Helfer gesucht für Pflegearbeiten im Amphibienbiotop in Schretstaken
Montag, 17. November ab 10 Uhr
Auf der Fläche des Amphibienbiotops sind verschiedene Pflegemaßnahmen erforderlich. An einer Seite befindet sich ein Knick, der sukzessive auf den Stock gesetzt wird. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden. Auf der Weide wachsen stellenweise Brombeeren, die zurückzuschneiden sind. Außerdem ist ein schon teilweise abgeknickter Apfelbaum zu fällen, der auf den Zaun zum Nachbarn zu fallen droht. Tatkräftige Hilfe ist erwünscht. Das ist etwas für diejenigen, die sich an der frischen Luft mal richtig körperlich betätigen wollen.
Wann? Montag, 17. November ab 10 Uhr
Wo? In 21493 Schretstaken, A.-Paul-Weber-Straße, gegenüber Hausnr. 10
Rückfragen an Michael Scharf, michael.scharf(at)bund-herzogtum-lauenburg.de
Der BUND-Landesverband Schleswig-Holstein ist im Besitz einer knapp 2 ha großen Fläche in Schretstaken. Betreut wird diese durch Schenkung mit der Zweckbindung Naturschutz erworbene Fläche von der Kreisgruppe Herzogtum Lauenburg. Der größte Teil ist eine gut 1 ha große Weide mit einem Flach- und einem Tiefwasserteich, die zweimal jährlich durch Rinder beweidet wird. Ein weiterer Teil der Fläche wird sich selbst überlassen. Hier entsteht ungesteuert ein kleiner Wald. Auch zukünftig soll nicht in die weitere Waldentwicklung eingegriffen und sie beobachtet werden. Ziel der Betreuungsmaßnahmen ist die Schaffung und der Erhalt eines vielfältigen Lebensraums.
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Aktueller Stand, Juni 2025
Durch die lange Trockenheit im Frühjahr 2025 ist der Wasserstand im Teich auf der Wiese niedrig. Im Teich sind Frösche zu beobachten und zu hören. Im Storchennest in der Nachbarschaft füttern wieder Storcheneltern ihre Jungstörche. Am 28. Mai wurden 5 trächtige Rinder zum Abweiden auf die Weide gebracht. Im Winterhalbjahr haben wir den Rest des Knicks entlang der Weide auf den Stock gesetzt. Gleiches hat der Nachbar auf seiner Seite des Knicks gemacht. Geplant sind weitere Arbeitseinsätze, um die Brombeeren auf der Fläche zurückzudrängen.
Unser Laichgewässer
(Metz)
Endlich hat sich der Wasserstand über den Winter wieder erhöht. Bei der Begehung am 11.1.2023 haben sich unsere schlimmsten Befürchtungen erst einmal gelegt, denn über das Jahr hatten wir regelmäßig viel zu wenig Wasser im Gebiet!
Beweidung der Amphibienwiese in Schretstaken
historisches vor 2023
zu finden auch im Archiv:
archiv.bund-herzogtum-lauenburg.de/aktuelles/amphibienpark_schretstaken/
Beweidung der Amphibienwiese in Schretstaken
Im Jahr 2022 ist es uns in einer guten Abstimmung und Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde und einem Biobauern aus der Region gelungen, die angestrebte, naturschutzgerechte Beweidung der Wiese im Amphibienpark Schretstaken mit Rindern durchzuführen. Diese erfolgt als Frühjahrsbeweidung mit vier bis sechs Kühen im Juni/Juli und als Herbstbeweidung etwa im September/Oktober. Dieser Beweidungsrhythmus wird fortgesetzt, und er wird voraussichtlich zu einer höheren Artenvielfalt im Amphibienpark führen.
Am letzten Tag der Beweidung im Frühjahr 2022 durch vier Kühe auf dem Wiesengrundstück wurde diese Maßnahme als zufriedenstellend im Ergebnis betrachtet. Die Brombeeren werden noch entfernt, sie gefährden den Elektrozaun, die Brennnesseln und die Disteln werden weiter zurückgeschnitten und das Rohr ebenfalls. Der Bereich des sich sukzessiv entwickelnden Waldes bleibt weiterhin unberührt.
Amphibienpark Schretstaken
Bericht April 2015
Die baulichen Aktivitäten an unserem Amphibienpark sind abgeschlossen, der erste Apfelbaum wurde gepflanzt und gegen Verbiss geschützt. Weitere Anpflanzungen werden vorbereitet. Die Stürme im Herbst und in der vorherigen Woche haben zwei alte Apfelbäume umgekippt, Das Holz wollen wir als Totholz möglichst lange für solche Insekten liegen lassen, die speziell darauf angewiesen sind.
Wie auf dem Bild zu erkennen, ist der neu entstandene Moorweiher ganz stattlich anzusehen. In der Mitte hat sich eine kleine Moorkörper-Insel ausgebildet, die ggf. gern als Brutplatz angenommen werden wird. Wir sind gespannt, wer sich ansiedeln wird.
Der Wasserstand hat mittels eines Standrohres im Schacht 4 vor dem südlichen Knich die genehmigte Endhöhe auf 49,60 m NN erreicht und wir hoffen, dass nicht wieder eine Sabotage in die Teichanlage eingreift. Im Winter hatte jemand das Rohr gezogen, so dass alles Wasser bis zum alten Niedrigstwasserstand hin abgelaufen war. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Situation nun so akzeptiert wird.
Da es nachts noch immer sehr kalt ist, wir z.T. auch noch Frosttemperaturen haben, lässt die Laichwanderung der Amphibien noch auf sich warten. Aber es soll nun warm werden, so dass wohl in einer Woche der Frühling voll einsetzen wird.
BUND-Amphibienpark eingeweiht
am 4.Mai 20213
Schretstaken. Über 70 Gäste und Besucher nahmen an der Einweihung des "BUND Amphibienpark Schretstaken" am 4. Mai teil und wurden dabei Zeugen eines kleinen Froschkonzertes in den zwei neuen Laichgewässern. Damit konnte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nach der Ansiedelung der Amphibienart Teichfrosch im Jahr 2012 in diesem Jahr die Arten Grasfrosch und Laubfrosch feststellen. Bei vegetarischen Häppchen und alkoholfreien Getränken, u.a. auch "Froschwasser", bedankte sich Birgit Binger insbesondere bei den Gästen, die anlässlich des Todes des BUND-Freundes Helmut Maack für den Amphibienpark gespendet hatten. Bei einer Wanderung durch den Park gab Hans-Heinrich Stamer Auskunft über das Projekt. Die Geschwister Hanna und Martin Still hatten das annähernd 2 ha große Wiesen- und Ackergrundstück im August 2011 mit der Zweckbindung Naturschutz an den BUND verschenkt. In enger Kooperation mit der Gemeinde Schretstaken wurde vereinbart, die Ausgleichsmaßnahmen für den Bebauungsplan Nr. 4 (B4) auf einen Teil der vormaligen Ackerfläche des BUND und dafür die gemeindliche Wiesenfläche in das BUND-Nutzungskonzept für die Herstellung eines Flachwasserteiches zu übertragen. IDieser und der Tiefwasserteich wurden im Juni 2012 hergestellt. Mit dem Aushubboden wurde ein 60 m langer Knickwall aufgesetzt. Als Ausgleich für den B 4 entstanden Wallknicks zur Verbindung bestehender Knicks, dazu wurden 10 Stck Hochstammobstbäume gepflanzt. Bei den Teicharbeiten trat ein mineralisierter Moorkörper zu Tage, der zum Teil abgetragen wurde, um eine Wiederbelebung des alten Moores zu ermöglichen. Dazu wird der Wasserstand im Moorteich jährlich um nur 10 cm höher angestaut, damit das Torfmoos mit aufwachsen kann. Das Torfmoos hat den Teichrand bereits wieder besiedelt. Mitte April haben BUND-Aktive den Knickwall bepflanzt und einige Jungbäume am Moorteich gepflanzt. Damit hat der BUND vielfältige Grundlagen für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt gelegt. "Nach knapp einem Jahr haben bereits 3 Amphibienarten unseren Amphibienpark angenommen", resümiert Stamer. "Der BUND hat hier 15.000 Euro investiert und wir gehen davon aus, dass hier in Schretstaken ein artenreiches Kleinod für Mensch und Natur entehen wird. Wir sagen Dank für manche Unterstützung an Nachbarn, Behörden, Bürgermeister Püst und die Gemeinde Schretstaken und freuen uns auf vielfältige Froschkonzerte."