Willkommen beim BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg

Dies ist die Internetpräsenz der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND.

 

Aktuelles in Kürze

(mehr Informationen über den Link im grünen Kasten)

8. April: Kleine Sensation im Trafoturm

Unsere für den Waldkauz gedachte Höhle im Wohltorfer Trafoturm lieferte uns diese Tage eine Überraschung: Viele neue Gewölle, die zu groß waren für den Waldkauz. Doch wer konnte unser Gast gewesen sein? Wir schickten die Gewölle zu dem Säugetierexperten Peter Borkenhagen (wegen der Fraßreste im Gewölle) und erhielten folgende Antwort: "Es sind Schleiereulengewölle. Sie enthielten: 39 Waldspitzmäuse, 8 Zwergspitzmäuse, 2 Zwergmäuse, 1 Gelbhalsmaus, 1 Apodemus spec. (japanische Feldmaus) und 1 Rötelmaus."

6. April: Frühlingswanderung in Segrahn

Die Wanderung am Segraner Berg führte auch zu der riesigen Kiesabbaumulde. Zitat aus der Promotionsarbeit von Dr. Carl-Heinz Schulz: "Beim Segrahner Berg handelt es sich um eine glazifluviatile Ablagerung aus Sand und Kies der Saale-Eiszeit im gestauchten Zustand. Seine Bedeutung erhält er als Nunatak (vom Eis umflossen) und somit erdgeschichtlich wichtiges Dokument. Er wird allerdings seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Kieswerk ausgebeutet. Sammler von Versteinerungen schätzen ihn."

Barbara Denker führte die Besucher durch die Fichtenkulturen vorbei an einzelnen Buchenmonumenten zur Kiesabbaumulde (Fotos: Heino Röder)

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4. April: Bericht Jahreshauptversammlung

Den inhaltlichen Beitrag zur diesjährigen Jahreshauptversammlung gab Birte Pankau aus der Landesgeschäftsstelle (Foto) mit ihrem Vortrag über das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde". Kern ihrer Ausführungen: Das Verhältnis der Artenvielfalt zwischen Land und Stadt hat sich in den letzten Jahren zugunsten der dichter besiedelten Gebiete verändert. Der urbane Raum sei Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geworden. Die Gründe lägen u.a. in einer gewachsenen Strukturvielfalt und in nährstoffärmeren Böden. Zudem seien die Städte wärmer, es gebe ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot und ein jagdlicher Druck sei kaum vorhanden. Während sich Siedlungen immer weiter ausbreiteten und den Naturraum verkleinern, wachsen Biotopnischen in den Städten. Auf der anderen Seite beschneiden die Ortschaften durch Versiegelungen und Lückenbebauung auch immer mehr die Freiräume für tierisches und pflanzliches Leben.

Das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde" soll helfen, europäische Biodiversitätsziele auch in Schleswig-Holstein umzusetzen und mehr natürliche Lebensqualität für die Bürger bereitzustellen. Dazu bietet der BUND  Beratung und Hilfestellung bei Maßnahmen. Darunter fallen Informaterialien und Seminare sowie die Entwicklung von Biotopverbundsystemen, die Neuanlage von Biotopen z.B. auf Verkehrsinseln und das Einwirken auf die Bauleitplanung im Sinne der Berücksichtigung von Belangen der Naturvielfalt. Angesprochen werden auch Kinder z.B. bei Projekten wie Wildbienenschutz und der Betreuung von gärtnerischen Anlagen in der Ortschaft.

Im formalen Teil folgten die Berichte des Vorstands. Die Kreisgruppe hat auch im letzten Jahr an der Gestaltung der Liegenschaften in Schretstaken, Witzeeze und im Pirschbachtal gearbeitet. Weitere Arbeitstitel sind das Grüne Band, die Begleitung der Umgestaltung der Lohe, die arbeitsintensiven Stellungnahmen bei der Bauleitplanung, die Mitwirkung bei Projekten auf Landesebene, die Betreuung von inzwischen drei Naturschutzgebieten, diverse Amphibienschutzmaßnahmen sowie die vielen Wanderungen, Radtouren und Vorträge. Der Stopp der Pläne zum Kiesabbau in Grande mit der Bedrohung des Billetals wurde unter maßgeblicher Beteiligung des BUND erreicht. Auch in diesem Jahr hat sich die Kreisgruppe um einen Stopp bei der Beseitigung von Baumgruppen an Straßenrändern bemüht. Zusammen mit der neuen Regierung könnte es hier erstmals Erfolge geben. Der Schwerpunkt der Anti-Atomkraft-Aktivitäten liegt aktuell bei der Auseinandersetzung um die Zwischenlagerung schwach- und hochradioaktiver Abfälle in Brunsbüttel und Geesthacht. Sollte eine Einlagerung in Brunsbüttel gerichtlich verhindert werden, müsse mit einer zusätzlichen Belastung in Krümmel gerechnet werden. Die Versammlung beschließt, die Klage gegen das Zwischenlager Brunsbüttel finanziell zu unterstützen.

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Naturbeobachtungen im April: Kröten schlucken

Eine Kröte zu schlucken, bedeutet für uns ja eher, dass man sich mit etwas extrem Unangenehmen abfinden muss.  Nun sagte man ja früher: Dem Een sin Uhl is dem Annern sin Nachtigall (so viel Plattdeutsch können wir noch, oder?). Es sollte uns also nicht wundern, wenn eine Kröte zu schlucken bei Anderen durchaus Anklang findet, allen voran bei den Störchen, die jetzt aus ihren Winterquartieren im südlichen Afrika zurückgekehrt sind und im flachen Wasser Jagd auf die Kröten machen (Foto), die es dort zur Zeit reichlich gibt, zumindest in den Teichen und Tümpeln, die ihre Eignung als Laichgewässer nicht längst durch Überdüngung, Vermüllung, Fischbesatz oder ähnliches verloren haben oder gleich ganz zugeschoben worden sind.
Zum Bericht

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Naturbeobachtungen im März: Spuren im Schnee

„Märzenschnee tut keinem weh“ sagt eine alte Bauernweisheit. Das ist gut zu wissen, da ja in den letzten Jahren die Winter deutlich nach hinten gerutscht sind, so dass man oft meinen könnte, der März wäre ein Januar und umgekehrt. Eine ganze Reihe von Tieren haben aber durchaus Probleme mit dem Märzenschnee, jedenfalls wenn er zu mächtig wird und zu lange liegen bleibt. Immerhin reden wir vom Winterende und vom Vorfrühling. All denen, die den Winter mit einem Winterschlaf oder einer Winterruhe verbracht haben, gehen allmählich die Reserven aus, so dass sie sich notgedrungen auf Futtersuche begeben müssen, obwohl der Winter anhält. Und auch die Tiere, die den Winter über aktiv geblieben sind, würden gerne mal wieder frisches Grün finden, aber das lässt auf sich warten.
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12. Februar: Naturschutzgebiet Lanken – BUND erhält Betreuung

Das Landesamt für Umwelt (LLUR) hat in der letzten Woche die Betreuung für das im Kreis Herzogtum Lauenburg liegende Naturschutzgebiet „Lanken“ auf den BUND übertragen. Als Betreuer vor Ort werden Bernhard Hub und Dr. Heinz Klöser zuständig sein. Beide sind bereits seit mehreren Jahren in der BUND Ortsgruppe Ratzeburg aktiv.

Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es, die Entwicklungen im Schutzgebiet zu dokumentieren, den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen, diese ggf. nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde auszuführen und die Öffentlichkeit über das Schutzgebiet zu informieren.
Zur Pressemeldung

Bei der Übergabe der Betreuungsunterlagen: Hans-Jörg Lüth (vom Landesvorstand des BUND), Bodo Koch (Untere Naturschutzbehörde), Edelgard Helm, Andrea Kühl und Dr. Thomas Holzhüter (alle LLUR)

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Naturbeobachtungen im Februar: Erinnerungen an die Urzeit

Sie fristen ihr Dasein im Verborgenen. Im Sommer, wenn alles grün und üppig ist, bemerkt man sie unter all den anderen Pflanzen gar nicht so recht. Erst jetzt, wo Blumen und Kräuter nur noch als hohle, welke Stengel im Wind schwanken oder sich ganz in den Boden zurück gezogen, fallen uns ein paar Pflanzen auf, die doch ein wenig seltsam wirken, und zwar nicht nur deshalb, weil sie unbeirrt grün sind. Das Absonderlichste an diesen wintergrünen Pflanzen ist dabei überhaupt nicht zu sehen, denn es handelt sich darum, dass all diese Gewächse niemals blühen. Die Rede ist von Bärlappen, Schachtelhalmen und Farnen. Nachdem wir bereits schon einmal Moose betrachtet haben, ahnt wohl jeder, dass auch diese Pflanzen sich mit Sporen verbreiten. Der wesentliche Unterschied zu den Moosen ist aber, dass nicht die geschlechtliche Generation die großen, augenfälligen Pflanzen stellt, sondern die ungeschlechtliche, die Sporen verstreut.
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5. Januar: Dem Biber auf der Spur

Inzwischen sind sie keine Sensation mehr, die Spuren der Biber. Der BUND ist auf Grund einer Schenkung seit einigen Wochen im Besitz der Beverkuhle bei Büchen, ein Feuchtbiotop, in dem der Biber aktiv ist. Die heutige Wanderung unter der Leitung von Dr. Heinz Klöser führte dorthin. Es war lohnend. Insbesondere die frischen Fraßspuren der Biber (anbei ein Foto von Heino Röder).

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Naturbeobachtungen im Januar: Steine, die im Weg liegen

Wir sind das ja in unserer Gegend so gewohnt, dass uns überall Steine im Weg liegen. Sie begegnen uns auf unseren Wanderungen unvermittelt im Wald und anderswo, ohne dass ein Grund erkennbar wäre, warum sie nun gerade da herum liegen. Unsere Altvorderen nannten diese Steine Findlinge, eben weil man sie wirklich überall finden kann. Macht man mal einen Ausflug an die Küste der Ostsee, findet man sie dort in großen Mengen entlang der Strände, weil die Sturmbrandung zwar Sand, Ton und Lehm, vielleicht auch Schotter und Kies, bestimmt aber nicht diese massigen, schweren Brocken wegspülen kann. Also bleiben all die Steine, die irgendwo in dem jetzt weg gewaschenen Boden gesteckt haben, am Fuß der Kliffs liegen. Spätestens dort erkennen wir schnell, dass nicht ein Stein wie der andere aussieht, sondern sich in Farbe und Textur deutlich unterscheiden.
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Weihnachtsgedicht 2013
(Dr. Heinz Klöser)

Für jene, die von Schneefall träumen,
sei dieser kleine Vers verfasst:
Der Wald steht schwarz mit kahlen Bäumen;
der Boden darin ist Morast.
Vor'm Himmel treiben Regenschleier –
ein Sturmwind dreht sie wie im Tanz:
den Wolkenkronen schenkt zur Feier
er Sonnengold und Silberglanz.

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6. Dezember: Xaver spaltet erhabenen Baum

Die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof / Müssen
(„Erhabener Baum“ Nr. 10)

Seit etwa 350 Jahren steht die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof in der Gemeinde Müssen. Schon viel erlebt hat sie in ihrem langen Baumleben. Sie sah Gefechte gegen Napoleon, wechselnde Herrschaften, überlebte den Holzbedarf der Glashütten ebenso wie zwei Weltkriege mit Bombenangriffen, trotzte Dürreperioden, Wind und Wetter. Im  Frieden gewährte sie Menschen Schutz und Schatten, aber auch Zuflucht in der letzten Stunde.

Vor und hinter ihr wurden andere Bäume gefällt – durch eine Fällung riss ihr vor fast 20 Jahren ein anderer Baum einen Teil ihrer Krone weg, so dass auch ihre Fällung schon beschlossen wurde. Dann kam ein junger Mann, der alle Beteiligten davon überzeugte, den alten Baum doch unbedingt stehenzulassen. Er übernahm eine Patenschaft für den Baum, die ihm der damalige Bürgermeister Wachholz dann offiziell übergab. Er versicherte „seinen Baum“ auch über seine Firma, ein land-, forst- und gewässertechnisches Lohnunternehmen. Als die BUND-Kreisgruppe für das Projekt „Erhabene Bäume“ Baumfreunde kreisweit dazu aufrief, besondere und erhabene Bäume, Baumgruppen oder Alleen zu nennen, schickte Stefan Kratzenberg Fotos von „seinem Baum“ ein und war überglücklich, als er erfuhr, dass seine Buche unter die ersten zwölf „Erhabenen“ gewählt worden war und eine eigene Informationstafel zu ihrer Wertschätzung erhalten sollte. Auch Bürgermeister Riewesell unterstützte dieses Vorhaben. Der Naturschutz genießt in der Gemeinde einen hohen Stellenwert  – Müssen hat seit kurzem auch ein eigenes Naturkundehaus.

Am Nikolaustag 2013 nun hat Sturm „Xaver“ der alten Rotbuche den noch lebenden Kronenteil abgebrochen. Nur ein Baum-Torso von ca. 10 m Höhe blieb zurück. Zum Glück darf dieser aber auch weiterhin stehenbleiben und uns vom ganzen Kreislauf des Lebens die letzte Facette zeigen; denn ein sterbender Baum hat einen hohen ökologischen Wert als Lebensgrundlage vieler Pilze, Flechten und Insekten, von denen viele als gefährdete Arten eingestuft sind.

Die geplante Informationstafel, die das rege Leben in einem sterbendem Baum zum  Thema hat, trägt den Titel „Im Frieden leben – in Würde sterben“. Sie wird nach ihrer Fertigstellung vor Ort errichtet, sobald es das Wetter erlaubt.
Zum Projekt "12 erhabene Bäume"

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Naturbeobachtungen im Dezember: Die Moose

Der Herbst ist vorbei, und nächtliche Fröste lassen uns einen langen Winter ahnen. Die Bäume sind nun endgültig kahl, Gras und Kräuter sind welk, alles abgestorben weit und breit. Doch wenn man genau hinsieht, findet sich doch noch Grün, winzig zwar, aber allgegenwärtig: Schauen wir uns ruhig einmal die Moose an, die wir in all dem üppigen Sommergrün kaum beachtet haben, und die wir meist nur als unscheinbare kaum merklich wachsende Polster (im Bild: Weißmoos) oder Matten wahrnehmen, in Verkennung ihrer durchaus beachtlichen Formenvielfalt, die von algenähnlich aussehenden Lebermoosen  bis hin zu farnähnlichen oder bäumchenförmigen Gestalten reicht.
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21. November: Quarzsandtagebau Grande – Erörterungstermin abgebrochen

Antragssteller Koops hatte Vertagung beantragt
Gegnergemeinschaft feiert Erfolg

Grande/ Kuddewörde.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hatte die ca. 700 Einwender gegen den von der Fa. Koops aus Glinde beantragten  Quarzsandtagebau in Grande zu einem Erörterungstermin geladen. Es kamen  betroffene Bürger, die Gemeinden Grande und Kuddewörde, Vertreter der Kreise  Hzgt. Lauenburg und Stormarn, sowie Vertreter des BUND als Träger öffentlicher Belange, um der Bergbehörde ihre Bedenken gegen eine Genehmigung des  Quarzsandabbaus auf der 80 ha großen Fläche gegenüber dem Billetal vorzutragen und von den Vertretern der Fa. Koops Antworten  auf grundsätzliche und detaillierte Fragen zu erhalten. Überraschend beantragte  die Fa. Koops am Mittag des zweiten Tages eine Vertagung der Anhörung mit einer dreimonatigen Frist,woraufhin das Bergamt das Verfahren unterbrach. Durch  die konkreten Einwände der Abbaugegner auf Fehler und durch offengelegte  Lücken in den Antragsunterlagen in die Enge getrieben, haben die  Vertreter von Koops damit eingestanden, dass für die reklamierte Fläche  nur ein geringer Teil von 12 ha im Besitz der Firma ist und ein  erforderlicher Erwerb weiterer Grundstücke nicht in Aussicht steht. 

Damit sei die Wirtschaftlichkeit für das Vorhaben nicht gegeben.  Aus der Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),  der in der Anhörung mit Barbara Bertram (Kreisgruppen Stormarn) und  Hans-Heinrich Stamer (Herzogtum Lauenburg) aktiv vertreten war, ist der  Abbruch ein großer Erfolg. Besonders Bürgermeister Heinz Hoch aus Grande  hatte sich seit Jahren schon und unermüdlich in die Materie  eingearbeitet, zum Widerstand aufgerufen und besonders verdient gemacht.  Dazu sagt Hans-Heinrich Stamer: "Vor allem der solidarische und  kämpferische Zusammenhalt aller Betroffenen und Einwender mit ihren  Sachverständigen und Anwälten hat der Firma signalisiert, dass ihr  Vorhaben insgesamt nicht akzeptiert sondern hart bekämpft wird. Nach  Lage der Dinge hätte der BUND andernfalls auch die Gerichte angerufen,  um das Naturschutzgebiet Billetal mit seinen geschützten Tier- und  Pflanzenarten vor zusätzlicher Verlärmung, Staub, Verschlechterung der  Wasserqualität und einer ggf. auch zu besorgender Überschwemmung des Billetals bis  in die Ortschaften hinein zu schützen! Damit würde auch den Ortschaften Schutz gegeben."

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Naturbeobachtungen im November: Wind und Wolken

Und wieder ist der graue Monat gekommen, der November, der uns mit kahlen Bäumen, grauen Nebeln und anhaltenden Regenfällen erwartet. Doch auch wenn die goldenen Oktobertage wieder einmal vorbei sind, ist nicht gleich jeder Novembertag von nass-kaltem Weltuntergangswetter geprägt. Auch jetzt gibt es noch sonnige Perioden, wenn sie auch kühler und vor allem kurz sind. Grund genug für einen Jeden, der auch jetzt noch gerne draußen unterwegs ist, das Wetter und seine Entwicklung genau zu beobachten.
Zum Bericht

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Naturbeobachtungen im Oktober: Seidenschleier im Gras

Es ist Herbst: Die Nächte werden kühler, die Bäume werden bunt, und oft hüllen Morgennebel die Landschaft ein. Lichtet er sich, lässt die Sonne im Gras und niedrigen Sträuchern ein Wunderwerk aus zarten Schleiern erstrahlen, nämlich Hunderte von Spinnennetzen, die – im Sommer unbemerkt (bis man sie im Gesicht hat…) – jetzt durch den starken Morgentau wie kostbare Perlenkolliers prangen. Trotz dieser Pracht sind die Urheber dieser Schönheit bei den meisten Menschen ausdrücklich unbeliebt, und man kann sich fragen, warum eigentlich? Immerhin sind Spinnen unsere Verbündeten, wenn es darum geht, dass uns diverse Insekten nicht die Haare vom Kopf fressen sollen. Ohne die allgegenwärtigen Spinnen wären wir längst verhungert.
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Naturbeobachtungen im September: Die Heide

Besungen von Dichtern, besucht von Abertausenden, bietet der Spätsommer das wohl überwältigendste Blütenspektakel, das der Norden Deutschlands zu bieten hat: die ach so braune Heide schmückt sich mit Myriaden winziger, rosiger Blüten. Die Heide, Inbegriff unserer Heimat, und dennoch bedenkenlos einem dubiosen Fortschritt geopfert – dennoch zieht uns die Schönheit selbst der kläglichen Reste, die uns noch geblieben sind, in ihren Bann. Früher, als Hermann Löns noch Mümmelmann durch die Fluren streifen ließ, nahmen die Heiden weite Gebiete ein, und wenn man heutzutage in die Lüneburger Heide fährt, könnte man meinen, das wäre immer noch so.
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25. August: Treffen am Trafoturm

17. Europäische Fledermausnacht

Der BUND hat sich an der 17. Europäischen Fledermausnacht beteiligt. Zum Beobachten und Kennenlernen heimischer Fledermäuse hatten wir zahlreiche Gäste zu unserem als Vogel- und Fledermausquartier umgebauten Trafoturm in Wohltorf eingeladen. Mir einem Detektor bewaffnet konnten unterschiedliche Arten der dämmerungsaktiven Segler geortet werden.

Ja wo fliegen sie denn? Fledermausexperte Holger Siemers hat mit dem Detektor etwas entdeckt.

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12. Mai: Gartentag

Gartentag: „Alle wollen Öko – der BUND zeigte, wie’s geht!“

Tricks und Kniffe zum ökologischen Gärtnern standen im Mittelpunkt des Gartentags im Möllner Uhlenkolk. Informationen in einer kleinen Ausstellung und die Kontaktmöglichkeit zu  erfahrenen Öko-Gärtner und –Gärtnerinnen rundeten den Gartentag ab.

„Viele wünschen sich einen Garten möchten ihn auch ökologisch verträglich gestalten sowie gesundes Gemüse und Obst daraus ernten. Aber in der Praxis erlischt der gute Wille oft im Ansturm unerwarteter Probleme, so dass man schließlich wieder zu Schneckenkorn, Rattengift und Volldünger greift. Dabei ist ökologisches Gärtnern überaus zufrieden stellend und gar nicht so schwer“, sagt Dr. Heinz Klöser, der die Veranstaltung betreut hat.

 

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4. Mai: Eröffnung Amphibienpark Schretstaken

Unter Mitwirkung der Landesvorsitzenden und weiterer Mitglieder des Landesvorstandes wurde unser Amphibienpark an der A.-Paul-Weber-Straße neben dem neuen Baugebiet B 4in Schretstaken  offiziell eingeweiht. Im Anschluss an die Begrüßungsworte durch Projektleiter Hans-Heinrich Stamer und die Landesvorsitzende Dr. Claudia Bielfeld wurden die ca. 40 Besucher, vorwiegend aus der Gemeinde Schretstaken, über das Gelände geführt.

Die Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND dankt den Geschwistern Still sehr herzlich für die Schenkung des Areals, der Gemeinde Schretstaken und den Kreis-behörden für die gute Kooperation, den zahlreichen Förderern für die Geldspenden und den BUND-Aktiven für die Mithilfe bei der baulichen Herstellung des Amphibienbiotops. Zwar wird dieser Lebensraum sich in den nächsten Jahren noch erst richtig entwickeln. Er präsentiert aber bereits einige Erfolge wie die Arten Gras- und Teichfrosch.

Das obere Foto zeigt Claudia Bielfeld bei der Begrüßngsrede, das untere Bild gibt den angelegten Knickwall wieder mit der von einigen Wochen angelegten Pflanzung.

Zur Pressemeldung

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15. März: Bericht JHV

Die wichtigsten Punkte der Jahreshauptversammlung in Mölln,
notiert von Hans-H. Stamer

Rechenschaftsberichte des Vorstandes
Über die Arbeit an einigen Projekten des letzten Jahres berichteten die anwesenden Vorstandsmitglieder Gabi Stein (Pirschbachtal, Kinderspieletag), Hans-H. Stamer (Amphibienschutz B 404, Laichgewässerschutz Schwarze Au, Amphibienpart Schretstaken), Gerhard und Bettina Boll (Rückbau ehem. GKSS und Thema Atom allgemein) und Dr. Heinz Klöser (Eiszeitpark / Grünes Band, Rücktritt aus dem Landesvorstand). BUND Kreisgruppe http://www.bund-herzogtum-lauenburg.de Mail-Anschrift des Vorstands: bund.vorstand@bund-herzogtum-lauenburg.de Geschäftskonto: Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, BLZ 230 527 50, Konto 90 94 75
Haushaltsabschluss 2012
Kassenwartin Anne Christina Remus trug den schriftlichen Kassen-Abschlussbericht vor und erläutert den Haushaltsabschluss. Die MV nimmt den Bericht einmütig zur Kenntnis.

Bericht der Kassenprüfer
Für die Kassenprüfer Jürgen Ziemer und Christine Hub berichet Jürgen Ziemer, dass die Kasse stichprobenartig geprüft worden sei. Es sei alles vorbildlich und fehlerfrei verbucht worden, Beanstandungen seien nicht gegeben. Er beantragt Entlastung der Kassenwartin.

Entlastung der Kassenwartin und des Vorstandes
Die Entlastung der Kassenwartin und des Vorstandes erfolgt einstimmig.

Wahlen
Lisa Oechtering ist aus dem Vorstand zurückgetreten. Leider ist sie nicht anwesend, so dass sie den Dank der Versammlung nicht persönlich entgegennehmen kann. Jürgen Ziemer scheidet turnusmäßig als Kassenprüfer aus. Als neuer Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre wird Heino Röder einstimmig gewählt. Das Team für die Delegiertenversammlung wird wie folgt neu zusammengestellt und einstimmig gewählt: Gerhard Boll, Bernhard Hub, Heinz Klöser, Kornelia Mrowitzky, Hans-Heinrich Stamer, Gabi Stein und Jürgen Ziemer. Als Ersatzdelegiert werden einstimmig gewählt: Birgit Binger, Bettina Boll, Christine Hub, Herwig Kuhlmann, Lisa Oechtering und Heino Röder.

Haushaltsplan 2013
Hans-H. Stamer legt den Haushaltsplan für 2013 vor und trägt die einzelnen Haushaltsstellen zur Beratung vor. Änderungen zum Haushaltsansatz gegenüber der Vorlage werden bei den Projekten „Erhabene Bäume“ und „Trafoturm“ einstimmig beschlossen, die im hier beigefügten Haushaltsplan bereits berücksichtigt sind.

Verschiedenes
Für Eugen Prinz, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, tragen Kornelia Mrowitzky, Bettina Boll und Christine Hub seine Anliegen zum AKW Krümmel, zum Thema Fracking und zur Agrarwende vor, worüber dann auch eine Aussprache erfolgt.
Herwig Kuhlmann möchte eine Klärung haben über seine Handlungsmöglichkeiten für den BUND am Projekt „Wentorfer Lohe“ in Zusammenarbeit mit der Naturschutzstiftung Schleswig-Holstein. Der Kreisvorstand lädt ihn und Prof. Dr. Ulf Teschke sogleich zu einer nächsten Vorstandssitzung zu dem Thema ein. Heinz Klöser berichtet über seine Teilnahme an einer Tagung zum Grünen Band in Nürnberg. In 2014 sollen zum 25-jährigen Bestehen des Grünen Bandes in allen Bundesländern am Grünen Band Veranstaltungen stattfinden und die Kreisgruppe möge dazu einen Beitrag einbringen.

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19. Februar: Lohe – BUND trifft Förster

Im Rahmen der Umgestaltung der Wentorfer/Wohltorfer Lohe zum Naherholungsraum unter Berücksichtigung des Naturschutzes sollen auch Teile der Nadelholzmonokulturen in einen standortgerechten Laubwald umgewidmet werden. Die Stiftung Naturschutz als Eigner der Fläche hat damit die Firma Silvaconcept aus Grundhof bei Flensburg beauftragt.

Bei einer Begehung haben sich unsere Waldfachleute und die Vorort-Mitwirkenden die geplanten Maßnahmen erklären lassen. Der Umwidmungsprozess soll sich über viele Jahre bis ca. 2030 erstrecken. Als erstes werden in den Fichtenmonokulturen und in einem Mischwald ca. 20 Prozent der Bäume entnommen. Damit sollen mehr Licht auf die Böden gelangen und die Naturverjüngung gefördert werden. Eine Verbesserung erhält das Erlenbruchstück im Sumpf um den Amelungsbach. Auch hier wird die Entnahme der Randfichten mehr Licht bringen. Das am Rande des Amelungsbachsumpfes befindliche aktuell mit jungen Sitkafichten bestandene Feuchtgebiet soll so belassen werden. Schon jetzt ist es mit vielen umgestürzten Exemplaren von Sitkas und dem bunten Bodenbewuchs eine Idylle. Förster und BUNDler waren sich in vielen Punkten über das Vorgehen einig. Einzig eine monumentale Fichte am Rande der Amelung wollten wir so belassen.

Die von den Spaziergängern in den offenen Bereichen nicht so wahrgenommenen Biotope machen die Vielfalt der Lohe aus. Diese gilt es zu erhalten und zu fördern, woran der BUND gern mitwirkt.
Zum Brief von Vorstandsmitglied Lutz Fähser an die Stiftung

Von links Bernd Struwe-Juhl von der Stiftung Naturschutz, Tanja Wagenknecht und Arne Petersen von Silvaconcept, Dr. Heinz Klöser, Dr. Lutz Fähser und Herwig Kuhlmann vom BUND (Fotograf Klaus Tormählen ist nicht auf dem Bild).


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