BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg

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Vortrag "Wald der Zukunft"

30.05.2022, 11:00 bis 13:30 Uhr

Referent/in: Dr. Lutz Fähser, Dr. Heinz Klöser

Wald der Zukunft in Zeiten der Klimakrise

In Schleswig-Holstein sind Wälder mit 11 Prozent Waldbedeckung rar. Seit dem besonders trockenen Sommer 2018 sterben vermehrt Bäume ab, ganz besonders die hier eingeführten Fichten und andere Nadelbaumarten. Was geht da vor? Müssen wir jetzt die Wälder retten? Wie soll das gehen? Regierungen, Wissenschaft, Forstverwaltungen und Umweltverbände haben dazu unterschiedliche Vorschläge. In einem vielfältigen Wald führen Waldspezialisten in das Thema ein. Sie zeigen und erläutern im Walde selbst verschiedene Situationen und besprechen mögliche Entwicklungen im Klimawandel.

Treffpunkt: 23896 Ritzerau, Forstgehöft, an der Köhlerhütte Ritzerau

Anmeldung:: Lutz.Faehser(at)bund-rz.de

28.04 2022

Winterschachtelhalm - Pressemeldung des Kreises mit Erwähnung des BUND

An den Uferhängen des Ratzeburger Küchensees wachsen große Ansammlungen von Winter-Schachtelhalm. Diese urtümliche Pflanze ist eine Besonderheit in Schleswig-Holstein und Teil eines wertvollen Lebensraumes. Neu erstellte Infotafeln und ein Aktivitätselement bringen den Waldbesucherinnen und -besuchern Wissenswertes zu den faszinierenden Pflanzen, ihrem Lebensraum und den Ansätzen, wie dieser geschützt werden kann, näher.

 „Schachtelhalme sind faszinierende Pflanzen, doch kaum einer kennt sie.“, weiß Claudia Rösen vom Naturpark Lauenburgische Seen, die das Projekt mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Kreisforsten und des Fachdienstes Naturschutz umgesetzt hat. „Sie gehören zu den ältesten Pflanzenarten der Erde. Früher waren sie noch bekannter, denn Schachtelhalme hatten einen vielseitigen Nutzen. Vor der Erfindung des Schleifpapiers nutzte man die raue Oberfläche getrockneter Pflanzen zum Polieren von Musikinstrumenten. Schachtelhalmextrakte spielten auch eine Rolle als pflanzliche Arznei. Indem wir den Winter-Schachtelhalm heute wieder bekannter machen, fördern wir auch die Sensibilität der Menschen für seinen schützenswerten Lebensraum. Nicht nur Schachtelhalm gibt es hier, sondern viele andere seltene Pflanzen, Amphibien und besondere Pilze.“

Der Winter-Schachtelhalm ist in einem feuchten Lebensraum zuhause, wo in hängiger Lage Grundwasser im Boden fließt und zahlreiche Quellen austreten. In den eiszeitlich entstandenen Uferhängen am Farchauer Küchensee findet er optimale Bedingungen. Volker Rudolph vom Fachdienst Naturschutz ergänzt: „Indem wir den Menschen die Zusammenhänge in der Natur erklären, fördern wir das Verständnis für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur. Es wird eher akzeptiert, warum es beispielsweise wichtig ist, die Pflanzen und den Boden nicht zu beschädigen oder Hunde im Wald nicht ohne Leine laufen zu lassen.“

Der Winter-Schachtelhalm ist eine Halblichtpflanze, die weder sehr sonnige, noch sehr schattige Standorte besiedelt. Die Pflege der Flächen im Rahmen der naturnahen Waldwirtschaft der Kreisforsten hat diesen Aspekt immer im Blick. Annekatrin Kohn, die unter anderem für Naturschutzprojekte der Kreisforsten verantwortlich ist, berichtet, dass direkt in den Schachtelhalmbeständen keine Holznutzung stattfindet. „In dem angrenzenden Gebiet werden sehr zurückhaltend einzelne Stämme für die Nutzung entnommen. Vorrangig ist, dass das feuchte Waldinnenklima als Lebensgrundlage für die Pflanzen erhalten bleibt.“

Solch große Bestände wie hier am Küchensee findet man sehr selten - da sind sich die Fachleute einig. Schon seit langem ist dieser besondere Naturschatz intern und bei Spezialistinnen und Spezialisten bekannt und wird in den Planungen berücksichtigt. Von der BUND Ortsgruppe wurde in der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Naturparkplanung dazu auch eine Projektidee eingereicht. Dieser Impuls wurde gern aufgenommen, den Winter-Schachtelhalm der Öffentlichkeit bekannter zu machen und sich weiterhin für den Schutz des Lebensraumes zu engagieren.

10.04.2022

Veranstaltungshinweise:

  • 6. und 7. Mai Vortrag und Radtour "Natur und historische Bauwerke als Grundlage für Tourismus am Elbe-Lübeck-Kanal" (auf Seite 33 Programmheft)
  • 13. und 14. Mai Vortrag und Radtour "Quervernetzung Grünes Band" (auf Seite 18 Programmheft)

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/BNUR/Veranstaltungen/veranstaltungen_node.html 


Weitere Terminideen bzw. Ankündigungen 2022

03.05. Deutscher Erdüberlastungstag (PMI)

11.06. Gartenrebellion in Fredeburg

29.07. Weltüberlastungstag

11.09. Naturerlebnistag in Mölln/Uhlenkolk

16.09. 19:00 Uhr BUND Mitgliederversammlung des Kreises im Robert-Koch-Park

18.09. 10:00-12:00 Uhr OG RZ, Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN): Wanderung zwischen Bäk und Römnitz am RZ See in einem Wald der Stiftung Naturschutz 

25.09. Pilzwanderung in Ritzerau 

03.10. Tag der Deutschen Einheit 

Zum Programmheft

14.02.2022

Nachruf auf Eugen Prinz

Eugen war ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit, Umwelt- und Naturschutz wie auch für die Belange benachteiligter Menschen. Er war ein Streiter gegen Atomkraft, er war Pazifist und Individualist. Lange hat er im Kreisvorstand unseres BUND im Lauenburgischen mitgewirkt. Als Delegierter war er auf Landesebene für uns tätig, und hat dabei viele Anträge, speziell in Sachen Atomwiderstand, eingebracht. Im Jahr 2009 erhielt er den Umweltpreis der Kreisgruppe des BUND.
Hier einige Stimmen von Menschen, die über Jahrzehnte Kontakt mit ihm hatten: 
„Kennengelernt hatte ich Eugen Prinz in den 1980er Jahren bei unserem Kampf gegen die Berlin-Autobahn durch den Sachsenwald. Er war ein außergewöhnlich engagierter Mensch für den Umweltschutz in Norddeutschland, insbesondere gegen die atomare Energie- und Militärwirtschaft. Bewundert habe ich Ihn immer für seine überaus detaillierten Fachkenntnisse und Schilderungen über die technischen und historischen Zusammenhänge. Dank gebührt Ihm auch für die diesbezüglichen Einbindungen in seinen Unterricht als Lehrer am Gymnasium Schwarzenbek und seine aktive Mitarbeit im BUND-Kreisvorstand”. 
„Eugen Prinz war ein Lehrer, der sich um die Zukunft seiner Schüler und Schülerinnen in dieser schwierigen Lebenswelt so sehr kümmerte, dass sein Erscheinen bei den Verursachern stets mit Furcht und Fluchtgedanken verbunden war. Mir war er ein Freund des Waldes und deshalb auch meiner.“
„Unbestechlich, unbequem(auch für Mitstreiter), unnachgiebig.“
„Eugen war ein besonderer Mensch. Kennengelernt haben wir ihn beim Widerstand gegen die Atomenergie. Er war gefürchtet bei Diskussionsveranstaltungen. Immer sehr gut informiert stellte er laut und deutlich seine Fragen, blieb in seinen Nachfragen unbequem, ließ sich nicht das Wort verbieten, machte bisweilen auch längere Koreferate, so dass öfter andere Mitstreiter kaum zu Wort kamen. Zuletzt hatten wir dagegen ein Mittel gefunden ihn zu stoppen. Er setzte sich in Absprache zwischen zwei Mitstreiterinnen und erhielt im Bedarfsfall Stupser. Er war ein absoluter Nachrichten-Junky, besaß ein umfassendes Zeitungs- und Unterlagenarchiv,(allerdings dauerte das Finden etwas Zeit), hörte ständig die neuesten Nachrichten und teilte die uns auch mit. Durchsetzung von Bürgerrechten war ihm ein ständiges Anliegen. Er schonte sich nicht. Berufliche Schwierigkeiten riskierte er immer wieder.“

 

14.02.2022

Leserbrief

Leserbrief zum Artikel „Zu dicht am Wald: Behörden untersagen Öko-Neubau in Mölln“ Lübecker Nachrichten vom 12.2.2022

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