Rückblick 2016

7. März: Bewerkuhl wird Grünes-Band-Projekt

Das in Nachbarschaft der Landesgrenze SH-MV gelegene Projekt der Kreisgrupe „Biberpark Bewerkuhl“ wurde auf dem Jahrestreffen des Grünen Bandes 2015 zum Grüne-Band-Projekt erklärt und mittlerweile um folgende Pläne erweitert. Die Delvenau, der Grenzfluss zwischen MV und SH, soll bei Witzeeze wieder durchgängig gemacht werden. Sie soll einen weitgehend freien Zufluss zur Elbe erhalten und in einen natürlicheren Zustand versetzt werden. Auf einem Ortstermin wurde Vorstandsmitgliedern beider beteiligter Landesverbände das Vorhaben vorgestellt. Inzwischen wurde auch Kontakt zu den zuständigen Behördenvertretern in MV und SH aufgenommen und ein Konzept entwickelt, die Delvenau in einem ersten Schritt wieder nur mit mehr Flusswasser zu versorgen. Dazu soll zur Renaturierung des Niedermoorkörpers ein Wasserstandsanstieg von etwa 70cm initiiert werden. Das Konzept sieht weiter vor, den Delvenau-Zufluss in die Elbe aus Kostengründen auf die Landesgrenze MV-SH zu verlegen, weil der bestehende Verlauf mehrfach durch Straßen, Gebäude und die denkmalgeschützte Palmschleuse in Lauenburg belegt ist. Die Besitzverhältnisse der davon betroffenen Liegenschaften wurden zum Teil überprüft.

Im Rahmen des vom Bundesverband angestrebten und zurzeit in Vorbereitung befindlichen EU-Life-Projekts „Elbe“ ist das Gebiet als Schwerpunktregion unter dem Stichwort „Wiederherstellung des natürlichen Regimes eines Elbenebenflusses“ gemeldet worden. Dazu wurde ein Gesamtprojekt „Biotopverbund Metropolregion Hamburg“ aufgelegt. Darin enthalten ist das Teilprojekt 4 „Entwicklung des Grünen Bandes in der Metropolregion Hamburg“ mit einem Budget von insgesamt 300.000 € für 3 Bausteine. 200.000 € teilen sich die maßnahmenorientierten Bausteine 2 und 3. Baustein 2 ist die „Renaturierung der Delvenau/Delvenau-Niederung“, verantwortlicher Träger ist der Landkreis Ludwigslust.

Planung für 2016:
Die vorbereitenden Planungen und die Abstimmung mit den Behörden zum Wasserspiegelanstieg der Delvenau im Bereich Witzeeze werden fortgesetzt, ebenso wie die Bemühungen um den Erwerb der verbliebenen Privatflächen im Projektgebiet. Pläne für die Wiederanbindung der Delvenau an die Elbe (zurzeit endet die Delvenau an einem Schöpfwerk, das in den Elbe-Lübeck-Kanal entwässert) werden weiter entwickelt. Die Einbindung des Projekts in das EU-Life-Projekt und in den Baustein 2 des Gesamtprojektes „Biotopverbund Metropolregion Hamburg“ wird weiter betrieben.

Karte vom Delvenau-Tal in Lauenburg und nördlich davon

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20. März: Ehrenamtsmesse in Lauenburg - BUND war dabei

Auf der diesjährigen Ehrenamtsmesse in Lauenburg waren wir mit einem Stand vertreten. Als Themen präsentierten wir die Projekte "Erhabene Bäume" und "Delvenau-Niederung". Zahlreiche Besucher unseres Standes zeigten Interesse an den Projekten. Ein Zweige-Rätsel rundete das Bild präsentierter Natur- und Umweltthemen ab.

Hans-Heinrich Stamer, Heino Röder (verdeckt), Anne Christina Remus und Kornelia Mrowitzky im Gespräch mit einer Besucherin
Prominenter Besuch: Wolfgang Genczik (links), Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Delvenau-/Stecknitzniederung brachte sein Fachwissen in das Projekt ein

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23. März: Stellungnahme Bundesverkehrswegeplan

Schreiben der Landesvorsitzenden Claudia Bielfeld zum Bundesverkehrswegeplan 2030:
Der Plan ist seit dem 21.März online und enthält viele Straßenwunschprojekte. Die Stimulierung des Wachstums des Straßenverkehrs verhindert das Erreichen der Klimaschutzziele im Verkehr, der Flächenverbrauch wird weiter angekurbelt und ein stadtverträglicher Verkehr nicht gefördert. Die Planungen verfehlen das Ziel, Güter auf Schiene und Schiff zu verlagern. Bis zum 2. Mai haben wir Zeit, dazu Stellung zu beziehen. Dazu brauchen wir Mithilfe vor Ort und die ersten Kreisgruppen haben mich bereits darauf angesprochen. Neben den Straßenprojekten wird es notwendig sein, sich mit dem Thema "Bahn" auseinandersetzen. Wir werden eine Stellungnahme des BUND SH abgeben und dies in der Geschäftsstelle koordinieren. Hier die Aufstellung von Werner Reh aus der Bundesgeschäftsstelle. 

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2. Mai: Pressemeldung Eignungsflächen zur Nutzung der Windenergie

Energiewende und Tourismus mit Mensch, Umwelt und Natur 

In der Diskussion um die Energiewende besteht zum Abschalten der Atomkraftwerke grundsätzlich große Einigkeit. Über den Ausbau der regenerativen Energien, insbesondere um die Nutzung der Windkraft, sind die Positionen um wirtschaftlichen Erfolg und Nachhaltigkeit aber strittig. Die politische Position der Landesregierung, auch ohne Atomstrom dreifache mehr Strom zu erzeugen als im Land verbraucht wird, ist nach Auffassung von Hans-Heinrich Stamer im Kreisvorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)in erster Linie zu hinterfragen. Die Planung zur Festlegung der Windeignungsflächen müsse die Schutzgüter Mensch, Klima, Natur und Umwelt berücksichtigen. Nur so werde der teuer beworbene sanfte Tourismus nachhaltig erfolgreich bleiben. "Gelingen kann das nur durch öffentlich-rechtliche, sachlich begründete Planung unter Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wie den Kommunen und dem BUND", erklärt Stamer.

So sei der Anlauf der Kreisverwaltung für eine Wiederherstellung als Landschaftsschutzgebiet folgerichtig, aber doch zu kurz gesprungen. Um den Naturpark kontinuierlich seinem Namen entsprechend zu entwickeln, sollte auch die CDU ein höherwertiges Qualitätsmerkmal wie ein von der UNESCO zertifiziertes Biosphärenreservat anstreben werden, in dem Windkraftanlagen nach sachlicher Abwägung zum Teil oder grundsätzlich ausgeschlossen werden können. Um Windkraft-Vorranggebiete zu definieren, sind neben den bekannten Kriterien Abstand zu Wohnbebauung, Natur- und Vogelschutzschutzgebieten auch die Vogel- und Fledermauszugtrassen zu beachten. Denn der gesetzliche Biotopverbund ist nicht nur für bodengebundene Lebewesen wie Kammmolch, Steinbeißer, Haselmaus und Hirsch zu berücksichtigen. "Dafür ist eine Lebensraumerhebung über einige Jahre erforderlich, auf deren Grundlage die Windkraft-Tabuzonen schließlich ermittelt und gestaltet werden können", fordert Stamer. Die Menschen in der Schaalseeregion mögen zudem erkennen, dass sie eine Antwort auf die Belastung des Bach-, See- und Grundwassers insbesondere durch die konventionelle Landwirtschaft mit den viel zu hohen Dünger- (u.a. Phosphor 7.386 kg/a, 33,5 % der Gesamtbelastung, Quelle: Konzeptstudie zur Verbesserung des ökologischen Zustandes des Schaalsees) und Pestizideinträgen in Boden und Wasser geben müssen. Die EU-Kommission hat Deutschland wegen der Versäumnisse beim Grundwasserschutz verklagt. Für die Energiewende und das Klima ist dabei der Moorschutz endlich auf die Agenda zu nehmen. "Mit der permanenten Moorentwässerung werden nicht nur die Moore als geschützte Lebensräume zerstört, sondern auch die Gewässer und das Klima zusätzlich geschädigt", stellt Stamer fest. Das könne schließlich die Lebensraumqualität mindern und damit auch dem Tourismus am westlichen Schaalsee Wettbewerbsnachteile bringen.

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1. Juli: Kreisvorstand verstärkt

Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes im Seminarraum des Uhlenkolk wurden nur einige Tätigkeitsfelder der Kreisgruppe im Natur- und Umweltbereich (Biberpark, Delvenau-Renaturierung, Waldbau, Verkehr und Mobilität, Landwirtschaft, AKW-Rückbau Krümmel) vorgestellt. Zu dem von Besuchern hereingetragenen Pläne zur Umwandlung eines Waldstücks in Schwarzenbek in ein Baugebiet wurden Gegenmaßnahmen erarbeitet. Die Kreisgruppe verfügt über einen ausgeglichenen Haushalt, dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Als besonderer Gast stellte sich der neue BUND-Landesgeschäftsführer Ole Eggers vor. Durch die Nachwahl von Dieter Damerow und Dr. Torsten Walther aus Ratzeburg ist der Vorstand auf neun Mitglieder gewachsen.

Das Foto zeigt von links Dieter Damerow, Dr. Torsten Walther, Dr. Heinz Klöser, Anne Christina Remus, Klaus Tormählen, Hans-Heinrich Stamer, Dr. Lutz Fähser, Ole Eggers, Gerhard Boll

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6. August: ARD attackiert BUND

In der Sendung "Der Kampf um Windräder" am Montag 1. August 2016 im 1. Fernsehprogramm (ARD) wird dem BUND vorgeworfen, Lobbyismus für die Windenergie zu betreiben. Dazu nimmt die Bundesgeschäftsstelle auf ihrer Internetseite Stellung: http://www.bund.net/windkraft

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Jahresprogramm 2018

Download

Elbe-Lübeck-Kanal

Aktuelle Informationen zum geplanten Ausbau, Tatsachen, Kritik
von Dr. Heinz Klöser

Download Teil 1

Download Teil 2

Antwort "Faktenscheck"

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