Ortsumgehung Geesthacht verhindern !
Der BUND prüft zusammen mit anderen Mitstreitern vor Ort eine Klage zur Verhinderung der Ortsumgehung Geesthacht.
Wildkatze
(BUND)
BUND Wildkatzen-Tag - die Rückkehr der scheuen Waldkatze
Mit dem Infotag wollen wir das Interesse für die heimische Wildkatze wecken und Wissen in der Öffentlichkeit erlebnisorientiert vertiefen. U.a. durch Vorträge, Film und Mitmach-Aktionen zur Biologie, Verbreitung, Lebensraum, Spuren, Schutzprojekte.
Mehr Informationen: www.betterplace.org/de/projects/176954
Pressemitteilung vom 8.Mai 2026
• Obwohl alter Baumbestand, Orchideen und Fledermausquartiere am Elbhang zerstört werden, sieht Oberverwaltungsgericht Natur- und Artenschutzrecht nicht verletzt
• BUND SH: Planung der Ortsumgehung völlig überdimensioniert
Kiel/ Schleswig. Ein Wald aus alten Eichen und Buchen, in denen 15 verschiedene Fledermaus- und 77 Vogel-Arten leben, und der als Geotop geschützte Elbuferhang sollen durch eine kilometerlange, weit sichtbare Rampe für eine vierspurige Ortsumgehung zerschnitten werden. Die Trasse soll Geesthacht von der Autobahn 25 bis zur Abfahrt Hohenhorn umfahren und weiter als zweispurige Bundestraße bei Tesperhude an die B5 anschließen. Aus Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) ein völlig überdimensioniertes Bauwerk, dessen Nutzen in keinem Verhältnis zur Zerstörung des Naturraums und des einzigartigen Landschaftsbildes sowie den klimaschädlichen Emissionen steht, die durch die enorme Betonproduktion und den zusätzlichen Verkehr entstehen.
Der BUND SH hatte deshalb gegen den Planfeststellungsbeschluss der Ortsumgehung Geesthacht geklagt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig wies die Klage jedoch ab. Es sieht Natur- und Artenschutzrecht nicht verletzt. Durchgreifende Fehler der Planfeststellung lägen nicht vor. Die Abwägung der Interessen der Kläger (neben dem BUND SH hatte auch eine betroffene Landwirtsfamilie geklagt) mit den öffentlichen Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens sei nicht zu beanstanden, hieß es in der Pressemitteilung des OVG. Das Gericht teilte außerdem mit, dass der Senat die Revision zum Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassen habe.
Gegen diese Nichtzulassung der Revision kann der BUND SH innerhalb einer bestimmten Frist Beschwerde einlegen und prüft dies, sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.
„Wir sind fassungslos darüber, dass hier einfach über das Existenzrecht eines einzigartigen Naturraums hinweggegangen wird und das Interesse der Wirtschaft Vorrang vor dem Interesse zukünftiger Generationen bekommt“, sagt Dietger Michaelis von der BUND-Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg. „Seit 35 Jahren kämpfen wir gegen diese Ortsumgehung. Die Planungen sind aus den 1980er Jahren und völlig aus der Zeit gefallen und überdimensioniert. Es wurde nicht geprüft, ob eine Ortsumgehung überhaupt noch notwendig ist oder ob es auch eine zweispurige Straße tun würde – oder ob ein Bahnanschluss sinnvoller wäre. Viele Menschen vor Ort haben uns auf diesem langen Weg des Widerstands unterstützt und haben Geld gespendet, damit wird uns die anwaltliche Unterstützung für diese Gerichtsverhandlung überhaupt leisten konnten. Sie sind jetzt sicher genau so traurig und enttäuscht wie ich.“
BUND SH-Geschäftsführer Ole Eggers ergänzt: „Wir danken unserer aktiven Kreisgruppe und allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihren Einsatz, mit dem sie auf die einzigartige Natur am Elbhang aufmerksam gemacht haben. Das Urteil überrascht mich. Eine mündliche Urteilsbegründung hat nicht stattgefunden, sodass wir zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen müssen, dass die von unserem Anwaltsbüro PNT Partner überzeugend ausgeführten Argumente zu Klimaschutz und Dimensionierung der Trasse nicht berücksichtigt wurden. In der Verhandlung wusste die Gegenseite jedenfalls nicht, wie sie auf unsere klimapolitische Rechtsauffassung reagieren sollte. Dass solche Aspekte heutzutage vom Gericht anscheinend immer noch nicht gewürdigt werden, ist zutiefst enttäuschend. Nach Vorlage der schriftlichen Begründung werden wir über eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beraten.“
Der BUND setzt sich seit 10 Jahren für den Erhalt des Elbe-Lübeck-Kanals mit seinen bestehenden ökologischen, denkmalpflegerischen und tourismusstützenden Funktionen ein. Als Teil eines überverbandlichen Aktionsbündnisses haben wir maßgeblich dazu beigetragen, dass aus unserer Sicht unsinnige und rückwärtsgewandte Ausbaupläne bis auf Weiteres zurück gestellt wurden.
Hintergrund
Der Elbe-Lübeck-Kanal ist ein prägendes Element der Landschaft unseres Kreises. Er wurde 1901 eröffnet und ersetzte den vorherigen Stecknitz-Delvenau-Kanal, von dem nur noch wenige Reste erhalten sind. Die Schleusen des Elbe-Lübeck-Kanals werden mit einem weltweit einzigartigen Prinzip betrieben, das ohne Zufuhr externer Energie auskommt. Es ist nach seinem Erfinder, dem Ingenieur Ludwig Hotopp benannt. Seit nunmehr 120 Jahren arbeiten die Schleusen einwandfrei. Wegen ihrer Einzigartigkeit und genialen Funktionsweise ist der Kanal aus unserer Sicht ein Kandidat für eine Festsetzung als technisches Weltkulturerbe. Ein Teil der Liegenschaften steht tatsächlich bereits unter Denkmalschutz.
Außerdem ist der Kanal mit der umgebenden Landschaft gut verwachsen und stellt als attraktiver Teil der „Nassen Salzstraße“ als Wander- und Radweg, der Ostsee- und Elbe-Fernwanderweg verbindet, eine wesentliche Grundlage des regionalen Tourismus dar, dem wichtigsten Wirtschaftszweig des Landkreises.
Weiterhin ist der Kanal als Naturraum „aus zweiter Hand“ unersetzlich, weil er unter Wasser über eine reiche Fauna verfügt, an seinen Böschungen seltene Pflanzen beherbergt, für Wasservögel eine wichtige Orientierungslinie bildet und als Biotopverbundachse von bundesweiter Bedeutung ist.
Dennoch werden immer wieder Forderungen laut, den Kanal unter Verschwendung erheblicher Steuergelder auszubauen, ungeachtet der Tatsache, dass in ganz Mitteleuropa die Binnenschifffahrt auf dem Rückzug ist, weil im Klimawandel zunehmend unzureichende Wasserstände eine dauerhafte Befahrung vieler Wasserstraßen zunehmend behindern. Der Ausbau würde die beschriebenen Funktionen erheblich beeinträchtigen.
Dr. Heinz Klöser
Weitergehende Informationen:
Was soll aus dem Elbe-Lübeck-Kanal werden? (2020)
Was haben wir von dem Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals? (2020)
Leserbrief an die LN vom 18.6.2023
Kontakt:
Dr. Heinz Klöser: nugrade@gmx.net
Franziska Eggers: franziska.eggers@bund-herzogtum-lauenburg.de
Dr. Lutz Fähser
(BUND)
Waldvideo 5 - Wald sich entwickeln lassen
Der 21. März ist traditionell der „Tag des Waldes“. Die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) hat diesen Tag in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Waldschutzorganisation und
der BUND nutzen den Tag des Waldes, um auf die Bedeutung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufmerksam zu machen.
An diesem Tag starten wir eine Serie von Kurzvideos zur naturnahen Waldnutzung und den Herausforderungen des Klimawandels mit unserem Waldexperten Dr. Lutz Fähser. Er war langjähriger Leiter des Stadtforstamtes Lübeck und ist international bekannt für das von ihm mitentwickelte und 1994 eingeführte „Lübecker Konzept“. Dieses strebt eine hohe Naturnähe in Wirtschaftswäldern an, minimiert Eingriffe und weist 10 % der Fläche als Referenzflächen für natürliche Entwicklung aus.
Fotos von der JMV 2026 KG Herzogtum Lauenburg
Die Jahresmitgliederversammlung der BUND-Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg am 17. April 2026 lockte neben zahlreichen Mitgliedern auch Gäste an. Besonderes Interesse fand der Vortrag von Uta von Bassi über die Sichtung und Bestandsprüfung der Wildkatze im Herzogtum Lauenburg. Damit wurde die Wildkatze erstmals wieder in Schleswig-Holstein nachgewiesen.
Neben dem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2025 und dem Haushalt sowie Wahlen zur Landesdelegiertenkonferenz wurde auch eine aktualisierte Satzung der Kreisgruppe beschlossen. Sie muss jetzt noch vom Finanzamt bestätigt werden.
Am 7. März wurde in Ratzeburg wieder Müll an Straßen, Wegen und Plätzen aufgesammelt, den achtlose Menschen statt in die Müllbehälter einfach auf den Boden geworfen haben. Die BUND-Ortsgruppe beteiligte sich an der Aktion Sauberes Schleswig-Holstein, die in diesem Jahr von Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Ratzeburg organisiert wurde. Parallel dazu klärte in der Stadtbücherei eine Posterausstellung über die Gefahr durch Zigarettenkippen auf, die achtlos auf den Boden geworfen werden. Die Ausstellung wurde in einer sehr fruchtbaren Kooperation mit der Ratzeburger Regionalgruppe der Omas for Future zusammengestellt und war bis zum 21. März dort zu sehen. Passend zu der Ausstellung sammelten alle Gruppen auch enorme Mengen an Zigarettenkippen auf, die, geruchssicher in Gläser verpackt, Teil der Ausstellung waren.
Heike Petersson (Omas for Future) und Christel Hövelmann-Steiner (BUND Ratzeburg) präsentieren die Kippenausstellung
(BUND)
Zigarettenkippen gehören zu den häufigsten Abfallarten in unseren Städten, Dörfern und in der Natur. Sie schädigen Menschen und Umwelt. Wussten Sie, dass Zigarettenfilter giftige Chemikalien wie Blei und Arsen enthalten und bis zu 15 Jahre zum Verrotten benötigen? Letztendlich zersetzen sie sich zu Mikroplastik. Schätzungen zufolge landen zwei Drittel aller gerauchten Zigaretten auf dem Boden. Das entspricht weltweit etwa 4,5 Billionen Zigarettenkippen pro Jahr.
Außerdem kostet die Entsorgung den Kommunen viel Geld – und damit letztlich uns allen. Die Regionalgruppe der „Omas for Future“ Ratzeburg und Umgebung, sowie die Ortsgruppe des BUND Ratzeburg und Mölln informieren deshalb in einer Plakatausstellung in der Ratzeburger Stadtbücherei über die Gefahren von Zigarettenkippen für die Natur, die Tiere und für uns Menschen. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine saubere und umweltbewusste Gemeinde.
Die Veranstaltenden hatten dazu aufgerufen, Zigarettenkippen auf Gehwegen, Spielplätzen, am Sportplatz, an Schulen, Waldwegen, an Sitzbänken und vor der eigenen Haustür zu sammeln. Die gesammelten Zigarettenkippen wurden in einem fest verschlossenen Glas zu den Infotafeln in der Stadtbücherei gestellt und somit die Sammelergebnisse eindrücklich präsentiert.
Mit dieser Aktion sollte das Bewusstsein der Rauchenden geschärft werden, ihre Kippen nicht achtlos in die Umwelt zu werfen. Jede gesammelte Kippe trägt außerdem dazu bei, das Grundwasser und die Natur zu schützen.
Die Ausstellung konnte vom 3. bis 21. März während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei Ratzeburg besucht werden. Herzlichen Dank an die Stadtbücherei für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Omas for Future und wir, die BUND-Ortsgruppe Ratzeburg bemühen uns um weitere Orte, an denen die Ausstellung gezeigt werden kann.
Nach den ersten Fotos des LfU im Frühjahr 2025 am Grünen Band plante die BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg ein Monitoring mit Lockstöcken, um mehr über die Verbreitung der Wildkatze (Felis silvestris) zu erfahren. Das Verfahren ist folgendermaßen: Die Stöcke werden im Wald aufgestellt und mit Baldrian besprüht, die Wildkatze reibt sich daran und hinterlässt Haare, die sich genetisch analysieren lassen.
Die Wildkatzen-Experten des BUND in Berlin ließen sich von dem Vorhaben überzeugen und gemeinsam wurde ein Citizen Science-Projekt geplant. Hierfür war die Zusammenarbeit von vielen Akteuren nötig, vor allem aber vom BUND mit der Kreisjägerschaft und dem Landesamt für Umwelt. In die Fotofallen der Jäger tappten in der Folge auch einige Katzen, die die Wildkatzenexpertin Dr. Friederike Scholz auch mit großer Wahrscheinlichkeit für echte Wildkatzen hielt, aber nur ein genetischer Beweis durch das Lockstockmonitoring könnte Gewissheit bringen.
Im Herbst 2025 häuften sich die Fotonachweise in unserem Kreis, aber auch im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern. Dann die Überraschung: Sogar ein genetischer Nachweis gelang am Ende des Jahres, weil ein Jäger eine im Knotenzaun gefangene Katze befreite und sich bei uns meldete um zu klären, ob es wohl eine Wildkatze gewesen sei. Die Wildkatzenexpertin hielt das für wahrscheinlich und riet dazu, den Zaun nach Haaren abzusuchen und diese beim Senckenberg-Institut einzuschicken. Das Ergebnis ist eindeutig: eine weibliche Wildkatze, die zur zentralen deutschen Wildkatzenpopulation gehört.
Das Monitoring im Frühjahr 2026 wird nun zeigen, ob es weitere Exemplare von felis silvestris in unserem Kreis und im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern gibt.
Wenn Sie mehr über die Wildkatze erfahren möchten, informiert Sie der folgende Link:
Bildrechte: Landesamt für Umwelt
18. September 2025
Im südöstlichen Bereich des Landkreises Herzogtum-Lauenburg gibt es ein neues Wolfsterritorium, das Territorium „Langenlehstener Heide“. Das ergibt sich aus mehrfachen Wildkamera-Nachweisen, auf denen zwei Wölfe zusammen zu sehen sind. Der erste Nachweis des Paares war im Dezember 2024. Im Juni und Juli diesen Jahres folgten zwei weitere Nachweise. Damit ist die Voraussetzung für ein neues Wolfsterritorium gegeben.
Daneben gibt es in Schleswig-Holstein je ein Wolfsterritorium im Bereich Segeberg und eines im Sachsenwald, letzteres allerdings seit Mai diesen Jahres (Beginn des neuen Wolfsjahres) ohne Nachweis.
Ob das ursprüngliche Wolfsrudel im Bereich Langenlehsten-Leisterförde (LL) noch besteht, das grenzübergreifend mit Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen und auch dorthin verortet wurde, ist nicht abschließend geklärt. Seit Längerem gibt es keine Nachweise mehr von Mitgliedern des Rudels.
Der Wolf ist eine geschützte Art, über deren Erhaltungszustand gegenwärtig bundesweit intensiv diskutiert wird. Im Vergleich zu anderen Teilen der Republik leben in Schleswig-Holstein nur wenige Wölfe.
Zuständig für das Wolfsmonitoring in Schleswig-Holstein ist das Wolfsmanagement des Landesamts für Umwelt. Dieses sammelt im Rahmen des schleswig-holsteinischen Wolfsmonitorings alle Hin- und Nachweise und stellt Informationen zu bestätigten Nachweisen auf seiner Homepage bereit. https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/A/artenschutz/wolfsmanagement.html
Alle Meldungen zu Wölfen oder Goldschakalen bitte melden unter 0174-633 033 5 (Wolfshotline des Landes Schleswig-Holstein) oder direkt beim Landesamt für Umwelt unter 04347-704 382.
Der Haupt- und Innenausschuss des Kreises tagt am 22.09.2025 und entscheidet über die Vergabekriterien für insgesamt ca. 1500 ha Land, wovon aber nur ca 276 ha normales Agrarland sind, die restl. Flächen sind im wesentlichen Naturschutzflächen verschiedenster Art. Die Pachten dafür sollen sämtlich 2027 neu ausgeschrieben werden, angepasst an die EU-Förderperiode. Sollte diese Vorlage so durch kommen, hätten wir Umweltverbände und Fredeburg kaum etwas erreicht mit unseren Protesten. TRAURIG
Link zur Vorlage:
Naturschutzverbände fordern den Kreis Herzogtum Lauenburg auf, bei Landverpachtung Vorreiterrolle für Klimaschutz und Biodiversität zu übernehmen.
Appell zur nachhaltigen Verpachtung von kreiseigenen Landwirtschaftsflächen
An die Mitglieder des Haupt- und Innenausschusses des Kreistages Herzogtum Lauenburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Vorsitzender Brackmann,
anlässlich der bevorstehenden Beratung über die Verpachtung von ca. 200 ha kreiseigenem Acker- und Grünland in der Sitzung am 7. Juli 2025 wenden wir uns als Vertreter der Naturschutzverbände Natur Plus e.V., BUND und NABU mit einem dringenden Anliegen an Sie.
Ausgangslage und Handlungsbedarf
Aktuelle Situation der Kreisflächen
Der Kreis Herzogtum Lauenburg verfügt über ca. 2.200 ha Domänenfläche. Davon wird derzeit lediglich die Domäne Fredeburg (160 ha) ökologisch bewirtschaftet – das entspricht nur 7% der gesamten Kreisflächen. Hier besteht im Vergleich zu den allgemeinen politischen Zielsetzungen erheblicher Nachholbedarf.
Den kompletten Brief der Naturschutzverbände finden Sie hier
Auszug aus der Einwendung:
...Der BUND-SH wünscht sich eine Überprüfung, ob dieses Projekt teilweise (TKS 7 oder TKS 5, zum
Teil TKS 4) mit Erdkabel (Drück/ Bohrtechnik) ausgeführt werden könnte, um die oben erläuterten
naturschutzfachlichen Probleme zu lösen.
Das Vorhaben 51 Ost ist im BBPlG nicht als ein Pilotprojekt gekennzeichnet. Allerdings gibt es
Vorhaben, in denen trotz fehlender Einstufung als Pilotprojekt eine Erdkabelinstallation
durchgeführt wurde, was auch in diesem möglich sein sollte. Abstände zur Wohnbebauung und
oder Naturschutzrechte sind triftige Argumente dafür.
Die durch das Bundesbedarfsplangesetz erlaubten Pilottrassen verdienen eine Erweiterung, da
inzwischen z.B. Tennet viel Erfahrung gesammelt hat und bereits für Erdkabel wirbt.
Hier gib es die komplette Einwendung zum download
Link zur offiziellen Webseite von 50Herz:
https://www.50hertz.com/de/Netz/Netzausbau/ProjekteanLand/Vorhaben51/
Der BUND ist ein demokratischer Verband. Aus dem Herzogtum Lauenburg waren 8 gewählte Delegierte am 17.5.2025 nach Neumünster angereist. Entschieden wurde über die Gründung einer Stiftung, die weitere Finanzierung unseres Verbandes und vieles mehr.
Richtigstellung 15.05.25:
ich bitte um die Richtigstellung Ihrer Ausführungen (Quelle: Bericht auf Ihrer Homepage, LN und LOZ Bericht), da es keine unerlaubte Einleitung in den Salemer See gibt.
Ich war letzte Woche auf dem besagten Grundstück in Salem. Das Rohr endet einige Meter vor der Wasserfläche des Salemer Sees und ist zusätzlich noch mit einer Platte verschlossen. Daher gibt es keine unerlaubte Einleitung in den Salemer See. Die Gemeinde wurde informiert, dass entsprechende Antragsunterlagen von einem Fachplaner zu erstellen sind und bei mir in der unteren Wasserbehörde eingereicht werden müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Björn Ruge
Kreis Herzogtum Lauenburg
Der Landrat
Fachdienst Wasserwirtschaft
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Unerlaubte Einleitung in Salemer See irritiert den Bund für Umwelt und
Naturschutz e.V. (BUND)
Mölln/Salem, 28.4.2025
- Die Gemeinde Salem hat kürzlich in umfangreichen
Baumaßnahmen Rohre zur direkten Ableitung des Straßenablaufwassers in den
Salemer See verlegt. Es ist nicht bekannt, ob Vorsorgeeinrichtungen zum
Rückhalt von Mikroplastik aus Reifenabrieb oder gar Öl- und
Fahrzeugverunreinigungen eingebaut wurden. Üblicherweise wird
Straßenoberflächenwasser über die Bodenzone (zum Beispiel die Bankette und
Böschung oder einen sogenannten Retentionsbodenfilter) oder in einem
Absetzbecken gereinigt.
Durch ein Nachfragen des BUND, ob tatsächlich kein Retentionsbecken,
Drainteich, Ölabscheider oder ähnliches installiert wurde, offenbarte sich, dass es
keine Genehmigung für diese Einleitung in den Salemer See gibt. ....
Der BUND prüft zusammen mit anderen Mitstreitern vor Ort eine Klage zur Verhinderung der Ortsumgehung Geesthacht.
Die Linden wurden am Morgen den 22.02.24 gefällt.
Weder der Umstand das Sie gesund waren,
noch der Einsatz von über 1600 Menschen für diese Bäume konnten sie retten.
Es ist sehr traurig, dass wir Menschen uns noch immer so über die Natur erheben und so tun als wären es keine Lebewesen, sondern DINGE die wir einfach "entnehmen" können, weil es uns so sinnvoll erscheint.
NACHTRAG vom 25.04.2024:
Der Bauausschuss in Mölln hat heute einem Fraktionsantrag folgend beschlossen, dass keine in Form geschnittenen Linden gepflanzt werden sollen.
Es werden nun freiwachsene Linden gepflanzt die GROSS und ALT werden dürfen. In 50 Jahren werden diese einen vergleichbaren ökologischen Wert erreicht haben. Ein Schelm wer Böses denkt...
Liebe Möllner LindenschützerInnen,
diese Mail darf verbreitet werden. Danke und umweltsolidarische Grüße!
Herr Schlie hat Schmähungen gegen Möllner UmweltschützerInnen verbreitet, die auch mich persönlich betreffen. Ich selbst habe am 2.3. unter meinem Namen eine Traueranzeige im Möllner Markt geschaltet.
Seit 2007 lebe und arbeite ich in unmittelbarer Nähe des Bauhofs und habe das Schicksal der Linden während dieser Jahre hautnah miterlebt. Nach anderthalb Jahrzehnten unermüdlichen Engagements für die Möllner Stadt- und Straßenbäume, in dem mir gerade auch die Bauhof-Linden durch alle Jahreszeiten als fotografisches Anschauungsmaterial für die Schäden durch Streusalz und sonstige urbane Faktoren dienten, zieht sich mir beim Anblick der trostlosen Baumstümpfe immer noch der Magen zusammen vor Trauer und Wut. Dieser Trauer habe auch ich Ausdruck gegeben in einer persönlichen Anzeige im Möllner MARKT.
Leider wurde es mir in der Einwohnerversammlung am 28.2. verwehrt, in einem 3-minütigen Vortrag von den Bauhof-Linden Abschied zu nehmen. Nach Jahren ununterbrochenen Engagements für unsere bedrohte Natur waren sogar 180 Sekunden offenbar zu viel. Das sagt viel aus über die Prioritäten der Eulenspiegelstadt.
Der Vorwurf des Populismus, wie Herr Schlie ihn gegenüber den Lindenschützern verwendet, ist sachlich falsch und dient der Diffamierung von engagierten Mitmenschen. Leider hat der Begriff eine ähnliche Bedeutungsverwässerung wie "Terrorismus" oder "Extremismus" durchgemacht und dient nun zur Aburteilung unbequemer Kritiker.
Populismus – das kann man googeln - ist ein politisches Verhalten, das durch Dramatisierung der politischen Lage und systematische Generierung von Feindbildern (meist Minderheiten, aber auch Weltanschauungen) die Gunst der Massen, sprich des Wahlvolks, erringen will. Wie abwegig es bei Kenntnis dieser Definition ist, engagierten UmweltschützerInnen dieses Label aufzudrücken, dürfte eigentlich klar sein.
Ich habe es ein Jahrzehnt lang erlebt, dass über meine Umwelt-Mails in Wort und Bild, wenn überhaupt, nur "ad personam" diskutiert wurde. Kaum jemals ging es um die von mir aufgezeigten Probleme im Umweltverhalten von Einwohnern und städtischen Organen, sondern nur um meine Art und Weise, WIE ich die Themen präsentierte. Wer sich von meiner Kritik betroffen fühlte, bezichtigte mich reflexartig der Beleidigung, damit war die Diskussion beendet.
Wenn Herr Schlie also in seiner Botschaft mit einem "Populismus"-Begriff operiert, als Abwertung und Diffamierung selbstlos engagierter Menschen, dann ist das schändlich und beschämend, viel mehr als eine Traueranzeige für 16 vernichtete Stadtbäume!
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schicker
Der Brief vom 21.01. gelangte über seinen Arzt, per mail an den BUND Kreisverband. Es ist eine Reaktion auf den Zeitungsartikel in der LN "Naturschützer wollen Linden retten".
Wir bedanken uns hiermit ausdrücklich für den Einsatz von Barbara und Rainer Reher in einen Alter von über 90 Jahren!
Vielen Dank und bleiben Sie gesund.
Auszüge aus dem Brief (der komplette Brief findet sich unten zum download):
Lieber Herr Dr. ....., .... heute schreibe ich Ihnen aus einem bestimmten Grund. Sie wissen ja, dass Sie in Tillhausen, also der Eulenspiegelstadt Mölln wohnen. Es dreht sich um die Linden am Bauhof, die man alle entfernen will und durch amerikanische Stadtlinden ersetzen will. Wir lieferten nach Gewinn der Ausschreibung damals vor über 50 jahren die Tilia americana die ich von meiner Lehrfirma "Rudolf Schmidt Baumschulen", Rellingen bezog. ....
Die am Bauhof stehenden Linden sind kerngesund und nicht leicht beschädigt wie behauptet wird. Ich habe mich damals gewundert dass amerikanische Linden ausgeschrieben waren. Aber damals war eine junge sehr tüchtige Gartenbauarchitektin im Bauamt beschäftigt die wohl schon damals von der besseren Verträglichkeit der Tilia americana für einen solchen Standort überzeugt war ....
Ausserdem ist es vollkommener Blödsinn hier dann beschnittene Linden zu pflanzen, die dann für die Bänke kaum Schatten bieten. Ich habe dort sehr oft auf einer Bank gesessen und auf meine Frau gewartet, wenn Sie in einem der umliegenen Geschäfte einkaufte.
Ja Eulenspiegel lässt wirklich grussen....
Herzliche Grüße aus Büchen ....
Vorsicht mit der Uhrzeit im Artikel / richtig ist:
Treffen der Baumschützer im Uhlenkolk am 26.1.24 um 18:30
https://epaper.lokale-wochenzeitungen.de/mabmsr/508/
Ein Plädoyer für die Linden,
ein Leserbrief von Gisela und Günther Teichmann, Mölln. gedruckt am 23.12.23 im MARKT
Ein Artikel zur Demonstration am 16.12.23 in Mölln:
Linden müssen erhalten bleiben
BUND veranstaltete Demonstration auf dem Möllner Bauhof
Es war ein voller Erfolg.
Es gab viel Unterstützung, tolle Musik und viele gute Gespräche.
Ein Bericht folgt in Kürze.
Bitte unterschreibt weiter fleißig unsere Petition an die Stadtvertretung der Stadt Mölln:
Wir haben eine BUND Online Petion gestartet.
Bitte unterschreibt für den Erhalt der Linden :
https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-von-16-linden-in-der-moellner-altstadt
Presserklärung der BUND Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg 13.12.2023:
Die Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg des BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) ruft für
Samstag, den 16. Dezember 2023 von
11 bis 13 Uhr zu einer öffentlichen Demonstration
auf dem Bauhof Mölln auf.
Ziel der Demonstration ist, die Bevölkerung auf die drohende Fällung der 16 Linden aufmerksam zu machen und mehr Bewusstsein für die Notwendigkeit von Bäumen in Zeiten des Klimawandels in Städten zu schaffen.
Der BUND hält eine öffentliche Aktion für notwendig, da die Stadt Mölln amtlich den „Klimanotstand“ ausgerufen hat, aber nicht danach handelt. Denn die Stadt hat sich dadurch verpflichtet, bei allen Maßnahmen deren Klimarelevanz zu prüfen und so zu entscheiden, dass keine oder die geringsten negativen Auswirkungen entstehen.
In Zeiten des Klimawandels ist eine Bauplanung, die überwiegend ingenieurtechnisch mit dem bekannten Leitsatz "Baufreiheit durch Baumfreiheit" erfolgt, nicht mehr zu verantworten.
Aus biologischen als auch aus klimapolitischen, ästhetischen und vor allem kostensparenden Gründen ergibt sich der zwingende Schluss, die Linden am Bauhof nicht zu roden, sondern ihre Wuchsbedingungen für die Zukunft noch zu verbessern.
Lindengruppe Möllner Innenstadt/ Bauhof (Bildrechte BUND)
Am Donnerstag, den 23.11.2023 will der Möllner Bauausschuss über das Schicksal der 16 Linden auf dem marktplatzähnlichen Bauhof entscheiden. Der BUND Umwelt und Naturschutz e.V. fordert den Erhalt der bestehenden Linden aus ästhetischen, kleinklimatischen und historischen Gründen! Argumente hierfür wurden bereits ausführlich in öffentlichen Diskussionen benannt und gelten ganz besonders in den jetzigen Zeiten der Klimakrise mit Erhitzung und Trockenheit. Für einen Kurort mit erhöhten Anforderungen an ein gutes Klima und Schönheit kann es keine andere Entscheidung geben.
Die Bauplanung erfolgte überwiegend ingenieurtechnisch mit dem bekannten Leitsatz "Baufreiheit durch Baumfreiheit". Das ist aber im Klimawandel in überhitzten Städten nicht mehr zu verantworten. Überall in Deutschland entstehen derzeit Kleinst-Stadtwälder aus klimatischen Gründen.
Die tatsächlichen physiologischen Einschränkungen der bestehenden Bäume durch Oberflächenversiegelung, Bauschutt im Untergrund und üppiges Salzstreuen im Winter können und müssen in Zukunft gemindert werden durch Streusand anstatt Salz und Erweiterung der pflasterfreien Wurzelteller. Für die Verbesserung des Wurzelraumes gibt es wenig aufwendige Maßnahmen, an deren Realisierung sich Mitglieder des BUND-Kreisverbandes gerne beteiligen wollen.
Stadtverwaltung und ein Gutachter haben sich zu der Rodung der Linden geäußert. Dabei wurden die Kosten und Risiken für den Erhalt des Bestehenden relativ hoch kalkuliert, während die Kosten der Rodung, der Neuanlage und deren Sicherung relativ niedrig ausfallen. Tatsächlich entstehen durch das Roden der stadtprägenden und schattenspenden Linden keinerlei Vorteile, im Gegenteil!
Als wesentliches Argument, die Linden zu fällen, wird angeführt, dass die angeblichen deutschen Winterlinden durch amerikanische Linden ersetzt werden sollen, um den klebrigen Honigtau der deutschen Linden zu vermeiden und bessere Klimatauglichkeit zu schaffen.
Dazu hat sich der Baumschul-Inhaber gemeldet, der seinerzeit mit der Pflanzung der 16 Linden in Mölln beauftragt worden war. Er berichtet, dass damals von der Stadt Mölln ausdrücklich Tilia americana angefordert und auch gepflanzt wurde. Sowohl Stadtplanung als auch Gutachter scheinen eventuell nicht sehr mit den biologischen Grundlagen der Linden und ihrer Neuplanung vertraut zu sein.
Aus allem ergibt sich sowohl aus biologischen als auch aus klimapolitischen, ästhetischen und vor allem kostensparenden Gründen der zwingende Schluss, die beliebten Linden am Bauhof nicht zu roden, sondern ihre Wuchsbedingungen für die Zukunft noch zu verbessern.
Fachliche Ansprechpartner:
Franziska Eggers, Mitglied im Kreisvorstand, Tel. 0171 / 833 6781,
E-Mail: franziska.eggers(at)bund-herzogtum-lauenburg.de
Dr. Lutz Fähser, Tel. 04543 / 7026
E-Mail: lutz.faehser(at)posteo.de
Presseansprechpartnerin:
Anne Christina Remus, Mitglied im Kreisvorstand
Tel. 0173 / 40 43 034
Lindengruppe auf dem Bauhof / Mölln (Bildrechte: Beate Schicker)
Sehr geehrte Mitglieder im Bauausschuss,
in diesem Sommer bin ich an sehr heißen Sommertagen öfter in Mölln gewesen und habe als Ratzeburgerin die Möllner um ihren schattigen und sehr belebten Bauhof beneidet. Eigentlich ist die Lage an einer Autokreuzung mit Ampel für den Aufenthalt von Fußgängern nicht sehr attraktiv. Trotzdem hat sich dort eine erstaunliche Aufenthaltsqualität entwickelt, die nur der wohltuenden Wirkung der Bäume zu verdanken ist. Hier haben die Möllner*innen einen öffentlichen Raum zur Verfügung, der von vielen genutzt wird. Hier wird verschnauft, Eis geschleckt und Kuchen gegessen, fast wie auf Plätzen in Frankreich oder Italien. Die Geschäfte drumherum profitieren von den vielen Menschen, die sich dort aufhalten. Mölln hat an dieser Stelle zweifelsohne einen Ort mit guter Infrastruktur, der von vielen Menschen genutzt wird.
In Ratzeburg haben wir vor 15 Jahren erlebt, dass das Abholzen von Bäumen im Zentrum der Stadt ein Fehler war. Das Thema war wahlentscheidend bei der letzten Kommunalwahl. Die Möllner sollten diesen Fehler nicht wiederholen, denn was einmal weg ist, lässt sich nicht wieder herbeizaubern. Neuanpflanzungen können erst in vielen Jahren die Leistungen alter Bäume ersetzen. Man sollte in der Politik ehrlich sein: Klimaschutz kostet nun mal Geld, aber wenn am Ende der Erhalt der Bäume herauskommt, ist es gut investiertes Geld. Die Menschen brauchen Schatten im Zentrum der Stadt – im nächsten Sommer und alle weiteren Sommer auch. Denn der Klimawandel schreitet voran.
Mit freundlichem Gruß
Uta von Bassi, Ratzeburg
Ein Blick auf die Linden auf dem Bauhof in Mölln im Herbst (Okt.2023)
Mölln, 1.10.2023
Der Kreisverband Herzogtum Lauenburg des Bund für Umwelt und
Naturschutz (BUND) appelliert an die Stadt Mölln, die Linden auf dem
Bauhof leben zu lassen. Die Bäume sind etwa 50 Jahre alt, spenden
Schatten, kühlen an heißen Sommertagen und filtern Staub aus der Luft.
Diese Linden sind aufgrund ihres Alters wertvoll in der Innenstadtlage auf
dem Möllner Bauhof. Sie sind Lebensraum für Insekten und Vögel,
spenden Sauerstoff und verbessern das Mikroklima in Zeiten des
Klimawandels. All diese Funktionen könnten neu gepflanzte Bäume erst
nach vielen Jahren erfüllen.
........
Zarrentin, 26.04.2023: Anlässlich der 6. Fachtagung zum Management des Nationalen
Naturerbes Grünes Band im Biosphärenreservat Schaalsee fand ein Austausch zu den
Entwicklungen und Perspektiven des Grünen Bandes statt.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hoffen auf die baldige Ausweisung des Grünes Bandes Mecklenburg-Vorpommern als Nationales Naturmonument (NNM).
Vom Kreisvorstand waren mit dabei:
- Helma Burazerovic -Uta von Bassi - Franziska Eggers
Im Bodenbereich ragt die Stammbreite einer Edelkastanie geringfügig über die offizielle exakte Grenzlinie am Zaun hinaus. Dieser gesunde Baum wurde schon auf der einen Seite rabiat zurück geschnitten, damit soll aber nicht genug sein. Er wächst und gedeiht und ein älteres Ehepaar in Wohltorf kämft seit Jahren um seinen Erhalt. Die Nachbarn fordern auf gerichtlichem Wege die Fällung des Baumes.
Zitat: "In nächster Zeit müssen wir dann als weit über 70-Jährige wieder in diesem irrationalen Streit vor dem Amtsgericht Reinbek erscheinen und um den Erhalt unseres Baumes kämpfen."
Viel Erfolg und Danke für Ihren Einsatz! 09.11.2022
Mit Plakaten wirbt die Gemeindevertretung in Büchen derzeit für das neue Gewerbegebiet „Steinkrüger Koppel". Mehr Arbeitsplätze, neue Ausbildungsplätze und zusätzliche Einnahmen durch Gewerbesteuern sollen durch den Bau entstehen. Die Rede ist von einem „nachhaltigen Gewerbegebiet", das Arbeit und Leben in der Gemeinde miteinander verbinden soll.
Eine Bürgerinitiative glaubt indes nicht an diese Vorzüge. Sie will die Ackerfläche Am Heideweg, auf der gebaut werden soll, um jeden Preis erhalten und hat deshalb schon vor Monaten Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt – mit Erfolg. Am 13. November 2022 können alle Büchener abstimmen ....
Kritik vom BUND-Vorstand
Wolfgang Pohle, Vertreter der Bürgerinitiative und Mitglied im Kreisvorstand des BUND, hält davon nichts. Gegenüber den LN sagte er, die Verwendung des Begriffes „Nachhaltigkeit" stelle im Zusammenhang mit dem geplanten Flächenverbrauch eine „dreiste Umkehrung der umweltpolitischen Bedeutung des Begriffes" dar. „Schließlich fordert doch die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und die entsprechenden Vorgaben des Landes gerade eine massive Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme."
Die Bürgerinitiative fordert anstelle des Neubaus mehr Wertschöpfung auf bereits bestehenden Gewerbeflächen. Um diese Forderung zu untermauern, haben die Initiatoren die Gewerbeflächen im Gemeindegebiet analysiert. Das Ergebnis: Die Gesamtheit der Industrie- und Gewerbeflächen in Büchen beträgt 59 Hektar. Die Gewerbeeinnahmen pro Hektar belaufen sich auf 29 000 Euro. Das ist laut Initiative eine niedrige Summe im Vergleich zu Nachbarstädten wie Schwarzenbek, Mölln und Lauenburg, bei denen die Summen zwischen 42 000 Euro und 67 000 Euro liegen. Die Werte beziehen sich auf Online-Daten des Statistikamtes Nord. In Anbetracht dieser Zahlen resümiert Jan Möller: „Es braucht keine weiteren Betonwüsten, sondern eine geförderte Aufwertung im Bestand."
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Bürgerinitiative unter www.stopp-gewerbegebiet.de, sowie auf der Webseite der Gemeindevertretung unter www.buechen-buergerentscheid.de.
gekürzt: Rabea Osol
Quellenangabe: Lauenburg vom 12.10.2022, Seite 10
Der Streit um das von der Gemeinde geplante Gewerbegebiet „Steinkrüger Koppel" in Büchen hat nun ein offizielles Ende gefunden. Beim Bürgerentscheid am Sonntag, 13. November, haben die Büchenerinnen und Büchener über die Zukunft der entsprechenden Fläche Am Heideweg entschieden.
Die Frage lautete: „Sollen die Aufstellungsbeschlüsse der 33. Flächennutzungsplan-Änderung sowie des Bebauungsplans Nr. 67 ,Gewerbegebiet Steinkrüger Koppel' aufgehoben werden, so dass das betroffene Gebiet östlich der Steinau weiterhin als landwirtschaftliche Fläche erhalten bleibt?"
Über 53 Prozent stimmten für ein Gewerbegebiet
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Initiative: „Bürgerbegehren war nicht umsonst"
Die Bürgerinitiative, die sich gegen das Gewerbegebiet gegründet und den Bürgerentscheid erwirkt hatte, muss sich derweil geschlagen geben. Obwohl die Initiatoren mit ihrem Anliegen gescheitert sind, sehen sie im knappen Ergebnis dennoch Hoffnung. „Auch wenn heute noch einmal für Flächenversiegelung entschieden wurde, lässt sich für zukünftige Beschlüsse sicherlich ein deutliches Zeichen herauslesen" rekapituliert Jan Möller, einer der Initiatoren. Die Büchener seien jetzt für dieses Thema sensibilisiert und würden die zukünftigen Entwicklungen umso aufmerksamer begleiten.
„Das Bürgerbegehren ist nicht umsonst gewesen", stellt auch Initiator Wolfgang Pohle klar. Die Gemeindevertretung müsse ihren Worten jetzt auch Taten folgen lassen. „Es sollte neben dem versprochenen nachhaltigen, also CO2 -neutralen Gewerbegebiet weitere Wirtschaftsförderung für weniger flächenintensive und andere moderne Gewerbebetriebe angestoßen werden, sodass der Flächenfraß zukünftig nicht nochmals Gegenstand einer Fragestellung an die Bürgerinnen und Bürger werden muss."
Dank für Teilnahme und Unterstützung
Initiatorin Christin Leifels richtet außerdem noch einen Dank aus: „Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für die rege Teilnahme und insbesondere den Helfenden und Unterstützenden für das große Engagement, welches diese Aufklärungsarbeit und die Kampagne für die Abstimmung möglich gemacht hat."
von Rabea Osol (gekürzt)
Quellenangabe: LN Lauenburg vom 15.11.2022, Seite 10
Quellenangabe: Lauenburg vom 15.11.2022, Seite 10
Nach dem Einführungsvortrag des Ökologen Prof. Dr. Rainer Luick war deutlich, dass die Problematik der Tierhaltung untrennbar mit den vielfältigen Krisen unserer Zeit verwoben ist. Dazu gehören vor allem die Klima-, die Biodiversitäts-, Ressourcen- und Ernährungskrise. Die Teilnehmenden, viele von ihnen selbst in der Landwirtschaft tätig, waren sichtlich beeindruckt von den vorgestellten Fakten und Zusammenhängen.
So war die folgende Diskussion geprägt von einem weitgehenden Konsens über die Tragweite der Problematiken. Die Vertreter und Vertreterinnen der Landwirtschaft zeigten grundsätzlich Bereitschaft, sich den Problemen zu stellen und Lösungen anzubieten. Dass es dabei große Unterschiede zwischen den konventionell und ökologisch Wirtschaftenden gibt, war nicht überraschend. Insgesamt zeichnete sich die Diskussion aber durch ein konstruktives Klima aus.
Quellenangabe: Lauenburg vom 19.11.2022, Seite 10
Die diesjährige Radtour der Kreisgruppe des BUND Herzogtum Lauenburg zum Tag der Deutschen Einheit führte uns in die Sanderflächen bei Büchen. Die umweltfreundliche Anreise per Bahn führte zwar zu einer Verspätung, was die gute Stimmung aber nicht beeinträchtigte. Unser Biologe Heinz Klöser hatte wieder viele interessante Details zu berichten und wusste auf fast alle Fragen eine Antwort. Die mit über 20 Teilnehmern gut besuchte Veranstaltung führte bei schönem Herbstwetter über Fitzen und den weitläufigen Bergholzer Forst. Hier besprachen wir die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald. In Langenlehsten sahen wir die „100 Äcker für die Vielfalt“ und gelungene Ackerrandstreifen mit einer noch beachtlichen Blütenvielfalt. Bei der Passage der ehemaligen Grenze kreisten 3 Jungseeadler über uns. Zu einer Kaffeepause ging es in die „Holzhütte“ nach Greven. Die Rückfahrt erfolgte über Lüttenmark und Fortkrug.
Die Radtour führte uns durch wenig bekannte Gegenden, so dass auch die „Einheimischen“ feststellen konnten, dass sie einige Wege nicht kannten.
Weil es unterwegs so vieles zu sehen und zu diskutieren gab, konnten wir das „Gartenschlägereck“ und seine Grenzumgebung nicht mehr erkunden. Heinz erklärte sich aber bereit, hierfür eine extra Wanderung anzubieten, die voraussichtlich noch im Spätherbst durchgeführt wird. Wir werden das rechtzeitig ankündigen. (der Bericht ist geschrieben von Torsten Walther)
Die Pilzwanderung am 25.09.22 war mit insgesamt 60 Personen (51 Gästen, 4 Pilzexperten und 5 BUND Helfern) auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Das Wetter spielte ebenfalls mit und sorgte für eine regenfreie Veranstaltung, trotz einer gegenteiligen Vorhersage. Also eine rundum gelungene Veranstaltung.
Die Lübeker Nachrichten berichteten am 3.9. vom Bauausschuss in Mölln.
Hier einige Ausschnitte, den ganzen Artikel finden Sie bei den Lübecker Nachrichten:
"In Lehmrade wohnt der Kammmolch
Diskussion im Möllner Bauausschuss um das umstrittene Neubaugebiet in Lehmrade – Geschützte Tierart aufgetaucht
Von Florian Grombein
Mölln/Lehmrade. Der BUND-Vorsitzende Stamer hat dem Möllner Bauausschuss eine Stellungnahme gegen das geplante Neubaugebiet in Lehmrade übergeben. Doch auch die vehement vorgetragenen Bedenken der im Ausschuss anwesenden Mitglieder einer Bürgerinitiative gegen das Projekt halfen nichts. Die Verwaltung und die Mehrheit der Möllner Politiker finden es gut, dass in der Nachbargemeinde neuer Wohnraum entsteht. Aber jetzt äußert der Naturschutzbund (Nabu) erhebliche Bedenken. Demnach könnte eine schützenswerte Tierart das geplante Neubaugebiet zumindest schmälern. Der Nabu plädiert für einen größeren Abstand der Wohnbebauung zum Flachtümpel im Baugebiet.
Die Eulenspiegelstadt war als Nachbargemeinde im Bauleitverfahren lediglich ordnungsgemäß im Rahmen der frühen Beteiligung um eine Stellungnahme gebeten worden.
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Stamer übergab am Donnerstagabend die Stellungnahme des BUND, die er der Gemeinde Lehmrade zugestellt hat. Darin äußert er unter anderem Bedenken hinsichtlich des von der Gemeinde und den Stadtplanern aus Lübeck (Prokom GmbH) angemeldeten Bedarfs an Wohnungen. „Wir ziehen in Zweifel, dass die Menge der ausgewiesenen Wohneinheiten, die in diesem Gebiet vorgesehen sind, nach den Vorgaben des Landes zulässig ist", sagte er auf Nachfrage. Er verweist in dem Schreiben vom 19. August, das hier nicht in voller Länge wiedergegeben werden kann, auch darauf, dass Amphibien zum Plangebiet in Lehmrade zögen und besagten Flachwassertümpel als Laichgebiet nutzten. Im Feuchtbereich jenseits des Tümpels seien darüber hinaus Laubfrösche aktiv. Diese wiederum gehörten in einer frühen Entwicklungsphase zum Speiseplan des Kammmolchs.
Die Präsenz und das Drängen der Lehmrader und des BUND-Kreisvorsitzenden Stamer erreichten nicht, dass die Möllner Politik die Verwaltungs-Vorlage ablehnte – auch wenn Regina Hälsig (Die Grünen) Verständnis für die Bedenken der BI äußerte. Schließlich beträfen Biotope in Möllns Umland auch das Klima der Stadt. Doch zumindest ging es knapp aus: Vier Jastimmen standen zwei Neinstimmen (Die Grünen) und zwei Enthaltungen gegenüber."
Quellenangabe: Lauenburg vom 03.09.2022, Seite 8
Wolfgang Pohle (Vorstandsmitglied im BUND Kreisverband) sagte auf Nachfrage den Lübecker Nachrichten das der BUND den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung unterstütze. Er begrüße die Bestrebungen der Planer, die neuen Stromtrassen in der Nähe von bereits vorhandenen Verkehrswegen errichten zu wollen. Gleichzeitig betonte er aber auch: „Der Ausbau muss im Einklang mit den Zielen des Naturschutzes erfolgen. Eine Neuinanspruchnahme naturschutzfachlich wertvoller Gebiete lehnen wir ab.“
Und genau an dem Punkt wird es wichtig auf die Details zu schauen. Werden neue Leitungen neben alte gesetzt und so der Flächenverbrauch in der Landschaft weiter erhöht oder schaffen wir es bereits bestehende Leitungen zu ertüchtigen. Das Thema wird uns noch intensiv begleiten.
Die Lübeker Nachrichten berichteten am 23.8.22 vom den Reaktionen auf Pläne zum Bau neuer Freileitungen im Kreisgebiet.
Hier einige Ausschnitte, den ganzen Artikel finden Sie bei den Lübecker Nachrichten:
"Im Kreis sollen neue Freileitungen für Windenergie entstehen – So reagieren Politiker, Unternehmer und Naturschützer
Mölln. Das Herzogtum Lauenburg ist für die Energiewende in Schleswig-Holstein ein wichtiger Standort. Drei neue Stromtrassen für Windenergie sollen in den kommenden Jahren quer durch das Kreisgebiet gebaut werden.
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In den betroffenen Ämtern und unter Naturschützern ist man allerdings auch noch vorsichtig, was die Einschätzung möglicher Auswirkungen angeht.
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Der genaue örtliche Verlauf der geplanten Stromtrassen steht aktuell noch nicht fest. Beim Energienetzdialog am 18. August wurde allerdings schon bekannt gegeben, dass die Leitungen voraussichtlich durch die Gebiete der Ämter Büchen, Breitenfelde und Schwarzenbek-Land verlegt werden sollen. Vor Ort ist man mit der Beurteilung des Netzausbaus derzeit noch vorsichtig.
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Bei den Planungen werden indes auch Naturschutzbehörden einbezogen, wie die Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund). Vorstandsmitglied Wolfgang Pohle erklärte am Montag dazu, der Bund unterstütze den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung und begrüße die Bestrebungen der Planer, die neuen Stromtrassen in der Nähe von bereits vorhandenen Verkehrswegen errichten zu wollen. Gleichzeitig betonte er aber auch: „Der Ausbau muss im Einklang mit den Zielen des Naturschutzes erfolgen. Eine Neuinanspruchnahme naturschutzfachlich wertvoller Gebiete lehnen wir ab.“ "
Quellenangabe: Lauenburg vom 23.08.2022, Seite 8, Von Rabea Osol
Auf mehreren Kilometer Länge wurde entlang der K 27, zwischen Bälau und Altmölln ein wunderschöner Knick auf ca. 2km rabiat zurückgeschnitten und das mitten in der Vegetationszeit! Wir haben bei der UNB Anzeige erstattet.
Die Bäumchen und Äste wurden zerhäckselt, der Boden geschlägelt.
Das Ganze mitten in der Vegetationszeit und in vollem Grün. Die
Jungfrösche am Straßenrand und die Vogelnester in den hohen seitlichen
Knicks wurden zur Häckselmasse .
28.04 2022
Winterschachtelhalm - Pressemeldung des Kreises mit Erwähnung des BUND
An den Uferhängen des Ratzeburger Küchensees wachsen große Ansammlungen von Winter-Schachtelhalm. Diese urtümliche Pflanze ist eine Besonderheit in Schleswig-Holstein und Teil eines wertvollen Lebensraumes. Neu erstellte Infotafeln und ein Aktivitätselement bringen den Waldbesucherinnen und -besuchern Wissenswertes zu den faszinierenden Pflanzen, ihrem Lebensraum und den Ansätzen, wie dieser geschützt werden kann, näher.
„Schachtelhalme sind faszinierende Pflanzen, doch kaum einer kennt sie.“, weiß Claudia Rösen vom Naturpark Lauenburgische Seen, die das Projekt mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Kreisforsten und des Fachdienstes Naturschutz umgesetzt hat. „Sie gehören zu den ältesten Pflanzenarten der Erde. Früher waren sie noch bekannter, denn Schachtelhalme hatten einen vielseitigen Nutzen. Vor der Erfindung des Schleifpapiers nutzte man die raue Oberfläche getrockneter Pflanzen zum Polieren von Musikinstrumenten. Schachtelhalmextrakte spielten auch eine Rolle als pflanzliche Arznei. Indem wir den Winter-Schachtelhalm heute wieder bekannter machen, fördern wir auch die Sensibilität der Menschen für seinen schützenswerten Lebensraum. Nicht nur Schachtelhalm gibt es hier, sondern viele andere seltene Pflanzen, Amphibien und besondere Pilze.“
Der Winter-Schachtelhalm ist in einem feuchten Lebensraum zuhause, wo in hängiger Lage Grundwasser im Boden fließt und zahlreiche Quellen austreten. In den eiszeitlich entstandenen Uferhängen am Farchauer Küchensee findet er optimale Bedingungen. Volker Rudolph vom Fachdienst Naturschutz ergänzt: „Indem wir den Menschen die Zusammenhänge in der Natur erklären, fördern wir das Verständnis für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur. Es wird eher akzeptiert, warum es beispielsweise wichtig ist, die Pflanzen und den Boden nicht zu beschädigen oder Hunde im Wald nicht ohne Leine laufen zu lassen.“
Der Winter-Schachtelhalm ist eine Halblichtpflanze, die weder sehr sonnige, noch sehr schattige Standorte besiedelt. Die Pflege der Flächen im Rahmen der naturnahen Waldwirtschaft der Kreisforsten hat diesen Aspekt immer im Blick. Annekatrin Kohn, die unter anderem für Naturschutzprojekte der Kreisforsten verantwortlich ist, berichtet, dass direkt in den Schachtelhalmbeständen keine Holznutzung stattfindet. „In dem angrenzenden Gebiet werden sehr zurückhaltend einzelne Stämme für die Nutzung entnommen. Vorrangig ist, dass das feuchte Waldinnenklima als Lebensgrundlage für die Pflanzen erhalten bleibt.“
Solch große Bestände wie hier am Küchensee findet man sehr selten - da sind sich die Fachleute einig. Schon seit langem ist dieser besondere Naturschatz intern und bei Spezialistinnen und Spezialisten bekannt und wird in den Planungen berücksichtigt. Von der BUND Ortsgruppe wurde in der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Naturparkplanung dazu auch eine Projektidee eingereicht. Dieser Impuls wurde gern aufgenommen, den Winter-Schachtelhalm der Öffentlichkeit bekannter zu machen und sich weiterhin für den Schutz des Lebensraumes zu engagieren.
14.02.2022
Nachruf auf Eugen Prinz
Eugen war ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit, Umwelt- und Naturschutz wie auch für die Belange benachteiligter Menschen. Er war ein Streiter gegen Atomkraft, er war Pazifist und Individualist. Lange hat er im Kreisvorstand unseres BUND im Lauenburgischen mitgewirkt. Als Delegierter war er auf Landesebene für uns tätig, und hat dabei viele Anträge, speziell in Sachen Atomwiderstand, eingebracht. Im Jahr 2009 erhielt er den Umweltpreis der Kreisgruppe des BUND.
Hier einige Stimmen von Menschen, die über Jahrzehnte Kontakt mit ihm hatten:
„Kennengelernt hatte ich Eugen Prinz in den 1980er Jahren bei unserem Kampf gegen die Berlin-Autobahn durch den Sachsenwald. Er war ein außergewöhnlich engagierter Mensch für den Umweltschutz in Norddeutschland, insbesondere gegen die atomare Energie- und Militärwirtschaft. Bewundert habe ich Ihn immer für seine überaus detaillierten Fachkenntnisse und Schilderungen über die technischen und historischen Zusammenhänge. Dank gebührt Ihm auch für die diesbezüglichen Einbindungen in seinen Unterricht als Lehrer am Gymnasium Schwarzenbek und seine aktive Mitarbeit im BUND-Kreisvorstand”.
„Eugen Prinz war ein Lehrer, der sich um die Zukunft seiner Schüler und Schülerinnen in dieser schwierigen Lebenswelt so sehr kümmerte, dass sein Erscheinen bei den Verursachern stets mit Furcht und Fluchtgedanken verbunden war. Mir war er ein Freund des Waldes und deshalb auch meiner.“
„Unbestechlich, unbequem(auch für Mitstreiter), unnachgiebig.“
„Eugen war ein besonderer Mensch. Kennengelernt haben wir ihn beim Widerstand gegen die Atomenergie. Er war gefürchtet bei Diskussionsveranstaltungen. Immer sehr gut informiert stellte er laut und deutlich seine Fragen, blieb in seinen Nachfragen unbequem, ließ sich nicht das Wort verbieten, machte bisweilen auch längere Koreferate, so dass öfter andere Mitstreiter kaum zu Wort kamen. Zuletzt hatten wir dagegen ein Mittel gefunden ihn zu stoppen. Er setzte sich in Absprache zwischen zwei Mitstreiterinnen und erhielt im Bedarfsfall Stupser. Er war ein absoluter Nachrichten-Junky, besaß ein umfassendes Zeitungs- und Unterlagenarchiv,(allerdings dauerte das Finden etwas Zeit), hörte ständig die neuesten Nachrichten und teilte die uns auch mit. Durchsetzung von Bürgerrechten war ihm ein ständiges Anliegen. Er schonte sich nicht. Berufliche Schwierigkeiten riskierte er immer wieder.“
14.02.2022
Leserbrief
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