Willkommen beim BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg

Dies ist die Internetpräsenz der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND.

 

Aktuelles in Kürze

(mehr Informationen über den Link im grünen Kasten)

23. August: Einladung zur Bat Night

18. European Bat Night,
2. Fledermausnacht am Naturturm Wohltorf
Leitung: Heino Röder
Treffpunkt: 20.00 Uhr Trafoturm Wohltorf, Ecke Kirchberg/Lehmberg
(Anfahrt mit PKW nur von Aumühle aus am Ende der Straße »Vor den Hegen«).

Nach dem großen Erfolg der 1. Fledermausnacht am Trafoturm im August 2013, wo wir drei verschiedene Arten sehen und hören konnten, wollen wir wieder gemeinsam die Tiere beobachten. Der Fledermausexperte Holger Siemers wird alle Fragen zu einheimischen Arten beantworten. Der Turm mit seinen vielfältigen Einbauten für Vögel, Insekten, Kleinnager und Fledermäuse kann besichtigt werden. Das Ende ist offen.

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Naturbeobachtungen im Juli – Amazonas des Nordens

Da leben wir nun in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt (um nicht gleich überbevölkert zu sagen), und da zeigt das Fernsehen einen Film mit dem Titel „Der Amazonas des Nordens“. Das ist schon eine ganze Weile her, aber der Titel wird seitdem gerne kolportiert, nur fragt man sich, wo denn bitte bei uns irgendeine Landschaft sein sollte, die einen solchen Vergleich verdient hätte. Die Elbe vielleicht mit ihren zum Teil noch ansehnlichen Auen? Nein, die Rede ist von der Wakenitz, dem Grenzfluss zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg. An der Größe kann es wahrlich nicht liegen, doch wenn man sich der Strömung anvertraut und dem Flusslauf folgt, erschließen sich Bilder, die tatsächlich eine Ahnung wilder Sümpfe und ungezähmter Wassermassen aufkommen lassen.
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Naturbeobachtungen im Juni – Die Unsichtbaren

Die Welt ist nun sommerlich grün durch Myriaden frischer Blätter, die sich an Büschen und Bäumen entfaltet haben. Kaum haben sie das getan, werden sie auch schon wieder vertilgt. Mal abgesehen davon, dass wir uns auch selber aus jungen Buchen-, Linden- und Ahornblättern einen Salat machen können, sind es vor allem kleinere Konsumenten, die sich an dem üppigen Laub laben, und darunter wiederum hauptsächlich Insekten und ihre Larven (Bild: Pappelblattwespe). Nun ist ja allgemein bekannt, dass hinter all diesen zarten, saftigen, weichen, wehrlosen Raupen und Maden gerade jetzt die ganze Vogelschar her ist (Bild 2: Mittelspecht), und so steht bei vielen Insekten die Strategie des Tarnen-Täuschen-und-Verkrümelns hoch im Kurs. Dazu muss man sich allerdings schon etwas einfallen lassen, wenn das ersehnte Grün in luftiger und damit ziemlich exponierter Höhe hängt.
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25 Jahre Grünes Band

Das Grüne Band ist im Lauenburgischen wohl jedem BUND-Mitglied ein Begriff. Seit 1989 engagiert sich der BUND auf vielfältige Weise dafür, dass uns diese wertvollen naturnahen Landschaften erhalten bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein engagieren sich Aktive des BUND mit Flächenkauf und Management, Fach- und Öffentlichkeitsarbeit zu bedrohten Schutzgebieten entlang der Stecknitz und Delvenau, der Wakenitz und der Trave und sowie entlang der Ostseeküste für das Grüne Band. Dass das Engagement des BUND im Grünen Band seit 25 Jahren ununterbrochen und erfolgreich anhält, ist sicher ein Grund zur Feier. Aus diesem Grund haben am 25. April der BUND-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der Kreisgruppe Lübeck und uns, der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg, eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Untertrave organisiert (Foto), zu der auch BUND kommunale und regionale Vertreter aus Politik und Verwaltung, den Medien sowie des amtlichen und privaten Naturschutzes eingeladen wurden, um den in besonderen Maße von Wasser geprägten Nordabschnitt des Grünen Bandes vorzustellen.
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Naturbeobachtungen im Mai: Die Lauenburger Tone

Es ist Frühling, und wir genießen in der warmen Sonne und unter dem frischen grünen Laub unsere Landschaft, die von zahlreichen Seen und Wäldern geprägt ist (Foto). Diese wundervolle Landschaft verdanken wir den Gletschern der Eiszeit, deren Ablagerungen - die Grundmoräne - die heutigen Hügel und Niederungen bildet. Ohne diese wild durchmischten Massen aus Steinen, Kies, Sand, Lehm und Ton gäbe es Schleswig-Holstein und Dänemark überhaupt nicht, denn die würden dann unter dem Meeresspiegel liegen. Nun zieht sich von Norden nach Süden durch Jütland und Schleswig-Holstein und dann weiter in südöstliche Richtung durch Mecklenburg wie ein Rückgrat ein Höhenrücken, und das ist die alte Endmoräne, der Schuttwall, an dem die Gletscherzungen der letzten Vereisung, dem sogenannten Weichsel-Glazial, endeten.
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8. April: Kleine Sensation im Trafoturm

Unsere für den Waldkauz gedachte Höhle im Wohltorfer Trafoturm lieferte uns diese Tage eine Überraschung: Viele neue Gewölle, die zu groß waren für den Waldkauz. Doch wer konnte unser Gast gewesen sein? Wir schickten die Gewölle zu dem Säugetierexperten Peter Borkenhagen (wegen der Fraßreste im Gewölle) und erhielten folgende Antwort: "Es sind Schleiereulengewölle. Sie enthielten: 39 Waldspitzmäuse, 8 Zwergspitzmäuse, 2 Zwergmäuse, 1 Gelbhalsmaus, 1 Apodemus spec. (japanische Feldmaus) und 1 Rötelmaus."

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6. April: Frühlingswanderung in Segrahn

Die Wanderung am Segraner Berg führte auch zu der riesigen Kiesabbaumulde. Zitat aus der Promotionsarbeit von Dr. Carl-Heinz Schulz: "Beim Segrahner Berg handelt es sich um eine glazifluviatile Ablagerung aus Sand und Kies der Saale-Eiszeit im gestauchten Zustand. Seine Bedeutung erhält er als Nunatak (vom Eis umflossen) und somit erdgeschichtlich wichtiges Dokument. Er wird allerdings seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Kieswerk ausgebeutet. Sammler von Versteinerungen schätzen ihn."

Barbara Denker führte die Besucher durch die Fichtenkulturen vorbei an einzelnen Buchenmonumenten zur Kiesabbaumulde (Fotos: Heino Röder)

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4. April: Bericht Jahreshauptversammlung

Den inhaltlichen Beitrag zur diesjährigen Jahreshauptversammlung gab Birte Pankau aus der Landesgeschäftsstelle (Foto) mit ihrem Vortrag über das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde". Kern ihrer Ausführungen: Das Verhältnis der Artenvielfalt zwischen Land und Stadt hat sich in den letzten Jahren zugunsten der dichter besiedelten Gebiete verändert. Der urbane Raum sei Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geworden. Die Gründe lägen u.a. in einer gewachsenen Strukturvielfalt und in nährstoffärmeren Böden. Zudem seien die Städte wärmer, es gebe ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot und ein jagdlicher Druck sei kaum vorhanden. Während sich Siedlungen immer weiter ausbreiteten und den Naturraum verkleinern, wachsen Biotopnischen in den Städten. Auf der anderen Seite beschneiden die Ortschaften durch Versiegelungen und Lückenbebauung auch immer mehr die Freiräume für tierisches und pflanzliches Leben.

Das Projekt "Naturschutz in der Gemeinde" soll helfen, europäische Biodiversitätsziele auch in Schleswig-Holstein umzusetzen und mehr natürliche Lebensqualität für die Bürger bereitzustellen. Dazu bietet der BUND  Beratung und Hilfestellung bei Maßnahmen. Darunter fallen Informaterialien und Seminare sowie die Entwicklung von Biotopverbundsystemen, die Neuanlage von Biotopen z.B. auf Verkehrsinseln und das Einwirken auf die Bauleitplanung im Sinne der Berücksichtigung von Belangen der Naturvielfalt. Angesprochen werden auch Kinder z.B. bei Projekten wie Wildbienenschutz und der Betreuung von gärtnerischen Anlagen in der Ortschaft.

Im formalen Teil folgten die Berichte des Vorstands. Die Kreisgruppe hat auch im letzten Jahr an der Gestaltung der Liegenschaften in Schretstaken, Witzeeze und im Pirschbachtal gearbeitet. Weitere Arbeitstitel sind das Grüne Band, die Begleitung der Umgestaltung der Lohe, die arbeitsintensiven Stellungnahmen bei der Bauleitplanung, die Mitwirkung bei Projekten auf Landesebene, die Betreuung von inzwischen drei Naturschutzgebieten, diverse Amphibienschutzmaßnahmen sowie die vielen Wanderungen, Radtouren und Vorträge. Der Stopp der Pläne zum Kiesabbau in Grande mit der Bedrohung des Billetals wurde unter maßgeblicher Beteiligung des BUND erreicht. Auch in diesem Jahr hat sich die Kreisgruppe um einen Stopp bei der Beseitigung von Baumgruppen an Straßenrändern bemüht. Zusammen mit der neuen Regierung könnte es hier erstmals Erfolge geben. Der Schwerpunkt der Anti-Atomkraft-Aktivitäten liegt aktuell bei der Auseinandersetzung um die Zwischenlagerung schwach- und hochradioaktiver Abfälle in Brunsbüttel und Geesthacht. Sollte eine Einlagerung in Brunsbüttel gerichtlich verhindert werden, müsse mit einer zusätzlichen Belastung in Krümmel gerechnet werden. Die Versammlung beschließt, die Klage gegen das Zwischenlager Brunsbüttel finanziell zu unterstützen.

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Naturbeobachtungen im April: Kröten schlucken

Eine Kröte zu schlucken, bedeutet für uns ja eher, dass man sich mit etwas extrem Unangenehmen abfinden muss.  Nun sagte man ja früher: Dem Een sin Uhl is dem Annern sin Nachtigall (so viel Plattdeutsch können wir noch, oder?). Es sollte uns also nicht wundern, wenn eine Kröte zu schlucken bei Anderen durchaus Anklang findet, allen voran bei den Störchen, die jetzt aus ihren Winterquartieren im südlichen Afrika zurückgekehrt sind und im flachen Wasser Jagd auf die Kröten machen (Foto), die es dort zur Zeit reichlich gibt, zumindest in den Teichen und Tümpeln, die ihre Eignung als Laichgewässer nicht längst durch Überdüngung, Vermüllung, Fischbesatz oder ähnliches verloren haben oder gleich ganz zugeschoben worden sind.
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Naturbeobachtungen im März: Spuren im Schnee

„Märzenschnee tut keinem weh“ sagt eine alte Bauernweisheit. Das ist gut zu wissen, da ja in den letzten Jahren die Winter deutlich nach hinten gerutscht sind, so dass man oft meinen könnte, der März wäre ein Januar und umgekehrt. Eine ganze Reihe von Tieren haben aber durchaus Probleme mit dem Märzenschnee, jedenfalls wenn er zu mächtig wird und zu lange liegen bleibt. Immerhin reden wir vom Winterende und vom Vorfrühling. All denen, die den Winter mit einem Winterschlaf oder einer Winterruhe verbracht haben, gehen allmählich die Reserven aus, so dass sie sich notgedrungen auf Futtersuche begeben müssen, obwohl der Winter anhält. Und auch die Tiere, die den Winter über aktiv geblieben sind, würden gerne mal wieder frisches Grün finden, aber das lässt auf sich warten.
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12. Februar: Naturschutzgebiet Lanken – BUND erhält Betreuung

Das Landesamt für Umwelt (LLUR) hat in der letzten Woche die Betreuung für das im Kreis Herzogtum Lauenburg liegende Naturschutzgebiet „Lanken“ auf den BUND übertragen. Als Betreuer vor Ort werden Bernhard Hub und Dr. Heinz Klöser zuständig sein. Beide sind bereits seit mehreren Jahren in der BUND Ortsgruppe Ratzeburg aktiv.

Zu den Aufgaben im Rahmen der Betreuung gehört es, die Entwicklungen im Schutzgebiet zu dokumentieren, den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen, diese ggf. nach Genehmigung durch die Naturschutzbehörde auszuführen und die Öffentlichkeit über das Schutzgebiet zu informieren.
Zur Pressemeldung

Bei der Übergabe der Betreuungsunterlagen: Hans-Jörg Lüth (vom Landesvorstand des BUND), Bodo Koch (Untere Naturschutzbehörde), Edelgard Helm, Andrea Kühl und Dr. Thomas Holzhüter (alle LLUR)

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Naturbeobachtungen im Februar: Erinnerungen an die Urzeit

Sie fristen ihr Dasein im Verborgenen. Im Sommer, wenn alles grün und üppig ist, bemerkt man sie unter all den anderen Pflanzen gar nicht so recht. Erst jetzt, wo Blumen und Kräuter nur noch als hohle, welke Stengel im Wind schwanken oder sich ganz in den Boden zurück gezogen, fallen uns ein paar Pflanzen auf, die doch ein wenig seltsam wirken, und zwar nicht nur deshalb, weil sie unbeirrt grün sind. Das Absonderlichste an diesen wintergrünen Pflanzen ist dabei überhaupt nicht zu sehen, denn es handelt sich darum, dass all diese Gewächse niemals blühen. Die Rede ist von Bärlappen, Schachtelhalmen und Farnen. Nachdem wir bereits schon einmal Moose betrachtet haben, ahnt wohl jeder, dass auch diese Pflanzen sich mit Sporen verbreiten. Der wesentliche Unterschied zu den Moosen ist aber, dass nicht die geschlechtliche Generation die großen, augenfälligen Pflanzen stellt, sondern die ungeschlechtliche, die Sporen verstreut.
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5. Januar: Dem Biber auf der Spur

Inzwischen sind sie keine Sensation mehr, die Spuren der Biber. Der BUND ist auf Grund einer Schenkung seit einigen Wochen im Besitz der Beverkuhle bei Büchen, ein Feuchtbiotop, in dem der Biber aktiv ist. Die heutige Wanderung unter der Leitung von Dr. Heinz Klöser führte dorthin. Es war lohnend. Insbesondere die frischen Fraßspuren der Biber (anbei ein Foto von Heino Röder).

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Naturbeobachtungen im Januar: Steine, die im Weg liegen

Wir sind das ja in unserer Gegend so gewohnt, dass uns überall Steine im Weg liegen. Sie begegnen uns auf unseren Wanderungen unvermittelt im Wald und anderswo, ohne dass ein Grund erkennbar wäre, warum sie nun gerade da herum liegen. Unsere Altvorderen nannten diese Steine Findlinge, eben weil man sie wirklich überall finden kann. Macht man mal einen Ausflug an die Küste der Ostsee, findet man sie dort in großen Mengen entlang der Strände, weil die Sturmbrandung zwar Sand, Ton und Lehm, vielleicht auch Schotter und Kies, bestimmt aber nicht diese massigen, schweren Brocken wegspülen kann. Also bleiben all die Steine, die irgendwo in dem jetzt weg gewaschenen Boden gesteckt haben, am Fuß der Kliffs liegen. Spätestens dort erkennen wir schnell, dass nicht ein Stein wie der andere aussieht, sondern sich in Farbe und Textur deutlich unterscheiden.
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Weihnachtsgedicht 2013
(Dr. Heinz Klöser)

Für jene, die von Schneefall träumen,
sei dieser kleine Vers verfasst:
Der Wald steht schwarz mit kahlen Bäumen;
der Boden darin ist Morast.
Vor'm Himmel treiben Regenschleier –
ein Sturmwind dreht sie wie im Tanz:
den Wolkenkronen schenkt zur Feier
er Sonnengold und Silberglanz.

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6. Dezember: Xaver spaltet erhabenen Baum

Die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof / Müssen
(„Erhabener Baum“ Nr. 10)

Seit etwa 350 Jahren steht die alte Rotbuche am Waldrand in Louisenhof in der Gemeinde Müssen. Schon viel erlebt hat sie in ihrem langen Baumleben. Sie sah Gefechte gegen Napoleon, wechselnde Herrschaften, überlebte den Holzbedarf der Glashütten ebenso wie zwei Weltkriege mit Bombenangriffen, trotzte Dürreperioden, Wind und Wetter. Im  Frieden gewährte sie Menschen Schutz und Schatten, aber auch Zuflucht in der letzten Stunde.

Vor und hinter ihr wurden andere Bäume gefällt – durch eine Fällung riss ihr vor fast 20 Jahren ein anderer Baum einen Teil ihrer Krone weg, so dass auch ihre Fällung schon beschlossen wurde. Dann kam ein junger Mann, der alle Beteiligten davon überzeugte, den alten Baum doch unbedingt stehenzulassen. Er übernahm eine Patenschaft für den Baum, die ihm der damalige Bürgermeister Wachholz dann offiziell übergab. Er versicherte „seinen Baum“ auch über seine Firma, ein land-, forst- und gewässertechnisches Lohnunternehmen. Als die BUND-Kreisgruppe für das Projekt „Erhabene Bäume“ Baumfreunde kreisweit dazu aufrief, besondere und erhabene Bäume, Baumgruppen oder Alleen zu nennen, schickte Stefan Kratzenberg Fotos von „seinem Baum“ ein und war überglücklich, als er erfuhr, dass seine Buche unter die ersten zwölf „Erhabenen“ gewählt worden war und eine eigene Informationstafel zu ihrer Wertschätzung erhalten sollte. Auch Bürgermeister Riewesell unterstützte dieses Vorhaben. Der Naturschutz genießt in der Gemeinde einen hohen Stellenwert  – Müssen hat seit kurzem auch ein eigenes Naturkundehaus.

Am Nikolaustag 2013 nun hat Sturm „Xaver“ der alten Rotbuche den noch lebenden Kronenteil abgebrochen. Nur ein Baum-Torso von ca. 10 m Höhe blieb zurück. Zum Glück darf dieser aber auch weiterhin stehenbleiben und uns vom ganzen Kreislauf des Lebens die letzte Facette zeigen; denn ein sterbender Baum hat einen hohen ökologischen Wert als Lebensgrundlage vieler Pilze, Flechten und Insekten, von denen viele als gefährdete Arten eingestuft sind.

Die geplante Informationstafel, die das rege Leben in einem sterbendem Baum zum  Thema hat, trägt den Titel „Im Frieden leben – in Würde sterben“. Sie wird nach ihrer Fertigstellung vor Ort errichtet, sobald es das Wetter erlaubt.
Zum Projekt "12 erhabene Bäume"

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21. November: Quarzsandtagebau Grande – Erörterungstermin abgebrochen

Antragssteller Koops hatte Vertagung beantragt
Gegnergemeinschaft feiert Erfolg

Grande/ Kuddewörde.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hatte die ca. 700 Einwender gegen den von der Fa. Koops aus Glinde beantragten  Quarzsandtagebau in Grande zu einem Erörterungstermin geladen. Es kamen  betroffene Bürger, die Gemeinden Grande und Kuddewörde, Vertreter der Kreise  Hzgt. Lauenburg und Stormarn, sowie Vertreter des BUND als Träger öffentlicher Belange, um der Bergbehörde ihre Bedenken gegen eine Genehmigung des  Quarzsandabbaus auf der 80 ha großen Fläche gegenüber dem Billetal vorzutragen und von den Vertretern der Fa. Koops Antworten  auf grundsätzliche und detaillierte Fragen zu erhalten. Überraschend beantragte  die Fa. Koops am Mittag des zweiten Tages eine Vertagung der Anhörung mit einer dreimonatigen Frist,woraufhin das Bergamt das Verfahren unterbrach. Durch  die konkreten Einwände der Abbaugegner auf Fehler und durch offengelegte  Lücken in den Antragsunterlagen in die Enge getrieben, haben die  Vertreter von Koops damit eingestanden, dass für die reklamierte Fläche  nur ein geringer Teil von 12 ha im Besitz der Firma ist und ein  erforderlicher Erwerb weiterer Grundstücke nicht in Aussicht steht. 

Damit sei die Wirtschaftlichkeit für das Vorhaben nicht gegeben.  Aus der Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),  der in der Anhörung mit Barbara Bertram (Kreisgruppen Stormarn) und  Hans-Heinrich Stamer (Herzogtum Lauenburg) aktiv vertreten war, ist der  Abbruch ein großer Erfolg. Besonders Bürgermeister Heinz Hoch aus Grande  hatte sich seit Jahren schon und unermüdlich in die Materie  eingearbeitet, zum Widerstand aufgerufen und besonders verdient gemacht.  Dazu sagt Hans-Heinrich Stamer: "Vor allem der solidarische und  kämpferische Zusammenhalt aller Betroffenen und Einwender mit ihren  Sachverständigen und Anwälten hat der Firma signalisiert, dass ihr  Vorhaben insgesamt nicht akzeptiert sondern hart bekämpft wird. Nach  Lage der Dinge hätte der BUND andernfalls auch die Gerichte angerufen,  um das Naturschutzgebiet Billetal mit seinen geschützten Tier- und  Pflanzenarten vor zusätzlicher Verlärmung, Staub, Verschlechterung der  Wasserqualität und einer ggf. auch zu besorgender Überschwemmung des Billetals bis  in die Ortschaften hinein zu schützen! Damit würde auch den Ortschaften Schutz gegeben."

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25. August: Treffen am Trafoturm

17. Europäische Fledermausnacht

Der BUND hat sich an der 17. Europäischen Fledermausnacht beteiligt. Zum Beobachten und Kennenlernen heimischer Fledermäuse hatten wir zahlreiche Gäste zu unserem als Vogel- und Fledermausquartier umgebauten Trafoturm in Wohltorf eingeladen. Mir einem Detektor bewaffnet konnten unterschiedliche Arten der dämmerungsaktiven Segler geortet werden.

Ja wo fliegen sie denn? Fledermausexperte Holger Siemers hat mit dem Detektor etwas entdeckt.


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