Willkommen beim BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg

Dies ist die Internetpräsenz der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND.

 

Aktuelles in Kürze

(mehr Informationen über den Link im grünen Kasten)

26. April: Tschernobyl-Gedenktag

Geesthacht, 19.30 Uhr, Kleines Theater Schillerstraße

Am 26. April, dem Tschernobyl-Gedenktag, wird um 19.30 Uhr im Kino des Kleinen Theaters Schillerstraße Geesthacht der Film "Die Reise zum sichersten Ort der Erde " gezeigt. Um 18.00 Uhr wird der BUND mit einem Info-Stand zur aktuellen Situation der Atomanlagen in Geesthacht (und auch anderswo) im Foyer des Kleinen-Theaters zum Gespräch bereit stehen. Zum Film: "Die Reise zum sichersten Ort der Erde" ist ein Dokumentarfilm über die strahlende Hinterlassenschaft des Menschen: den Atommüll. Weltweit haben sich bislang 350.000 Tonnen angesammelt und jährlich kommen weitere 10.000 Tonnen hinzu. Doch bislang gibt es keine Lösung für die sichere Endlagerung. Wohin also mit unserem lebensgefährlichen Abfall? Regisseur Edgar Hagen dokumentiert das Dilemma Endlagersuche in seiner ganzen Tragweite. Er besucht im Film alle nennenswerten Atommüll-Endlager-Projekte und lässt die Experten dazu referieren. Seine Reise führt ihn von den gescheiterten Versuchen in den USA, Deutschland und anderen Ländern bis in die Wüste Gobi. Ein wichtiger Film zur aktuellen Debatte. "Die Reise zum sichersten Ort der Erde" ist ein Dokumentarfilm, der Fragen aufwirft und zum Gespräch anregt. Der BUND Geesthacht, vertreten durch die Fachleute in Sachen Atom, Bettina und Gerhard Boll, hat zusätzlich Experten zu dem Thema eingeladen, die nach dem Film für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. Zugesagt haben: 1. Dr. Torsten Fischer vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für "HZG imDialog" zum Rückbau der Kernforschungsanlagen der ehemaligen GKSS. 2. Ursula Schönberger, Politologin und Verfasserin des "Atommüll-Sorgen-Berichtes", außerdem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. 3. Michael Wenk, Referent für regionale Kommunikation beim Kernkraftwerk Krümmel.

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18. April: TTIP-Demo in Kiel

Globaler Aktionstag STOP TTIP: Demo in Kiel großer Erfolg

Heute, am 18. April gingen weltweit hunderttausende Bürger*innen unter dem Motto „Mensch und Umwelt vor Profit!“ gegen die Investitionsschutzabkommen TTIP, CETA, TiSA & Co. auf die Straße. Auch in Kiel wurde mit Flashmobs, Straßentheater und einer Demonstration ein Zeichen gesetzt. Vom Bahnhofsplatz zogen über 600 Bürger*innen durch die Stadt zum Europaplatz.

In Redebeiträge von attac, BUND und ver.di wurde über die Gefahren durch die Abkommen aufgeklärt und die Politik zum Handeln aufgefordert: Verbraucherschutz- und Umweltstandards sowie Arbeitnehmer*innenrechte und demokratische Prinzipien dürfen nicht länger unter dem Deckmantel des freien Handels für die Einzelinteressen internationaler Konzerne geopfert werden.

Die zentrale Forderung der Demonstrant*innen war ein sofortiger Verhandlungsstopp für alle Abkommen dieser Art, die Veröffentlichung aller relevanten Dokumente und die Neuausrichtung der europäischen Handelspolitik: Statt Profit sollen Mensch und Umwelt im Mittelpunkt stehen. Die Demonstrant*innen forderten für die Zukunft der weltweiten Handelspolitik einen Auf- und Ausbau tatsächlicher, demokratischer Teilhabe für Bürger*innen und vollständige Transparenz.

Organisiert wurde der Kieler Beitrag zum globalen Aktionstag vom Aktionsbündnis STOP TTIP/kiel. Mitglied im Bündnis sind das Aktionsbündnis Stop Fracking Kiel, die Arbeiterfotografie, attac Kiel, BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e. V., Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V., Bürgerinitiative Kiel gegen Atomanlagen, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), DIE LINKE. Schleswig-Holstein, DGB Kern, Frackingsfreier Kreis Plön, Friedenswerkstatt Kiel e. V., GEO step by step, IG Metall Kiel-Neumünster, marxistische linke e.V., Mehr Demokratie e. V., Piratenpartei Schleswig-Holstein, ProVieh e.V., ver.di Kiel/Plön, ver.di Senioren.

Unterstützt wird das Bündnis von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schleswig-Holstein (AbL SH), Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Kiel, Kiel im Wandel und der Initiative für ein gentechnikfreies Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen zum Aktionstag unter www.stop-ttip-kiel.de/aktionstag Pressekontakt: Tobias Langguth, Mobil: 0170/4362360, tobias.langguth@bund-sh.de 

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Naturbeobachtungen im April

In einem Bächlein helle,
da schoss in froher Eil
die launische Forelle
vorüber wie ein Pfeil.

…und so weiter – Bäche sind etwas für Romantiker (in dem Fall Christian Friedrich Daniel Schubart & Franz Schubert); für den modernen, profitorientierten Betriebswirt sind sie ineffiziente Entwässerungskanäle, und deshalb wurden sie über Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte zu geraden Gräben optimiert, mit befestigten Rändern versehen und hernach regelmäßig mit Baggern oder Grabenfräsen ausgehoben. Doch ein paar Bäche haben bei uns die Wirren der modernen Zeiten relativ unbeschadet überstanden und folgen noch ihren natürlich gewundenen Verläufen. Dabei graben sie sich mitunter auch tiefer in die lockeren Moränenböden ein, die unsere hügelige Landschaft prägen, so dass sich an den Ufern der Bäche auch ungewohnt steile Hänge ausbilden können, denn das fließende Wasser nagt langsam, aber stetig die Prallhänge an den Außenseiten der Bachschlingen an, während sich im Inneren der Bögen, an den Gleithängen weiter aufwärts abgetragenes Material wieder absetzt.
Zum Bericht

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2. April: Fracking und TTIP

Hans-Heinrich Stamer hatte die Organisation und Moderation

Gut besuchte Veranstaltung mit Politik und IHK

Der BUND Landesverband hatte zur Podiumsdiskussion über Fracking, TTIP und CETA in die Alte Meierei in Schwarzenbek geladen. Ca. 80 Besucher lauschten dem Vortrag von Ann-Kathrin Schneider (BUND Berlin), hörten sich die Statements von den drei Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer (SPD), Norbert Brackmann (CDU) und Dr. Konstantin von Notz (DIE GRÜNEN), Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig (Schwarzenbek) und Werner Koopmann (IHK-HL Internationales) an. Im Anschluss gab es viele Fragen und Kritik bezüglich des Vorgehens in Berlin und Brüssel. Die Moderation machten Hans-Heinrich Stamer und Manfred Hellberg (BUND Landesvorstand SH).

Hier unser Bericht:

Die Verknüpfung zwischen Fracking und TTIP brachte Ann Kathrin Schneider so auf den Punkt: „Ein Fracking-Verbot in Deutschland könnte von den USA als Handelshemmnis gesehen werden.“ Handelshemmnisse zwischen der EU und den USA sollen mit dem „Transatlantic Trade and Investment Partnership“-Abkommen abgebaut werden. In ihrem Einführungsvortrag ging die Leiterin der BUND-Abteilung für Internationale Klimapolitik zunächst auf das Fracking ein. Das Verfahren zum Fördern von Gas und Öl aus tiefen Erdschichten unter Zuhilfenahme von Unmengen an Wasser, Sand und giftigen Chemikalien berge Risiken für Böden, Grund- und Trinkwasser sowie Landschaft und Klima. Deshalb fordere der BUND ein Verbot. Das Gegenteil werde von der Bundesregierung betrieben. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf werde Fracking zu großen Teilen erlaubt. Als Ziele der TTIP-Verhandlungen nannte Schneider das Senken von Zöllen, den Abbau nicht tarifärer Handelshemmnisse, einen erleichterten Marktzugang und den Schutz von Investitionen. „Moratorien könnten auf Grund von Investitionsschutz beklagt werden.“ Die Verhandlungen würden sich auch auf Verbesserungen des Zugangs zu fossilen Rohstoffen beziehen. Das zementiere das Klimaproblem, während Energieeffizienz und Erneuerbare Energien nicht zur Debatte stünden. Dabei sei für die nächsten Jahre der Klimaschutz voranzutreiben mit der Forderung, gerade die Nutzung fossiler Energien stark einzuschränken.

„Wie stehen Sie zum Fracking?“ Mit dieser Frage ging die erste Runde an das Podium. Ute Borchers-Seelig gab die Antwort aus kommunaler Sicht: „Bei der Genehmigung von Erlaubnisfeldern müsse das kommunale Planungsrecht berücksichtigt werden. Aus Sorge vor Verunreinigung des Grundwassers, einer Überfrachtung der Böden mit Giften und vor Folge-Krankheiten wie Krebs gelte: Mit uns kein Fracking.“ Während sich der IHK-Vertreter hier nicht zuständig fühlte und Konstantin von Notz Fracking klar ablehnte, blieben Nina Scheer und Norbert Brackmann ambivalenter. Man müsse erst einmal den genauen Inhalt der Gesetzesvorlage abwarten. Dann könne man sich positionieren. Sie seien zwar gegen Fracking, wollten aber erst nach Kenntnisstand der Details abstimmen. Nina Scheer betonte, dass ein Gesetz unbedingt benötigt würde.

In der zweiten Runde ging es um die Frage „Ist mit einem TTIP-Abkommen die Demokratie in Gefahr?“ Werner Koopmann nannte Gründe, dass die IHK ein Handelsabkommen insbesondere wegen einer Absenkung der Zölle, die derzeit zwischen 2 und 130 Prozent auf den Preisen lägen, begrüßen würde. Allerdings habe die IHK auch Bedenken, wenn Klageverfahren intim abgehalten würden. Zum Vorwurf der nicht öffentlich stattfindenden Verhandlungen meinte er, dass man in die Verhandlungsführer Vertrauen haben müsse. Borchers-Seelig beklagte die Einschränkung von Politik und Verwaltung in den Kommunen und die mangelhafte Transparenz. Brackmann warb mit dem Vergleichsargument China für TTIP. Es gebe eine Chance auf mehr Arbeitsplätze und eine Demokratisierung der Wirtschaft. Auch Scheer beklagte die mangelhafte Transparenz, insbesondere das Verhalten der EU, die Offenheit ablehne. Weil für sie der Verhandlungsstand nicht einsehbar sei, könne sie nicht ja oder nein sagen. Von Notz führte an, dass Handelsabkommen nicht per se schlecht seien, dass aber die Gefahr bestehe, wegen der unterschiedlichen Kulturbereiche Bräuche aufgeben zu müssen. Eine geheime Schiedsgerichtsbarkeit sei rechtlich problematisch. TTIP nütze ausschließlich den Konzernen, die Grünen wollten hingegen eine Stärkung des Mittelstandes.

In der Bürgerfragerunde wurde die mangelhafte Beteiligung der Politik und Bürger beklagt. Eine Diskussion im Bundestag habe bisher nicht stattgefunden. Es gebe aus der Bevölkerung viele Resolutionen gegen TTIP. Wie habe die Politik darauf reagiert? Man höre davon nichts. Angeschnitten wurden Fragen zum Fracking wie z.B. die bisher nicht in den Blick genommene Änderung des Bundesberggesetzes und die Erlaubnis zu Probebohrungen oberhalb 3000 Meter mit der daraus resultierenden Gefährdung des Trinkwassers. Dazu von Notz: „Fracking wird nie wirtschaftlich, man drückt sich um die Folgen und die Folgekosten.“ Brackmann: „Grundwasser ist geschützt. Das Bergrecht soll im Einvernehmen mit den Wasserbehörden geändert werden. Die Beweislast bei Schäden soll zugunsten Betroffener umgekehrt werden.“

Ann Kathrin Schneider stellte zum Abschluss fest: „Seit 30 Jahren wird schon gefrackt, wie z.B. in Niedersachsen. Wir brauchen keine Probebohrungen. Statt einer Klärung der Frage nach Wirtschaftlichkeit benötigen wir Verhaltensänderungen: Energie sparen, Energie effizienter verwenden, Akzeptanz erneuerbarer Energien. Fracking ist eine Hochrisikotechnologie. Fracking beinhaltet ein zusätzliches bisher wenig benanntes Risiko: Die Haltbarkeit der bis über 3000 Meter Tiefe eingebrachten Rohre ist unbekannt. Was ist, wenn diese mit der Zeit brüchig werden? Wie lange sind sie haltbar? Wer kommt für die Schäden auf?“

 

Ann Kathrin Schneider aus der Bundesgeschäftsstelle beim Impulsvortrag
Auf dem Podium: Ann Kathrin Schneider, Konstantin von Notz, Nina Scheer, Ute Borchers-Seelig, Werner Koopmann und Norbert Brackmann

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25. März: Neue Knickschutzregeln akzeptabler Kompromiss

Der BUND-Landesverband begrüßt die heute von Umweltminister Habeck vorgestellte Neuregelung zum Knickschutz. Aus Sicht des BUND ist aber eine stringente Kontrolle notwendig.

Zukünftig soll der Schutzstreifen (bisher Saumstreifen genannt) von 50 Zentimetern auf Äcker begrenzt werden, Grünland wäre nicht mehr betroffen. Der Beschnitt soll alle drei Jahre erlaubt sein, allerdings nun senkrecht in einem Abstand von einem Meter zum Fuß des Knickswalls. Wird der Schutzstreifen freiwillig auf einen Meter verbreitert, wird dieser angerechnet auf die 5 % ökologischen Vorrangflächen, die Landwirte auf ihren Betriebsflächen schaffen müssen, um die vollen finanziellen EU-Fördermittel zu erhalten.

„Der Vorschlag ist ein akzeptabler Kompromiss. Einerseits wird den betriebswirtschaftlichen Interessen der Landwirtschaft Rechnung getragen, andererseits fällt das gesamtgesellschaftliche Ziel der Erhaltung unserer heimatlichen Natur- und Kulturlandschaft nicht völlig unter den Tisch“, kommentiert Dr. Claudia Bielfeldt, Landesvorsitzende des BUND die neue Regelung. „Besonders das Festhalten am Schutzstreifen und den finanziellen Anreiz, diesen freiwillig auf einen Meter zu erweitern begrüßen wir. Die Verkürzung des Schnittzeitraumes auf drei Jahre ist jedoch nur dann akzeptabel, wenn die zukünftige Praxis zeigt, dass diese Ausnahmeregel, die für Knickgehölze mit starkem Breitenwachstum gelten soll, nicht missbraucht wird “, ergänzt Bielfeldt.

Die geplante Aufnahme der Kompromissregelung in das Landesnaturschutzgesetz wäre aus Sicht des BUND auch Gelegenheit, die bisherigen Ausnahmen beim Biotopschutz für Knicks auf den Prüfstand zu stellen. Zudem haben Stichproben des BUND in der Vergangenheit gezeigt, dass bestehende Regeln immer wieder verletzt werden: „Gesetze und Verordnungen können nur greifen, wenn sie auch kontrolliert und Verstöße konsequent sanktioniert werden. Die Behörden müssen endlich personell und materiell in die Lage versetzt werden, ihren gesetzlichen Auftrag auch erfüllen können“, fordert abschließend Tobias Langguth, Referent für Naturschutz beim BUND- Landesverband Schleswig-Holstein.

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20. März: Jahreshauptversammlung

Dr. Heinz Klöser – Mitglied im Kreisvorstand und Verfasser der Monatsbeobachtungen

Die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe wurde mit dem Vortrag „Klimawandel – wie dynamisch sind unser Konzepte?“ von Dr. Heinz Klöser eingeleitet. Der Vortrag wurde mit großer Zustimmung und viel Beifall aufgenommen.

Im Beisein der Landesvorsitzenden Dr. Claudia Bielfeld berichtete der Vorstand über seine Aktivitäten im abgelaufenen Jahr. Stichworte: Bachtag, Betreuung Pirschbachtal, Naturerlebnistag, Straßenbegleitgrün, Erhabene Bäume, Brücke Rotenhusen, Berlin-Demo „Wir haben es satt!“, Elbe-Auwald in Boizenburg, Grünes Band (Möglichkeit eines größeren Projektes für eine Vernetzung der ELK-Niederung im Bereich des NSG Stecknitz-Delvenau-Niederung), Beverkuhl, Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Delvenau bei Witzeeze für den Niedermoorschutz, Ankauf Beverkuhl und Schütt´sche Wiese, Amphibienpark Schretstaken, Betreuung von Naturschutzgebieten. Die Kassenprüfung ergab eine einwandfreie Kassenführung ohne Beanstandung. Kassenwartin und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Gabi Stein stellte sich nicht wieder zur Wahl in den Kreisvorstand. Hans-Heinrich Stamer gab einen Rückblick auf ihre aktive Mitarbeit im BUND von 1990 bis heute. Gabi wird auch weiterhin das Pirschbachtal betreuen. Die verbliebenen Mitglieder im Vorstand Birgit Binger, Gerhard Boll, Dr. Lutz Fähser, Bernhard Hub, Dr. Heinz Klöser, Anne Christina Remus, Hans Heinrich Stamer und Klaus Tormählen wurden einstimmig wiedergewählt. Als Landesdelegierte fungieren Jürgen Ziemer, Uli Seibt, Gerhard Boll, Gabi Stein, Bernhard Hub, Heinz Klöser und Hans Heinrich Stamer. Ersatzdelegierte sind: Bettina Boll, Heino Röder, Torsten Walther. Als Kassenprüfer wurden Georg Timm und Uli Seibt gewählt.

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13. März: Überraschung am Trafoturm

Waldkauz baut Nest und legt Eier ab

Im letzten Jahr hatte es sich durch Gewölle schon angekündigt: Der Waldkauz hat Interesse an unserer Eulennisthöhle im Trafoturm in Wohltorf. Jetzt hat er dort ein Nest gebaut und zwei Eier abgelegt. Nun hoffen wir, dass auch bald das Brutgeschäft beginnt. Die nächsten Fotos können wir wohl erst machen, wenn die Jungen da sind und die Eltern auf Futtersuche.

Zur Erinnerung: Das Projekt Trafoturm ist in der Rubrik "Projekte" dokumentiert. Innerhalb von drei Jahren haben wir aus dem verlassenen Gebäude einen "Naturturm" mit diversen Angeboten als Wohnung für Tiere wie Fledermäuse, Höhlenbrüter und Insekten gemacht. Neben den Helfern vom BUND haben auch Kindergruppen an der Gestaltung mitgewirkt. Die Eulen sind die ersten sichtbaren Gäste im Turm.
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Das Foto stammt von Heino Röder

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Naturbeobachtungen im März

Es wird Frühling. Und während in den Wäldern frisches Grün aus dem Boden sprießt, liegen die großen Seen still und weit wie schon immer, seitdem die Gletscher der Eiszeit sie geschaffen haben. Doch diese Stille täuscht. Auch in den Seen regt sich der Frühling, auch wenn wir davon nicht viel mehr mitbekommen als, dass das Eis geschmolzen ist.
Zum Bericht

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9. März: Der Elbe fehlt kein Ausbau, sondern das Wasser

BUND-Stellungnahme zu den Elbe-Forderungen der Kammerunion Elbe/Oder

In einer Lobby-Offensive gegenüber Bundes- und Landtagsabgeordneten aus sieben Bundesländern fordert die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) die Herstellung einer ganzjährigen Schiffbarkeit der Elbe mit einer Mindesttiefe von 1,60 Metern, sonst „drohe der Verkehrsinfarkt“. Die Elbe müsse deshalb in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

Dazu erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

Die Kammerunion geht bei ihrer Forderung nach einer ganzjährigen Schiffbarkeit der Elbe mit einer Mindesttiefe von 1,60 Metern von falschen Annahmen aus. Für eine funktionierende Binnenschifffahrt sind verlässliche Mindesttiefen Voraussetzung. Dafür benötigt ein freifließender Fluss wie die Elbe eine Mindestwassermenge. Nach den vorliegenden amtlichen Daten liegt diese Mindestwassermenge in der Elbe nicht mehr vor.

Im Jahre 2014 hatte die Elbe an allen 365 Tagen Niedrigwasser. Der langjährige Mittelwasserstand wurde an keinem Tag erreicht. Die Folge: Der Güterverkehr auf der Elbe, der sich schon 2013 auf einem historischen Tiefststand von 0,8 Millionen Tonnen befand, brach 2014 um weitere 50 Prozent auf 0,4 Millionen Tonnen ein. Das ist weniger als 0,2 Prozent dessen, was auf allen bundesdeutschen Wasserstraßen zusammen transportiert wurde.

Seit 1992 verfolgt das Bundesverkehrsministerium das Ziel, eine Mindestfahrrinnentiefe von 1,60 Metern an 345 Tagen im Jahr zwischen Dresden und Hamburg zu gewährleisten. Jahr für Jahr wurden dafür (mit zweijähriger Unterbrechung von 2002 bis 2004) fünf bis zehn Millionen Euro investiert. Die Gesamtausgaben für die Wasserstraße Elbe beliefen sich auf ca. 40 Millionen Euro pro Jahr.

Für dieses 1,60-Meter-Ziel wurde als Rechengröße ein Bezugswasserstand aus dem Zeitraum von 1973 bis 1986 zugrunde gelegt. Das waren jedoch wasserreichere Jahre. Wenn es deren Abflussmengen aktuell noch gäbe, dann böte die Elbe heute die angestrebte Tiefe von 1,60 Metern. Die mangelhafte Befahrbarkeit der Elbe wird aber keineswegs durch unzureichende Baumaßnahmen der Vergangenheit und Gegenwart, sondern eben durch den Mangel an Wasser verursacht.

Seit 25 Jahren führt die Elbe immer häufiger und länger extreme Niedrigwasser; es fehlt dann inzwischen fast ein halber Meter. Diese fehlenden Wassermengen können weder herbeigebaut noch herbeigebaggert werden, wie das Bundesverkehrsministerium schon mehrfach dargelegt hat. Heute zügige „Sanierungsmaßnahmen“ im Zuge eines Gesamtkonzeptes Elbe für eine ganzjährige Schiffbarkeit einzufordern, geht an der Realität vorbei. Auch wenn eine Mindesttiefe von 1,60 Metern für den Containertransport wünschenswert wäre – sie ist an der freifließenden Elbe unrealistisch geworden.

Tatsächlich kann für die Elbe beim derzeitigen Wasserdargebot nur noch eine Tiefe von 1,20–1,30 Metern an 345 Tagen im Jahr gewährleistet werden, wie schon das Bundesverkehrsministerium bei der Elbekonferenz im März 2013 in Magdeburg öffentlich bekannt gab. Darauf wird man sich einzustellen haben.

Buhnen beliebig zu verlängern und den Fluss damit zu vertiefen, wird der Schifffahrt kaum helfen. Solche Ausbaumaßnahmen würden an vielen Stellen die Probleme der Tiefenerosion im Sandfluss Elbe verschärfen. Diese Tiefenerosion lässt schon jetzt nicht nur die umliegenden Auen austrocknen und gefährdet damit das UNESCO-Welterbe sowie das UNESCO-Biosphärenreservat entlang der Elbe, sie ist auch eine reale Gefahr für die Stabilität der Buhnen und Deckwerke. Hauptaufgabe aller Maßnahmen am Fluss muss deshalb künftig sein, dieser Tiefenerosion entgegenzuwirken. Das hat auch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes erkannt. Diese Herausforderung zu meistern, wird ein Hauptbestandteil des Gesamtkonzeptes Elbe werden müssen.

Ihr Kontakt für Fragen und Mitteilungen
Rückfragen:
BUND-Elbeprojekt:
Dr. Ernst Paul Dörfler, Tel.: 0178 16 17 800
Iris Brunar, Tel.: 0178-163 0204


Hintergrund

Das frühere Ziel,  eine Fahrrinnentiefe von 1,60 Metern zwischen Dresden und Hamburg herzustellen, ist nicht umsetzbar.

Seit den 1990er Jahren ist das Wasserdargebot der Elbe bei Niedrigwasser substanziell zurückgegangen. Durch die Stilllegung von 22 Braunkohletagebauen werden die Grundwässer (Sümpfungswasser) nicht mehr in die Nebenflüsse der Elbe abgepumpt. Das hat entscheidende Auswirkungen auf die Wasserführung der Elbe. Die Niedrigwasserperioden im Strom wurden dadurch länger und die Niedrigwasserstände deutlich ausgeprägter. Die Klimaveränderung begünstigt diese Auswirkungen zusätzlich.

Die Elbe eignet sich nicht als verlässliche und rentable Wasserstraße.

Rund 100 000 Standardcontainer (Twenty-foot Equivalent Unit, TEU) – zwei Prozent aller Container laut KEO – werden zurzeit aus dem Hamburger Hafen per Binnenschiff abgefahren. Doch nur ca. 10 000 davon – also nur 0,2 Prozent aller Container – werden über die Mittelelbe transportiert – trotz finanzieller Unterstützung durch EU-Programme. Das Gros wird im Elberaum per Bahn nach Sachsen und Tschechien befördert, weil die Elbe einen planbaren und damit wirtschaftlichen Transport nicht zulässt.

Die Bedeutung der Elbeschifffahrt ist für die Binnenhäfen marginal.

Aufgrund des extrem wasserarmen Jahres 2014 ist der Umschlag über die Kaikante in den Häfen, die nur über die Elbe erreicht werden können, eingebrochen. Bahn und LKW haben die Transporte übernommen. Die sechs Häfen der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH befördern weniger als zehn Prozent der im Hafengelände umgeschlagenen Güter über den Wasserweg. 
Alle bisherigen Prognosen für den Güterverkehr auf der Elbe wurden fundamental verfehlt.
1992 wurden zwölf Millionen Tonnen Transportgüter auf der Elbe vorhergesagt. Gerade einmal drei Prozent dieser seinerzeit prognostizierten Transportmenge werden trotz der hohen Investitionen für wasserbauliche Eingriffe in den Elbstrom derzeit tatsächlich „erreicht“. Der Trend des Güterverkehrs auf der Elbe ist dabei eindeutig, er weist stetig nach unten. Das ist die logische Reaktion des Binnenschiffsverkehrs und der Transportwirtschaft auf die unzureichenden und im Jahresgang unkalkulierbaren Wassertiefen der Elbe.

Verkehrswachstum? Im Osten Deutschlands soll der Güterverkehr in Zukunft kaum zunehmen oder gar abnehmen.

Ein nur geringes Wachstum der Transportmengen im Osten Deutschlands prognostizierte ein Forschungskonsortium 2014 im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums für das Jahr 2030. In Sachsen-Anhalt soll der Güterverkehr laut dieser Studie sogar abnehmen. Die Vergangenheit bestätigt: Der EU-Beitritt der östlichen Staaten 2004 hat nicht wie angekündigt zu höheren Frachtmengen auf der Elbe geführt. Darüber hinaus sind die Gleisstrecken im Elberaum bis heute nicht ausgelastet.

Ist die Schifffahrt umweltfreundlich?

Wenn für den Transport von Gütern per Schiff ein ganzes Ökosystem und UNESCO-geschütztes länderübergreifendes Biosphärenreservat gefährdet oder gar zerstört wird, ist Schifffahrt keinesfalls „umweltfreundlich“. Zudem ist der Energieverbrauch eines Frachtschiffes bei einer Beladung von ca. 1250 Tonnen vergleichbar mit demjenigen der Bahn, sein Stickoxid- und Feinstaubausstoß ist inzwischen sogar um ein Vielfaches größer als der der Bahn. Die Güterschiffe auf der Elbe haben statt 1.200 Tonnen im Schnitt nur 300 bis 400 Tonnen geladen. Das bedeutet, dass das Binnenschiff auf der Elbe in der Energie- und CO2-Bilanz hinter der Bahn rangiert.

Die Elbe ist der letzte große noch relativ naturnahe Fluss in Deutschland. Hier ist lebendige Flusslandschaft noch erlebbar.

Wir leben in Deutschland in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft, die der Mensch seit Jahrtausenden geprägt hat. In Westdeutschland wurden nahezu alle Flüsse durchgehend kanalisiert und gestaut. Für den Ausbau der Elbe gab es seinerzeit in der DDR aber kein Geld. Zum Glück: Die Elbe ist ein Geschenk der Wiedervereinigung, es ist eines der wertvollsten Stücke des „Tafelsilbers der Deutschen Einheit“. Die Elbe schenkt uns eine Flusslandschaft, wie wir sie im Westen unserer Republik längst nicht mehr finden.

Es gibt eine Alternative für den Binnenschiffsverkehr zwischen Hamburg und Magdeburg.

Der Elbeseitenkanal bietet Binnenschiffen ganzjährig eine amtliche Tauchtiefe von 2,5 Metern. Das entspricht einer Fahrrinnentiefe von 4,0 Metern und ermöglicht ganzjährig den Verkehr mit voller Beladung. Diese Alternative wird von der Binnenschifffahrt zunehmend angenommen. Mit 11 Mio. Gütertonnen erreichte der Kanal im Jahr 2014 eine Rekordmarke und ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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9. Februar: Arbeiten für den "BIBERPARK"

Die Entwicklung eines BIBERPARKs am GRÜNEN BAND in der Gemarkung Witzeeze kommt gut voran. Nach dem Kauf des 4,74 Hektar großen Teich- und Jungurwald-Grundstücks BEVERKUHL im Oktober 2013 konnten wir im Dezember 2014 zusätzlich eine 1,52 Hektar große Feuchtwiese direkt im GRÜNEN BAND an der Delvenau für 11.677,40 Euro aus Mitteln eines Legates kaufen. Hier wollen wir eine Biotopentwicklung speziell für den Biber initiieren. Zusammen mit dem Sportfischereiverein Büchen (SFVB) und anderen Grundeigentümern soll in dem gesamten Gebiet ein BIBERPARK erwachsen, in dem der seit 1860 ausgestorbene Biber im Binnenland von Schleswig-Holstein erstmalig wieder heimisch wird. Zwischen zwei unserer Teiche in der Beverkuhl hat der Biber immer wieder mal Material für einen Bau angehäuft. Wir sind gespannt, ob der Biber schon in diesem Jahr eine Familie gründen wird.
Siehe auch unter "Aktuelles" am linken Rand

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Naturbeobachtungen im Februar

Der Winter – ob mit Schnee und frostigem Sonnenschein oder mit grauem Schmuddelwetter – er zieht sich hin, und manch einer wünscht sich, dass die Knospen der Bäume wieder aufbrächen, um das Land wieder in ein grünes Blätterleid zu hüllen. Bis es soweit ist, kann man sich allerdings auch die Zeit damit vertreiben, sich die Knospen selbst einmal anzusehen.  In den Knospen ist bereits alles angelegt, was im Frühjahr als frische Blätter, Blüten und Zweige hervor wächst, schützend eingehüllt in harte, holzige Schuppen, die nichts als umgewandelte Blätter sind. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, Knospen sehen nicht alle gleich aus, und man kann mit ihnen und einigen Merkmalen der Rinden durchaus die Baumarten genauso gut bestimmen wie mit sommerllichen Blättern, Blüten und Früchten.
Zum Bericht

Knospen der Rotbuche

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23. Januar: Erfolg an der Elbe

Wie wir gerade von den Mecklenburger Kollegen erfahren, hat Minister Backhaus die Abholzung des Auwaldes bei Boizenburg zurückgestellt. Dies geschah nach einer dritten Eingabe von uns. Die Zurückstellung ist ein wichtiger Etappensieg. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Im Moment freuen sich die am Widerstand beteiligten jedenfalls erstmal. Die Originalmeldung aus dem Ministerium:

Holzungsmaßnahmen an der Elbe werden verschoben
An der Auwaldfläche an der Sudemündung bei Boizenburg sollte ursprünglich in diesem Frühjahr eine Aufastung vorgenommen werden. Diese Maßnahme soll nun Ende des Jahres nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens durchgeführt werden, von einer Dringlichkeit damit abgesehen.

Das Hochwasser vom Mai/Juni 2013 hat in Mecklenburg-Vorpommern zu neuen Rekordwasserständen geführt. Üblicherweise werden die Deiche so bemessen, dass dieser Abstand zwischen Pegel (Bemessungswasserstand) und Deichkrone noch 1 m beträgt. Im Bereich des Hafens Boizenburg lag der gemessene Höchstwasserstand bei 7,32 m am Pegel. Das sind 52 cm über dem für die Deiche angesetzten Bemessungswasserstand.Die Gesamtschadenssumme im Elbegebiet betrug rund 5,2 Mrd. Euro. Mecklenburg-Vorpommern hat daran einen Anteil von rund 8 Mio. Euro.

Als eine Ursache der steigenden Wasserstände bei Hochwasser an der Elbe wurde der ständig zunehmende Bewuchs im Deichvorland identifiziert. Ein seinerzeit durch die Bezirksregierung Lüneburg in Auftrag gegebene Gutachten bezifferte den Anteil des Bewuchses an den gestiegenen Wasserständen mit bis zu 45 cm für die Region Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Daraufhin wurden gemeinsam mit dem Land Niedersachsen Maßnahmen identifiziert, die zu dieser Abflussverbesserung beitragen können. Dazu gehören Abholzungsmaßnahmen sowie die Herstellung von Flutrinnen. Insgesamt sollen in Niedersachen 5 Maßnahmen und in Mecklenburg-Vorpommern eine Maßnahme den gewünschten Effekt einer Reduktion des Wasserstandes im Hochwasserfall zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund fand im Dezember 2014 in Schwerin ein Erörterungstermin zu einem Genehmigungsverfahren zur Waldumwandlung von 5,6 ha im Bereich der Mündung der Sude in die Elbe. Im Zuge der Anhörung der Umweltverbände wurden Bedenken geäußert, aufgrund derer weitere Untersuchungen, insbesondere zum Strömungsverhalten der Elbe, eingeleitet wurden.

„Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Dringlichkeit der Maßnahme mit der Rechtfertigung zur Anordnung des Sofortvollzugs nicht begründet werden kann. Wir sind damit auf die Argumente der Umweltverbände eingegangen und wollen das Verfahren nun in aller Ruhe und Transparenz bis zum Ende durchlaufen“, so Umweltminister Dr. Till Backhaus heute in Schwerin. Mit den Holzungsmaßnahmen an der Sudemündung werden nach jetzigen Erkenntnissen eine Absenkung des Wasserspiegels um bis zu 3 cm erreicht und die Erhöhung der Fließgeschwindigkeit von 0,03 bis 0,05 m/s zur Verhinderung von Ablagerungen auf der Maßnahmenfläche erreicht. Diese Einzelmaßnahme rechtfertigt nach neuer Einschätzung jedoch keine Dringlichkeit zum sofortigen Vollzug. „Dieses Ergebnis zeigt, dass die Verwaltung Bedenken von Dritten, insbesondere der Naturschutzverbände ernst nimmt und fachlich überprüft. Nichtsdestotrotz bin ich der Auffassung, dass im Zusammenspiel aller Maßnahmen das Gehölzmanagement einen wesentlichen Teil zu mehr Schutz für Leib und Leben an der Elbe bei Hochwasser beitragen kann“, unterstrich der Minister.
(Siehe auch die Pressemeldung vom 28. Oktober 2014 weiter unten)

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Naturbeobachtungen im Januar

Die Tage sind kurz, und schwere Regenwolken machen die Tage noch dunkler . Es ist ganz natürlich, dass man sich jetzt nach warmen, hellen Sommerzeiten sehnt, nach bunten Blumen und grünen Bäumen. Was haben wir stattdessen? Viel Regen, kein Frost, kein Schnee – und auch kein Grün, jedenfalls nicht so richtig viel, wenn man mal von finsteren Fichtenforsten absieht. Immergrüne Gehölze sind bei uns besonders wenig vertreten und beschränken sich auf Stechpalme (Bild) und Efeu. Früher auch mal Eiben, aber die sind schon lange im Lauenburgischen ausgestorben, als wild wachsende Bäume jedenfalls. In den Gärten hingegen werden sie häufig angepflanzt, wie auch viele andere immergrüne Busch- und Baumarten, im Bemühen, dem Winter eben doch ein wenig Grün abzutrotzen.
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Monatsbeobachtungen im Dezember

Und wieder kommt die Zeit, in der jede durchziehende Wetterfront unweigerlich die Hoffnung auf den ersten Winterschnee aufkommen lässt und doch meist nur ungemütliches Schmuddelwetter bringt. Dem entsprechend wünschen sich viele unserer Zeitgenossen jetzt möglich weit weg, in den warmen, sonnigen Süden mediterraner Gefilde. Mal abgesehen davon, dass es jetzt auch am Mittelmeer in Strömen regnet, hat auch das Leben in jenen Breiten immer schon so seine Härten gehabt. Wir reden ja heute noch davon, dass etwas spartanisch ist, wenn wir besonders grausame Lebensumstände beschreiben wollen. Und das alte Sparta lag im Süden Griechenlands.
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Monatsbeobachtungen im November

Mit jedem Sturm wehen mehr Blätter aus den Bäumen heraus, und die Kronen werden kahl. Die Büsche und Sträucher auch. Während sensiblere Gemüter in Trübnis verfallen, kommen für die Neugierigen jedoch auch Dinge zum Vorschein, die man zwar schon im Sommer hätte beachten können, die aber zwischen all dem Grün und Blumenbunt nicht auffielen. Jetzt aber, wo alles grau und welk wird, fallen auf Steinen und Baumrinden Flecken in’s Auge, die nähere Betrachtung verdienen. Oft sind es nur flache, weißliche oder graue Krusten, mitunter aber auch recht farbenfrohe Erscheinungen und manchmal von geradezu bizarrer Gestalt: die Flechten.
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28. Oktober: Auwaldabholzung bei Boizenburg gefährdet Lauenburg

BUND kritisiert geplante Hochwasserschutzmaßnahme in M-V

Der BUND in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sieht durch die geplante Auwaldabholzung vor Boizenburg mehr Hochwassergefahren für die Unterlieger wie zum Beispiel die Stadt Lauenburg.

In einem zwischen den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen abgestimmten Verfahren sollen an verschiedenen Stellen Auwälder im Deichvorland der Elbe gerodet werden, weil sie angeblich zu einem Aufstau von zu erwartenden Hochwassern führen. Bei Boizenburg ist dabei in den nächsten Monaten ein sogenanntes Pilotverfahren an der Einmündung von Sude und Boize in die Elbe geplant. Ein Weißweidenauwald von 5,6 ha Ausdehnung soll dort abgeholzt werden.

„Die geplante Vernichtung von Auwäldern – im amtlichen Sprachgebrauch euphemistisch verharmlosend als „Waldumwandlung“ bezeichnet – ist dem angestrebten Ziel eines verbesserten Hochwasserschutzes tatsächlich kaum dienlich. Auwälder haben bei Hochwasserereignissen unzweifelhaft eine hochwertige Schutzfunktion. Sie dämpfen den Wellenschlag und verhindern, dass die reißende Strömung des angeschwollenen Flusses bis an die gefährdeten Flussdeiche heranreicht und vermindern so die Erosion. Bei winterlichem Eisgang fangen sie die Eisschollen vor den Flussdeichen ab. Schon aus diesen Gründen sollte man sich hüten, Auwälder voreilig zu opfern.“ sagt Corinna Cwielag Landesgeschäftsführerin im BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Die Auwälder als seltener Lebensraum und Heimat vieler bedrohter Arten stehen zudem grundsätzlich unter Schutz und die betroffenen Flächen sind überdies als Naturschutzgebiete und / oder als Schutzgebiete der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH-Gebiete) ausgewiesen. Doch das hilft ihnen nichts. Denn die Begründung, dass die Abholzung dem Schutz der Menschen dienen soll, hat Priorität. Richtig sei allerdings, dass Auwälder auch den Abfluss des Hochwassers verzögern, das dann tatsächlich in Folge höher aufläuft, so der BUND.

„Wasser hat nur die Möglichkeit, in die Höhe oder in die Fläche zu gehen. Und genau hier liegt das Problem: Seit Jahrhunderten wurde der Flutraum der Flüsse durch immer weitergehende Eindeichungen so weit eingeengt, dass die gegenwärtige prekäre Lage entstanden ist. Schon seit Jahren wird beschworen, dass in der Suche um verbesserte Hochwassersicherheit das Mittel der Wahl die neuerliche Ausweitung des Flutraums ist.

Die Ausweisung geeigneter Flächen dafür geht aber schleppend oder gar nicht voran. Wenn man jetzt glaubt, das Wasser lieber schneller abzuführen, werden die Zeche dafür jedes Mal die Unterlieger zahlen, die so tief am Meeresniveau liegen, dass ein weiteres Abführen der Wassermassen nicht mehr möglich ist.“ sagt Dr. Heinz Klöser, Naturschutzexperte beim BUND.

Die Stadt Lauenburg an der Elbe, die bereits schlechte Erfahrungen mit Hochwasser gemacht hat, wird sehr wohl an den Folgen eben dieser Planungen zu leiden haben, so der BUND. Als eine in Schleswig-Holstein gelegene und damit an den niedersächsischmecklenburgischen Planungen nicht beteiligte Gemeinde kann sie sich kaum gegen die Pläne wehren.

„Aus lauenburgischer Sicht ist die Rückhaltung des Hochwassers durch die bedrohten Auwälder eine ausgesprochen positive Wirkung, fernab aller ökologischer Betrachtungen, die den Naturschutz bewegen. Und dies gilt sicher auch für andere Gemeinden, denen ihrerseits das Flutwasser von oben zugeleitet wird. Da rächt sich nur zu spürbar das sträfliche Zögern unserer Politiker und Behörden vor sinnvolleren Vorgehensweisen. Offenbar sehen sich die verantwortlichen Politiker genötigt, Aktivismus zu zeigen, auch wenn der Sinn der jetzt vorgesehenen Maßnahmen, die noch in diesem Herbst begonnen werden sollen, mehr als zweifelhaft ist. Dass dabei unsere wertvollen Auwälder leichtfertig vernichtet werden, ohne dass eine für die Gesamtheit der betroffenen Bürger postulierte Schutzwirkung zu erkennen ist, ist nicht nur für Naturschützer ein Skandal.“ sagt Dr. Heinz Klöser, Naturschutzexperte beim BUND.

Das Foto zeigt die Elbaue bei Boizenburg - in der Bildmitte der durch Abholzung bedrohte Auwald (Foto: BUND)
Für Rückfragen: Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin BUND Mecklenburg-
Vorpommern: T.: 0385 521339-12

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12. Oktober: 50 Jahre NABU Geesthacht

Der Bund gratuliert

Nach der Gründung der Ortsgruppe Geesthacht, damals noch Deutscher Bund für Vogelschutz, ist der NABU Geesthacht mit jetzt über 800 Mitgliedern einer der erfolgreichsten Verbände im Kreis. Möglich ist dies mit einem hingebungsvollen und umtriebigen Vorstand und den vielen aktiven Mitstreitern geworden, die sich unermüdlich für Naturschutzbelange eingesetzt haben.

Die Kreisgruppe des BUND gratuliert recht herzlich.

Unser Geschäftsführer Bernhard Hub übergibt als Anerkennung das Buch vom Grünen Band, das auch eine Erfolgsgeschichte des BUND Deutschland widerspiegelt. Links der jetzige Vorsitzende, Wolfgang Staudte, in der Mitte Friedhelm Ringe, sein Vorgänger.

In seinem Festvortrag konnte sich Prof. Dr. Hartmut Grassl nicht ersparen, auf den wohl stärksten Widersacher des Naturschutzes zu verweisen: "Die Landwirtschaft zerstört fast alles." So wie die Landwirtschaft betrieben werde, mache es keinen Sinn, neue Naturschutzgebiete auszuweisen, war seine eher resignative Feststellung. Deshalb sei es äußerst wichtig, die organische Landwirtschaft zu fördern und zu belohnen.

Zentraler Punkt im Vortrag des Klimaforschers war aber die Erderwärmung. Wir erleben ein dramatisches Abschmelzen der Gletscher. So sei z.B. der Gletscher am Hausberg nahe seines Elternhauses bei Ramsau völlig verschwunden. Das Problem des Klimawandels sei aber nicht dieser an sich, denn in der Erdgeschichte habe es mehrere davon gegeben. Das Schwierige für die Umwelt sei die Geschwindigkeit. "Für das, was wir in einem Jahrhundert verändern, hat die Natur sonst Zehntausend Jahre gebraucht." Bis jetzt sei die Erhöhung des Meeresspiegels mit wissenschaftlichen Methoden über Satelliten definitiv mit 3,2 mm gemessen worden. Wenn sich aber die Erdtemperatur, Wasser eingeschlossen, um ein Grad erhöht, muss mit einem Anstieg von 20 Metern gerechnet werden. Viele Tiere und Pflanzen kommen mit dem Tempo der Verschiebung der klimatischen Zonen nicht mit. Sie verschwinden einfach. Ansonsten gebe es auch Gewinner: "Den Wäldern gefällt die CO2-Dusche."

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Monatsbeobachtungen im Oktober – Hirsche

Kennt eigentlich noch jemand den „röhrenden Hirsch am Bergsee“, der früher in fast jedem Schlafzimmer hing? Nun, sowohl aus Schlafzimmern als auch von richtigen Bergseen sind Rothirsche inzwischen weitgehend verbannt, gilt doch im überwiegenden Teil der mittel- und süddeutschen Gebirgsräume ein Abschussgebot, da der König unserer Wälder, wie er ja besonders gerne in Natursendungen aus Bayern genannt wird, dort wegen seiner Verbissschäden bei den Förstern nicht wohlgelitten ist. Und so kommt es, dass die besten Rotwildbestände Deutschland im Nordosten des Landes zu finden sind, in Mecklenburg-Vorpommern und bei uns im Lauenburgischen.
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25. September: Erhabene Bäume sind gekennzeichnet

Die ersten drei der zwölf von unserer ehrenamtlichen Jury als erhabene Bäume gekennzeichneten Naturdenkmäler haben jetzt ihre Beschilderung erhalten. Bei einigen Fototerminen haben wir die Auszeichnung im Beisein der Presse dokumentiert.

Initiatorin Kornelia Mrowitzky mit Pate Stefan Kratzenberg und Bürgermeister Uwe Riewesell am Rumpf der Buche beim Louisenhof
Die Herren Vater (Pate), Tobola (Direktor des Augustinums) und Gülzow (Tischler in Ziethen, hinten) mit Kornelia Mrowitzky vor der erhabenen Eiche am Möllner Augustinum

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7. September: Erhabener Baum Doppellinde an der Grander Mühle

Im Jahr 2013 hat die Kreisgruppe des BUND zwölf „Erhabenen Bäumen im Kreis Herzogtum Lauenburg“ ausgewählt. Ein erhabener Baum ist die über 500 Jahre alte Zwillingslinde am Europawanderweg an der Grander Mühle in Kuddewörde. Der mächtige, ca. 35 m hohe Veteran ist Heimstatt zahlreicher Vogelarten: Star, Kleiber, Buchfink. Im Jahr 2014 hatte sich im Frühjahr ein Gänsesägerpaar eine in 8 m Höhe vorhandene Asthöhle als Brutplatz ausgewählt. Nun Anfang September ist ein Waldkautz Gast in der Höhle. Wir sind gespannt, wer sich im kommenden Frühjahr diese komfortable Nisthöhle sichern wird.
   
Der Gänsesäger (Mergus merganser) ist der größte Vertreter der Gattung der Säger aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Das Verbreitungsgebiet ist holarktisch und umfasst weite Teile des nördlichen Eurasiens sowie Nordamerikas. Es werden drei Unterarten unterschieden.
In Mitteleuropa ist der Gänsesäger ein verbreiteter, aber nur wenig häufiger Brut- und Jahresvogel. Im Winterhalbjahr ist die Art in Mitteleuropa als Durchzügler und Wintergast häufiger zu beobachten. Am IJsselmeer (NL) überwintern bis zu 20.000 Individuen und an den großen binnenländischen Seen sind gelegentlich Trupps zu beobachten, die mehrere hundert Gänsesäger umfassen.
  
Der Waldkauz ist unsere häufigste einheimische Eule. Er ist Dämmerungs- und Nachtaktiv und kommt in lichten Wäldern, Gehölzen, Parks mit ausreichendem Höhlenangebot und auch in Städten vor. Tagsüber ruht der Waldkauz gut getarnt in einem Versteck. Mit etwas Glück kann man sie auch am Tag ausmachen. In der Dämmerung und nachts geht er auf Jagd nach: Kleinsäugern, Kleinvögeln und Amphibien. Als Höhlenbrüter bevorzugt der Waldkauz natürliche Baumhöhlen, Felshöhlen, aber auch Mauerlöcher und geeignete Nistkasten werden angenommen.
Hans-Heinrich Stamer

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4. September: Wie gefährlich ist Glyphosat?

Viel gespritzt und hoch umstritten

Risiken beim Einsatz von RoundUp und Glyphosat

Heike Moldenhauer, Referentin für Landwirtschaft aus der Bundesgeschäftsstelle des BUND in Berlin, referierte im Möllner Uhlenkolk.

Roundup wird vielfach in der Landwirtschaft eingesetzt, um die Reife von Früchten wie Weizen und Kartoffeln zu vereinheitlichen und die Ernte zu erleichtern. Vielerorts werden aber auch Flächen einfach nur „abgespritzt“, um sie besser mit landwirtschaftlichem Gerät bearbeiten zu können. Das Herbizid darf in Schleswig-Holstein nur in der landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstwirtschaftlichen Praxis verwendet werden. Auf Wegen, Terrassen, Höfen, Böschungen und Knicks ist es verboten.

Wie Heike Moldenhauer berichtete, wirkt Glyphosat als Enzymblocker für die Protheinsynthese bei Pflanzen und Mikroorganismen. Es ist aber auch gesundheitsschädlich, indem es die Embryonalentwicklung stört und im Verdacht steht, krebsfördernd zu sein. In der Umwelt reduzieren Totalherbizide die Artenvielfalt und töten Amphibien, Insekten wie auch Spinnen. Auch dringt Glyphosat ins Grundwasser und ist dort vielfach in überhöhten Dosen nachgewiesen worden.

In Deutschland werden 40 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen mit Roundup behandelt, das sind 4,3 Millionen Hektar. Insgesamt sind 92 glyphosathaltige Produkte zugelassen. Besonders problembehaftet sind Lebensmittelimporte aus Süd- und Mittelamerika, wo Glyphosat in viel größeren Mengen gespritzt wird. Allerdings werden auch bei uns nach dem Auffinden von zu hohen Belastungen in Proben die Grenzwerte einfach hochgesetzt.

Der BUND hatte in 2013 in einer eigenen in Auftrag gegebenen Expertise festgestellt, dass im menschlichen Urin verbreitet Glyphosat enthalten ist. Andere Untersuchungen haben das Mittel in der Muttermilch entdeckt.

Was können die Bürger vorbeugend gegen eine mögliche Schädigung tun? Heike Moldenhauer empfahl den Verzehr von Bioprodukten. Ferner könne man sich im Wohnort für eine pestizidfreie Kommune einsetzen und einen entsprechende Aufruf an den Bundes-Landwirtschaftsminister unterzeichnen. Die politischen Initiativen zu einem Teilverbot hätten bisher nicht gefruchtet, so die Referentin. Vielfach gelte EU-Recht, und dort hätten Konzerne wie der „Erfinder“ Monsanto durch industriefinanzierte Studien den entscheidenden Einfluss.

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Naturbeobachtungen im September – die Rotbuche

Jedes Jahr dasselbe Schauspiel: Während wir uns noch Gedanken über warme Sommertage machen, bereitet sich die Natur auf den kommenden Winter vor. Die Wälder wechseln ihre Farbe vom sommerlichen Grün zu einem mehr oder minder leuchtenden Gelb. Die intensivste Laubfärbung dürfen wir dabei wohl von der Rotbuche erwarten. Die Rotbuche ist ein besonderer Baum unter unseren Holzarten. Nicht nur, dass sie unsere Wälder in einem Maße dominiert, dass manchmal kaum eine andere Baumart zu finden ist – sie hat auch eine besondere Geschichte, die sie von den anderen Arten unterscheidet.
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Naturbeobachtungen im August – Trockenrasen

Es ist Hochsommer, und damit kommt auch die hohe Zeit der Heiden, deren spektakuläre Blüte jetzt beginnt. Von Dichtern besungen, schlägt sie uns heute noch jedes Jahr auf’s Neue in ihren Bann. Wir haben jedoch auch noch andere offene Landstriche, die nicht minder blumengeschmückt sind und sogar noch stärker als die Heiden mit seltenen Arten aufwarten und doch weit weniger Aufmerksamkeit genießen, nämlich die Trockenrasen. Mit den Heiden haben sie gemein, dass es sich um dürre, magere Weidelandschaften handelt, die nur einen zwergenhaften Pflanzenwuchs erlauben. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon fast.
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Aktuell: Jakobskreuzkraut – ist die Hysterie berechtigt?

In seiner neuen Monatsbeobachtung relativiert Dr. Heinz Klöser die vielfach in den Medien dargestellte Hatz gegen diese Pflanze. Hier ein Auszug:

Das Jakobskreuzkraut kennt inzwischen wohl jeder, und sei es nur, weil er Andere darüber hat klagen hören. Was hat es aber wirklich mit diesem Kraut auf sich? Zunächst einmal ist es eine einheimische Art, die auf den Trockenrasen zu Hause ist, und keinesfalls ein invasiver Exot, wie inzwischen gerne mal behauptet wird. Während aber die meisten anderen Trockenrasenpflanzen kleinwüchsig sind, ist das Jakobskreuzkraut recht stattlich. Wie alle stattlichen Gewächse benötigt auch das Jakobskreuzkraut deutlich mehr Nährstoffe als die zwergwüchsigen, genügsamen Arten. Und Nährstoffe gibt es ja inzwischen im Übermaß in unserer Landschaft, nicht nur auf den Äckern, sondern auch in Heiden, Mooren und Trockenrasen, wohin sie mit Güllenebel oder Düngerstaub vom Wind verdriftet werden. Dadurch konnte sich nun das Jakobskreuzkraut, ursprünglich ein eher selteneres Kraut, massenhaft ausbreiten und riesige Bestände bilden. Das sieht zur Blütezeit durchaus sehr schön aus. Wo also ist das Problem?

Das Problem ist, dass eine so kräftige Pflanze in so üppigen Beständen leicht die schwachwüchsigere Nachbarschaft verdrängen und damit die ohnehin anhaltenden Artenverluste anheizen kann.  Nur ist es eben leider so, dass irgendwelche Bekämpfungsmaßnahmen auch immer die bedrohte Nachbarschaft in Mitleidenschaft ziehen. Ohnehin ist ja nicht das Jakobskreuzkraut – wie so viele andere übel beleumundete Gewächse auch  – der eigentliche Bösewicht, sondern eine bedenkenlose agierende Agrarindustrie, die viele althergebrachte Gleichgewichte in’s Rutschen gebracht hat, und die keiner unserer hohen Herren in die Schranken weisen mag. Allerdings erzürnen sich die Gemüter weniger wegen solcher naturschutzrelevanter Zusammenhänge, sondern weil das Jakobskreuzkraut giftig ist und vor allem Pferden schlecht bekommt. Frisch auf der Weide ist das kein Problem, weil das Kraut auch stark duftet und Pferde es dann erkennen und meiden können. Aber im Heu verliert es seinen Duft, wird mitgefressen, und dann sterben die Pferde. Natürlich könnte man Rauhheu für Pferde viel besser auf Feuchtwiesen gewinnen, wo das Jakobskreuzkraut gar nicht vorkommt. Dazu hätte man solche Feuchtwiesen aber in ausreichender Menge erhalten müssen und nicht bis auf verschwindende Reste umbrechen.

Siehe auch den Monatsbericht August

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Naturbeobachtungen im Juli – Amazonas des Nordens

Da leben wir nun in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt (um nicht gleich überbevölkert zu sagen), und da zeigt das Fernsehen einen Film mit dem Titel „Der Amazonas des Nordens“. Das ist schon eine ganze Weile her, aber der Titel wird seitdem gerne kolportiert, nur fragt man sich, wo denn bitte bei uns irgendeine Landschaft sein sollte, die einen solchen Vergleich verdient hätte. Die Elbe vielleicht mit ihren zum Teil noch ansehnlichen Auen? Nein, die Rede ist von der Wakenitz, dem Grenzfluss zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg. An der Größe kann es wahrlich nicht liegen, doch wenn man sich der Strömung anvertraut und dem Flusslauf folgt, erschließen sich Bilder, die tatsächlich eine Ahnung wilder Sümpfe und ungezähmter Wassermassen aufkommen lassen.
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Naturbeobachtungen im Juni – Die Unsichtbaren

Die Welt ist nun sommerlich grün durch Myriaden frischer Blätter, die sich an Büschen und Bäumen entfaltet haben. Kaum haben sie das getan, werden sie auch schon wieder vertilgt. Mal abgesehen davon, dass wir uns auch selber aus jungen Buchen-, Linden- und Ahornblättern einen Salat machen können, sind es vor allem kleinere Konsumenten, die sich an dem üppigen Laub laben, und darunter wiederum hauptsächlich Insekten und ihre Larven (Bild: Pappelblattwespe). Nun ist ja allgemein bekannt, dass hinter all diesen zarten, saftigen, weichen, wehrlosen Raupen und Maden gerade jetzt die ganze Vogelschar her ist (Bild 2: Mittelspecht), und so steht bei vielen Insekten die Strategie des Tarnen-Täuschen-und-Verkrümelns hoch im Kurs. Dazu muss man sich allerdings schon etwas einfallen lassen, wenn das ersehnte Grün in luftiger und damit ziemlich exponierter Höhe hängt.
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25 Jahre Grünes Band

Das Grüne Band ist im Lauenburgischen wohl jedem BUND-Mitglied ein Begriff. Seit 1989 engagiert sich der BUND auf vielfältige Weise dafür, dass uns diese wertvollen naturnahen Landschaften erhalten bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein engagieren sich Aktive des BUND mit Flächenkauf und Management, Fach- und Öffentlichkeitsarbeit zu bedrohten Schutzgebieten entlang der Stecknitz und Delvenau, der Wakenitz und der Trave und sowie entlang der Ostseeküste für das Grüne Band. Dass das Engagement des BUND im Grünen Band seit 25 Jahren ununterbrochen und erfolgreich anhält, ist sicher ein Grund zur Feier. Aus diesem Grund haben am 25. April der BUND-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der Kreisgruppe Lübeck und uns, der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg, eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Untertrave organisiert (Foto), zu der auch BUND kommunale und regionale Vertreter aus Politik und Verwaltung, den Medien sowie des amtlichen und privaten Naturschutzes eingeladen wurden, um den in besonderen Maße von Wasser geprägten Nordabschnitt des Grünen Bandes vorzustellen.
Zum kompletten Bericht und weiteren Bildern

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8. April: Kleine Sensation im Trafoturm

Unsere für den Waldkauz gedachte Höhle im Wohltorfer Trafoturm lieferte uns diese Tage eine Überraschung: Viele neue Gewölle, die zu groß waren für den Waldkauz. Doch wer konnte unser Gast gewesen sein? Wir schickten die Gewölle zu dem Säugetierexperten Peter Borkenhagen (wegen der Fraßreste im Gewölle) und erhielten folgende Antwort: "Es sind Schleiereulengewölle. Sie enthielten: 39 Waldspitzmäuse, 8 Zwergspitzmäuse, 2 Zwergmäuse, 1 Gelbhalsmaus, 1 Apodemus spec. (japanische Feldmaus) und 1 Rötelmaus."

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6. April: Frühlingswanderung in Segrahn

Die Wanderung am Segraner Berg führte auch zu der riesigen Kiesabbaumulde. Zitat aus der Promotionsarbeit von Dr. Carl-Heinz Schulz: "Beim Segrahner Berg handelt es sich um eine glazifluviatile Ablagerung aus Sand und Kies der Saale-Eiszeit im gestauchten Zustand. Seine Bedeutung erhält er als Nunatak (vom Eis umflossen) und somit erdgeschichtlich wichtiges Dokument. Er wird allerdings seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Kieswerk ausgebeutet. Sammler von Versteinerungen schätzen ihn."

Barbara Denker führte die Besucher durch die Fichtenkulturen vorbei an einzelnen Buchenmonumenten zur Kiesabbaumulde (Fotos: Heino Röder)

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4. April: Bericht Jahreshauptversammlung

Den inhaltlichen Beitrag zur diesjährigen Jahreshauptversammlung gab Birte Pankau aus der Landesgeschäftsstelle (Foto) mit ihrem Vortrag über das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde". Kern ihrer Ausführungen: Das Verhältnis der Artenvielfalt zwischen Land und Stadt hat sich in den letzten Jahren zugunsten der dichter besiedelten Gebiete verändert. Der urbane Raum sei Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geworden. Die Gründe lägen u.a. in einer gewachsenen Strukturvielfalt und in nährstoffärmeren Böden. Zudem seien die Städte wärmer, es gebe ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot und ein jagdlicher Druck sei kaum vorhanden. Während sich Siedlungen immer weiter ausbreiteten und den Naturraum verkleinern, wachsen Biotopnischen in den Städten. Auf der anderen Seite beschneiden die Ortschaften durch Versiegelungen und Lückenbebauung auch immer mehr die Freiräume für tierisches und pflanzliches Leben.

Das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde" soll helfen, europäische Biodiversitätsziele auch in Schleswig-Holstein umzusetzen und mehr natürliche Lebensqualität für die Bürger bereitzustellen. Dazu bietet der BUND  Beratung und Hilfestellung bei Maßnahmen. Darunter fallen Informaterialien und Seminare sowie die Entwicklung von Biotopverbundsystemen, die Neuanlage von Biotopen z.B. auf Verkehrsinseln und das Einwirken auf die Bauleitplanung im Sinne der Berücksichtigung von Belangen der Naturvielfalt. Angesprochen werden auch Kinder z.B. bei Projekten wie Wildbienenschutz und der Betreuung von gärtnerischen Anlagen in der Ortschaft.

Im formalen Teil folgten die Berichte des Vorstands. Die Kreisgruppe hat auch im letzten Jahr an der Gestaltung der Liegenschaften in Schretstaken, Witzeeze und im Pirschbachtal gearbeitet. Weitere Arbeitstitel sind das Grüne Band, die Begleitung der Umgestaltung der Lohe, die arbeitsintensiven Stellungnahmen bei der Bauleitplanung, die Mitwirkung bei Projekten auf Landesebene, die Betreuung von inzwischen drei Naturschutzgebieten, diverse Amphibienschutzmaßnahmen sowie die vielen Wanderungen, Radtouren und Vorträge. Der Stopp der Pläne zum Kiesabbau in Grande mit der Bedrohung des Billetals wurde unter maßgeblicher Beteiligung des BUND erreicht. Auch in diesem Jahr hat sich die Kreisgruppe um einen Stopp bei der Beseitigung von Baumgruppen an Straßenrändern bemüht. Zusammen mit der neuen Regierung könnte es hier erstmals Erfolge geben. Der Schwerpunkt der Anti-Atomkraft-Aktivitäten liegt aktuell bei der Auseinandersetzung um die Zwischenlagerung schwach- und hochradioaktiver Abfälle in Brunsbüttel und Geesthacht. Sollte eine Einlagerung in Brunsbüttel gerichtlich verhindert werden, müsse mit einer zusätzlichen Belastung in Krümmel gerechnet werden. Die Versammlung beschließt, die Klage gegen das Zwischenlager Brunsbüttel finanziell zu unterstützen.

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12. Februar: Naturschutzgebiet Lanken – BUND erhält Betreuung

Das Landesamt für Umwelt (LLUR) hat in der letzten Woche die Betreuung für das im Kreis Herzogtum Lauenburg liegende Naturschutzgebiet „Lanken“ auf den BUND übertragen. Als Betreuer vor Ort werden Bernhard Hub und Dr. Heinz Klöser zuständig sein. Beide sind bereits seit mehreren Jahren in der BUND Ortsgruppe Ratzeburg aktiv.

Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es, die Entwicklungen im Schutzgebiet zu dokumentieren, den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen, diese ggf. nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde auszuführen und die Öffentlichkeit über das Schutzgebiet zu informieren.
Zur Pressemeldung

Bei der Übergabe der Betreuungsunterlagen: Hans-Jörg Lüth (vom Landesvorstand des BUND), Bodo Koch (Untere Naturschutzbehörde), Edelgard Helm, Andrea Kühl und Dr. Thomas Holzhüter (alle LLUR)

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5. Januar: Dem Biber auf der Spur

Inzwischen sind sie keine Sensation mehr, die Spuren der Biber. Der BUND ist auf Grund einer Schenkung seit einigen Wochen im Besitz der Beverkuhle bei Büchen, ein Feuchtbiotop, in dem der Biber aktiv ist. Die heutige Wanderung unter der Leitung von Dr. Heinz Klöser führte dorthin. Es war lohnend. Insbesondere die frischen Fraßspuren der Biber (anbei ein Foto von Heino Röder).

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6. Dezember: Xaver spaltet erhabenen Baum

Die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof / Müssen
(„Erhabener Baum“ Nr. 10)

Seit etwa 350 Jahren steht die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof in der Gemeinde Müssen. Schon viel erlebt hat sie in ihrem langen Baumleben. Sie sah Gefechte gegen Napoleon, wechselnde Herrschaften, überlebte den Holzbedarf der Glashütten ebenso wie zwei Weltkriege mit Bombenangriffen, trotzte Dürreperioden, Wind und Wetter. Im  Frieden gewährte sie Menschen Schutz und Schatten, aber auch Zuflucht in der letzten Stunde.

Vor und hinter ihr wurden andere Bäume gefällt – durch eine Fällung riss ihr vor fast 20 Jahren ein anderer Baum einen Teil ihrer Krone weg, so dass auch ihre Fällung schon beschlossen wurde. Dann kam ein junger Mann, der alle Beteiligten davon überzeugte, den alten Baum doch unbedingt stehenzulassen. Er übernahm eine Patenschaft für den Baum, die ihm der damalige Bürgermeister Wachholz dann offiziell übergab. Er versicherte „seinen Baum“ auch über seine Firma, ein land-, forst- und gewässertechnisches Lohnunternehmen. Als die BUND-Kreisgruppe für das Projekt „Erhabene Bäume“ Baumfreunde kreisweit dazu aufrief, besondere und erhabene Bäume, Baumgruppen oder Alleen zu nennen, schickte Stefan Kratzenberg Fotos von „seinem Baum“ ein und war überglücklich, als er erfuhr, dass seine Buche unter die ersten zwölf „Erhabenen“ gewählt worden war und eine eigene Informationstafel zu ihrer Wertschätzung erhalten sollte. Auch Bürgermeister Riewesell unterstützte dieses Vorhaben. Der Naturschutz genießt in der Gemeinde einen hohen Stellenwert  – Müssen hat seit kurzem auch ein eigenes Naturkundehaus.

Am Nikolaustag 2013 nun hat Sturm „Xaver“ der alten Rotbuche den noch lebenden Kronenteil abgebrochen. Nur ein Baum-Torso von ca. 10 m Höhe blieb zurück. Zum Glück darf dieser aber auch weiterhin stehenbleiben und uns vom ganzen Kreislauf des Lebens die letzte Facette zeigen; denn ein sterbender Baum hat einen hohen ökologischen Wert als Lebensgrundlage vieler Pilze, Flechten und Insekten, von denen viele als gefährdete Arten eingestuft sind.

Die geplante Informationstafel, die das rege Leben in einem sterbendem Baum zum  Thema hat, trägt den Titel „Im Frieden leben – in Würde sterben“. Sie wird nach ihrer Fertigstellung vor Ort errichtet, sobald es das Wetter erlaubt.
Zum Projekt "12 erhabene Bäume"

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21. November: Quarzsandtagebau Grande – Erörterungstermin abgebrochen

Antragssteller Koops hatte Vertagung beantragt
Gegnergemeinschaft feiert Erfolg

Grande/ Kuddewörde.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hatte die ca. 700 Einwender gegen den von der Fa. Koops aus Glinde beantragten  Quarzsandtagebau in Grande zu einem Erörterungstermin geladen. Es kamen  betroffene Bürger, die Gemeinden Grande und Kuddewörde, Vertreter der Kreise  Hzgt. Lauenburg und Stormarn, sowie Vertreter des BUND als Träger öffentlicher Belange, um der Bergbehörde ihre Bedenken gegen eine Genehmigung des  Quarzsandabbaus auf der 80 ha großen Fläche gegenüber dem Billetal vorzutragen und von den Vertretern der Fa. Koops Antworten  auf grundsätzliche und detaillierte Fragen zu erhalten. Überraschend beantragte  die Fa. Koops am Mittag des zweiten Tages eine Vertagung der Anhörung mit einer dreimonatigen Frist,woraufhin das Bergamt das Verfahren unterbrach. Durch  die konkreten Einwände der Abbaugegner auf Fehler und durch offengelegte  Lücken in den Antragsunterlagen in die Enge getrieben, haben die  Vertreter von Koops damit eingestanden, dass für die reklamierte Fläche  nur ein geringer Teil von 12 ha im Besitz der Firma ist und ein  erforderlicher Erwerb weiterer Grundstücke nicht in Aussicht steht. 

Damit sei die Wirtschaftlichkeit für das Vorhaben nicht gegeben.  Aus der Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),  der in der Anhörung mit Barbara Bertram (Kreisgruppen Stormarn) und  Hans-Heinrich Stamer (Herzogtum Lauenburg) aktiv vertreten war, ist der  Abbruch ein großer Erfolg. Besonders Bürgermeister Heinz Hoch aus Grande  hatte sich seit Jahren schon und unermüdlich in die Materie  eingearbeitet, zum Widerstand aufgerufen und besonders verdient gemacht.  Dazu sagt Hans-Heinrich Stamer: "Vor allem der solidarische und  kämpferische Zusammenhalt aller Betroffenen und Einwender mit ihren  Sachverständigen und Anwälten hat der Firma signalisiert, dass ihr  Vorhaben insgesamt nicht akzeptiert sondern hart bekämpft wird. Nach  Lage der Dinge hätte der BUND andernfalls auch die Gerichte angerufen,  um das Naturschutzgebiet Billetal mit seinen geschützten Tier- und  Pflanzenarten vor zusätzlicher Verlärmung, Staub, Verschlechterung der  Wasserqualität und einer ggf. auch zu besorgender Überschwemmung des Billetals bis  in die Ortschaften hinein zu schützen! Damit würde auch den Ortschaften Schutz gegeben."



Termine

19. Mai, Wentorf

Exkursion in die Wentorfer/Wohltorfer Lohe mit Dr. Friedrich Ullrich und Dr. Florian Schulz (BUND).
Treffpunkt: Ehemalige Gärtnerei Knappe, An der Lohe, Abzweigung der L222
18 - 20.30 Uhr

Jahresprogramm 2015

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Exkursionen 2015

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Uhlenkolk 2015

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