Dies ist die Internetpräsenz der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND. Die Inhalte des alten Web-Auftritts http://vorort.bund.net/kreis-lauenburg/ sind noch nicht komplett auf die neuen Seiten übertragen. Das soll aber in den nächsten Wochen nachgeholt werden.
Aktuelles in Kürze
(mehr Informationen über den Link im grünen Kasten)
Auch in diesem Jahr ist der Kreis-BUND aktiv an der Gestaltung der Kultur- und Umweltwochen GRENZEN IN DER LINSE beteiligt. Das Programm steht. Start ist der 10. September. Das Angebot des BUND: Das Grüne Band (Vortrag Maack), Pilzwanderung, Över Grenzen gahn (Lieder und Geschichten), Klimawandel (Vortrag Latif), Grünes Band Velodrom (Radtour).
Zum Programm
Download Programm
Download Text-Plakat
..............................................................................................................................................

- Das Fuchssche Knabenkraut aus der Dalbekschlucht
Die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe des BUND fand in diesem Jahr in Börnsen statt. Vor der Sitzung führte die Ortsgruppe Börnsen ca. 20 Teilnehmer in das Naturschutzgebiet Dalbekschlucht und auf eine angrenzende Ausgleichsfläche zum Neubaugebiet. Im Naturschutzgebiet galt unser Augenmerk einer ehemaligen Weihnachtsbaumkultur. Dort finden sich einige interessante Blühpflanzen, darunter Fuchs-Knabenkraut, Engelwurz, Bittersüßer Nachtschatten und leider auch Herkules-Bärenklau. Letzterer wird nach und nach während der Blühzeit entfernt, so dass er sich nicht weiter verbreiten kann und in wenigen Jahren wieder verschwunden sein sollte.
Das Rahmenprogramm der Versammlung bildete die Verleihung des Umweltpreises an die BI "Nein zur Umgehungsstraße Mölln-Süd". Die BI war im Frühjahr 2010 maßgeblich daran beteiligt, dass die Planungen über einen Bürgerentscheid für ein aus unserer Sicht unsinniges Projekt eingestellt werden mussten. In seiner Laudatio sagte Vorstandsmitglied Uli Seibt, dass der Preis Anerkennung und Bewunderung für das Engagement der Gruppe, die mit sieben Vertretern erschienen war, ausdrücken solle. Liedermacher Klaus Irmscher aus der BI bedankte sich mit dem Vortrag von drei von ihm verfassten Folkskongs.
Aus dem formalen Teil ist zu berichten, dass Heinz Klöser neu in den Vorstand gewählt wurde. Das Team für die Delegiertenversammlung wurde neu zusammengestellt. Dazu gehören Gabi Stein, Bernhard Hub, Helmut Maack, Lutz Fähser, Uli Seibt, Gerhard Boll und Heinz Klöser. Ersatzdelegiert sind Bettina Boll, Lisa Oechtering, Christine Otto, Heino Röder und Hans-Heinrich Stamer. Als Kassenprüfer für die nächste Periode stellt sich Heino Röder zur Verfügung.

- Uli Seibt übergibt den Frosch an Günther Teichmann

- Die Preisträger, darunter Liedermacher Klaus Irmscher und Sprecher Günther Teichmann (4. und 5. von links)
..............................................................................................................................................
Die Anti-AKW-Organisation Campact hat zur dreijährigen Wiederkehr des Trafobrandes mit einer eindrucksvollen Demonstration am AKW Krümmel gegen die geplanten Laufzeitverlängerungen demonstriert. 13.000 schwarz-gelbe Ballons stiegen auf Kommando zugleich in den Himmel. 300 Teilnehmer trugen bzw. begleiteten die Ballons von Grünhof zum AKW. Die Ballons waren dort in einer nächtlichen Aktion mit Helium befüllt worden.
..............................................................................................................................................
Christian und Veronika bringen jetzt den Foto-Beweis: Rund um den Trafoturm in Wohltorf kreisen vermehrt Fledermäuse. Ob die angebotenen Wohnungen schon bezogen wurden, müssen wir noch klären.
Wohltorf. Vor bald zwei Jahren schrieben wir an dieser Stelle: "Dies Projekt wird uns lange beschäftigen". Jetzt sind die Umbauarbeiten weitvorangeschritten. Die Umwandlung eines nicht mehr genutzten Trafoturms in eine viel bewohnte Tierunterkunft geht seinem Ende entgegen. Unser Ziel: Besucher, speziell Jugendliche, können sehen, wie sich Tiere "zuhause" verhalten, ohne von den Beobachteten bemerkt zu werden. Für die aktiv an der Umbauphase Beteiligten verspricht es, Naturschutz selbst in die Hand zu nehmen und zu erleben. Wir hatten in der Presse für eine Teilnahme geworben. Inzwischen sind wir eine Gruppe von zwanzig Personen, die an den Bauarbeiten mitwirkt. Den Fortschritt der Bauarbeiten haben wir chronologisch auf unserer Projektseite dokumentiert. Alle Baumaßnahmen wurden bisher ehrenamtlich in Eigenarbeit erstellt.
>Projektbeschreibung und Chronologie der Umbauarbeiten
..............................................................................................................................................
Klimaschutz und Landwirtschaft: Der BUND informiert auf dem Demeterhof
Die Landwirtschaft zählt zu den Hauptverursachern der von Menschen gemachten Klimaveränderungen. Darüber und über die Prinzipien der biologischen Landwirtschaft allgemein informierte Betriebsleiter Karsten Hildebrandt die Besucher des Buschberghofs in Fuhlenhagen, die auf Initiative des BUND zu einem Rundgang über die Felder eingeladen waren. Der Buschberghof ist ein Demeter-Betrieb, der nach den Regeln des kontrollierten ökologischen Landbaus bewirtschaftet wird. Im letzten Jahr erhielt er den Förderpreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums für vorbildliche Leistungen im Breich des ökolgischen Landbaus.
Die Bilder zeigen Karsten Hildebrandt und einen Teil der Besucher
..............................................................................................................................................
Unser Ziel ist klar! Das Leitbild ist eine multifunktionale, bäuerlich- ökologische Landwirtschaft mit globaler Verantwortung.“ Diesem Ziel hat sich ein Zusammenschluss aus 27 Verbänden aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik, Verbraucherschutz und Tierschutz verschrieben. Nicht die agrarindustrielle Erzeugung billiger Rohstoffe für die Nahrungsmittel- oder Energiewirtschaft ist das Ziel, sondern eine Lebensmittelerzeugung, die – flächendeckend betrieben – ökologisch intakte Kulturlandschaften prägt, Arbeitsplätze schafft und Tierschutzanliegen ebenso ernst nimmt wie die globalen Entwicklungsfragen und den Klimaschutz. Wegweisend für die Verbände ist die bäuerlich-ökologische Landwirtschaft. „Bäuerliche Landwirtschaft“ bezieht sich, im Verständnis der Verbände, dabei nicht auf die Betriebsgröße, sondern beschreibt die Art der Wirtschaftsweise. Wichtige Parameter sind der Erhalt des Hofes und qualifizierter, vielfältiger Arbeitsplätze. Dem zu Grunde liegt ein Denken in Generationen sowie die Einbindung in Dorf und Region mit Verantwortung für Mensch, Natur und Tier. Hofnahe, verflochtene und sich ergänzende Kreisläufe prägen diese Wirtschaftsweise.
>Zum Aufruf
........................................................................................................................................
Im Januar 2009 fuhren wir nach Neu Wulmstorf, wo die Ortsgruppe des BUND genau das Projekt betreibt, das Vorbild für den Umbau unseres Trafoturms werden sollte. Die Anregungen haben gefruchtet, wenn auch bei uns viele eigene Ideen neu eingebracht wurden. Nun kamen die Neu Wulmstorfer zum Gegenbesuch, um sich unseren Tierturm anzusehen.
>Zu den Bildern
.............................................................................................................................................
Die Menschenkette gegen Atomkraft von Brunsbüttel nach Geesthacht war auch im Kreis Herzogtum Lauenburg ein Riesenerfolg. Sämtliche Streckenabschnitte konnten bis auf kleine Ausnahmen lückenlos gefüllt werden. Dafür waren einige Stellen dichter als notwendig besetzt.
Die Demonstration hat gezeigt, dass der Protest gegen Atomstrom quer durch die Bevölkerung geht. Insgesamt sind ca. 120.000 Menschen an der Kette beteiligt gewesen.
Zum Bild: In der Kette in Börnsen waren auch BUND-Fahnen zu sehen
..............................................................................................................................................
Mit einigen überraschenden Erkenntnissen, die mit dem Klimawandel einhergehen, wartete Prof. Dr. Hartmus Graßl, erimitierter und weltweit renommierter Klimaforscher beim Vortrag über die Ursachen des Klimawandels auf: "Die Wälder werden immer fetter" oder "Der Sahelbauer muss fliehen, weil die fette Made in Europa so weiterleben will". (...zum Bericht)
..............................................................................................................................................
Die Betreuertagung in Tönning war für uns die Gelegenheit, die Ministerin für Umwelt, Dr. Juliane Rumpf, persönlich anzusprechen und schriftlich eine Frage zu übergeben: Wie hoch wird in Schleswig-Holstein der Natur- und Artenschutz mit Finanzmitteln ausgestattet? Wir haben uns eine Auflistung getrennt nach Ausgleichszahlungen, Konjunktur-Förderungsprogramm II des Bundes, EU-Fördermitteln und Haushaltsmitteln erbeten. Wir sind auf die uns zugesagte Antwort gespannt. Als Vergleichszahl haben wir die 400 Millionen Euro genannt, die die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein aus EU-Mitteln erhält, obwohl diese zum großen Teil für natur- und umweltzerstörerische Maßnahmen verwendet werden.
.............................................................................................................................................
Unter geschmolzenem Schnee wird es überdeutlich: Die Instandhaltung von Straßen ist über viele Jahre trotz der Kritik des BUND vernachlässigt worden. Asphaltdecken, die schon längst hätten saniert werden müssen, hat dieser – eigentlich normale – Winter den Rest gegeben. Jetzt rächt sich, dass seit vielen Jahren die von Bund, Ländern und Gemeinden zur Verfügung gestellten Straßenbau-Finanzmittel (ca. 12 Mrd. Euro in diesem Jahr) vielfach nicht in ausreichender Höhe für Reparaturen eingesetzt wurden. Statt dessen wurde unser Straßennetz, das schon eines der dichtesten in Europa ist, durch immer weitere Neubauten vergrößert; mit der Unterhaltung kam man aber nicht mehr hinterher – der Anteil der hierfür zur Verfügung gestellten Mittel wurde zu Gunsten des Straßenneubaus immer geringer. (...mehr)
............................................................................................................................................
Dr. Anne Ipsen, Geschäftsführerin von "Noctalis – Welt der Fledermäuse" am Segeberger Kalkberg, war beeindruckt. Bei einem Besuch unseres Trafoturms galt ihr Augenmerk insbesondere den Fledermausquartieren. Sowohl die Sommerwohnungen als auch der Keller für die Überwinterung fanden ihre Zustimmung. Außerdem gab die Expertin (im Foto zweite von links), die seit vielen Jahren die Betreuung der Fledermäuse im Seberger Kalkberg organisiert und dazu Führungen anbietet, den heimischen "Turmbauern" so manchen Tipp für das weitere Vorgehen.
..............................................................................................................................................
Die Ehrenamtsmesse für den Kreis in Schwarzenbek fand regen Zuspruch. Die Stadt hatte vor dem Rathaus ein großes Zelt aufgebaut, in dem sich Sport-, Sozial-, Rettungs- und Naturschutzorganisationen mit ihren Ständen darstellten. Die Kreisgruppe des BUND war die einzige Naturschutzorganisation an diesem Tag. Den Mittelpunkt unseres Standes bildete ein Pappmodell des Trafoturms, den wir in Wohltorf zum Tierturm umbauen. Viele Menschen zeigten ehrliches Interesse an Nisthilfen und am Artenschutz.
............................................................................................................................................
Unsere Bemühungen um Unterstützung bei der Errichtung einer Solaranlage für unser Projekt Trafoturm in Wohltorf haben Erfolg gehabt: Die Kreissparkasse spendet 500 Euro, womit wir in die Lage versetzt werden, eine Stromversorgung für Beleuchtung, den Betrieb kleinerer Elektrogeräte zur Instandhaltung der Einrichtungen und der Nutzung von Kameras für eine online-Beobachtung einzurichten. Bisher wurde der Strom über eine Nachbarschaftshilfe über Stromkabel bezogen. Dies kann als Dauerzustand nicht aufrecht erhalten werden.
Wir bedanken uns bei der Kreissparkasse für diese Spende recht herzlich.
.............................................................................................................................................

Die von der Stadt Geesthacht, Elterninitiative, Umweltbeirat und BUND veranstaltete Bürgerversammlung zum Thema "Leukämie-Häufung" mit sechs wissenschaftlichen, medizinischen und juristischen Fachleuten lockte 150 Personen ins Geesthachter Rathaus. Inhaltlich ergab sich am Ende aber nichts Neues: Die Häufung der Leukämie-Fälle in der Umgebung der Kernkraftanlagen wird eindeutig bejaht, doch für die Ursachen hat niemand eine Erklärung. Das heißt: fast niemand. Der Kinderarzt und Vertreter der "Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs" (IPPNW) Winfried Eisenberg (Foto) listete eine Reihe von Faktoren auf, die die Wahrscheinlichkeit von Leukämievorkommen bei Kindern in der Nähe von Atomkraftanlagen bekräftigten. Nach seinen Ausführungen gibt es bei Kindern eine besondere Strahlensensibilität. Wegen der durch ein schnelles Wachstum bedingten hohen Zellteilungsrate bestehe die Gefahr, dass in die Umwelt gelangte Partikel mit einem Strahlenpotential in die Substanz des kindlichen Körpers aufgenommen werden. Als möglichen Anlass nannte er bei Ereignissen wie Brennstabwechsel und Schnellabschaltung vorkommende Strahlenpeaks und über das Kühlwasser ins Freie gelangte Partikel wie Tritium.
>Zur Stellungnahme des Kreisvorstandes
.............................................................................................................................................