwölf mehr oder wenige bekannte Skulpturen im Kreis mit Landschaftsarrangements angeboten. Die Mühe der Vorbereitung wurde mit anregenden Gesprächen belohnt. Trotz des feuchten Wetters kamen viele Besucher in unser Zelt.
Die  Bilder zeigen einen Blick in den Hof bei der Eröffnung und einen Teil des BUND-Quiz

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13. Dezember 2011: BUND hat Nutzungsrecht im Naturparkzentrum

In der neu errichteten Integrierten Station am Naturparkzentrum Uhlenkolk in Mölln wird in Zukunft auch der BUND ein Nutzungsrecht haben. Zusammen mit Bürgermeister Jan Wiegels unterzeichneten Karl-Heinz Weber und Dr. Heinz Klöser den Mietvertrag für die Kreisarbeitsgemeinschaft Naturpflege. Siehe auch den Link des Innenministeriums.

Karl-Heinz Weber (NABU), BM Jan Wiegels und Dr. Heinz Klöser (BUND), hier ein Pressefoto


Jahresprogramm 2018

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Elbe-Lübeck-Kanal

Aktuelle Informationen zum geplanten Ausbau, Tatsachen, Kritik
von Dr. Heinz Klöser

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Download Teil 2

Antwort "Faktenscheck"

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