BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Riesenbärenklau – Erfahrungen bei der Bekämpfung

Der Riesenbärenklau ("Herkulesstaude") ist ein unangenehmer und nicht ganz ungefährlicher Zuwanderer aus Asien. Das Unangenehme: Wenn man ihn wachsen lässt, breitet er sich ungehemmt aus und wuchert die heimischen Pflanzen zu. Das nicht ganz Ungefährliche: Kommt die menschliche Haut mit dem Pflanzensaft in Berührung, gibt es Verätzungen, die erst nach Wochen heilen. Für Kinder besteht bei mehreren Berührungen die Gefahr akuter Vergiftung! Weitergehende Infos bei Wikepedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Riesen-B%C3%A4renklau

Wir widmen uns der Bekämpfung dieser Pflanze seit einigen Jahren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die einzig wirksame Methode der Bekämpfung das Abstechen der Blütenstauden ist. Der Herkules hat ein mehrjähriges Entwicklungsstadium. Im letzten Stadium kommt die Blüte, danach stirbt die Pflanze. Wenn man nicht blühende Pflanzen mäht oder sticht, schlagen sie erneut wieder aus. Das Abstechen der Blühstauden (ab Juli) verhindert eine Aussamen und damit eine weitere Verbreitung. Seit unseren Einsätzen ist der Pflanzenbestand in den Vorkommen merklich zurückgegangen. Wir schätzen, dass in wenigen Jahren das Problem dort völlig erledigt ist. Es gibt einen weiteren Aspekt, weshalb man nicht frühzeitig (Mai/Juni) tätig werden sollte: Dann läuft nämlich bei einigen Vogelarten noch das Brutgeschäft. Wenn man jetzt in die Hochstaudenbestände mit dem Spaten oder der Sense geht, fallen dem auf jeden Fall auch diese Nester zum Opfer.

Herkulesstauden Mitte Juni ca. 1 m hoch im Naturschutzgebiet Dalbekschlucht
Quelle: http://www.bund-herzogtum-lauenburg.de/projekte/in_den_ortsgruppen/riesenbaerenklau/